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postheadericonEuro-Länder haben 2011 weniger Schulden gemacht

Publiziert am 23 April, 2012 unter Wirtschaft
Gute Nachrichten

Gute Nachrichten aus dem Euroraum? Auch die gibt es, nicht nur Katastrophenmeldungen über die Wirtschaftslage im Euroraum.
Diese guten Nachrichten wollen wir euch getreu unserem Motto nicht vorenthalten. Hier die gute Nachricht mitten in der Krise: Die 17 Euroländer haben im Jahr 2011 ihre Neuverschuldung im Durchschnitt auf 4,1 Prozent der Wirtschaftsleistung gesenkt. Die größten Defizitsünder sitzen in – nein nicht in Griechenland – sondern in Irland. Wir Deutschen gehören hier zu den Musterknaben.


Bild-Quelle: dpa

Im Jahr 2010 betrug die Neuverschuldung im Euroraum noch 6,2 Prozent. Selbst das viel gescholtene Griechenland konnte seine Neuverschuldung von 10,3 Prozent im Jahr 2010 auf 9,1 Prozent im Jahr 2011 senken. Na also, geht doch! Möchte man hier am liebsten rufen, wenn einem nicht gleichzeitig der Satz von Englands Premier Winston Churchill durch den Kopf ginge, der da einst sagte: “Ich traue, keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe.” Die hier aufgeführten Zahlen stammen von der EU-Statistikbehörde Eurostat und können als zuverlässig gelten.

Bleiben wir zuversichtlich, dass die Zahlen tatsächlich stimmen.

Der größte Schuldenmacher ist Irland mit 13,1 Prozent vor Griechenland und Spanien. Es kann allerdings sein, dass der Wert für Irland wesentlich tiefer liegt. Hier fehlen der Eurostat noch die genauen Zahlen von zwei großen irischen Banken.

Die Musterschüler beim Geldausgeben sitzen in Finnland, Luxemburg und Deutschland. Hier liegen die Neuverschuldungen bei 0,5 Prozent bzw. 0,6 Prozent und 1,0 Prozent.
Wohlgemerkt, bis jetzt sprechen wir von Neuverschuldungen. Bei der Gesamtverschuldung der einzelnen Staaten sieht die Reihenfolge ganz anders aus: Estland mit 6 Prozent und Luxemburg mit 18,2 Prozent sind hier die besten im Euroraum. Hier ist Griechenland das Schlusslicht mit 165,3 Prozent.

Also, es gibt für die einzelnen Staaten noch viel, für einige sehr viel zu tun, aber das Jahr 2011 war ein Lichtblick, ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

 

Quelle: spiegel