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postheadericonSchwäbische Backkunst erobert New York

Publiziert am 26 Mai, 2012 unter Erfolgsgeschichten
Gute Nachrichten

Die bekannte Metropole steht in Sachen kulinarische Spezialitäten mit an erster Stelle. Vom Sushi-Feinschmeckerlokal bis hin zu reinen Salattempeln kann man in New York einfach alles finden. Doch eines gab es bisher noch nicht: eine Bar bzw. Bäckerei wie die zweier deutscher Unternehmer. Sie haben damit genau ins Schwarze getroffen und die Herzen der New Yorker erobert. Die feinen Lockstoffe: Brötchen, Brezen und Kirschtorte – jammy!


Die stolzen Betreiber der New Yorker Bar und Bäckerei “Landbrot”, Volker Herrmann (l.) und David Rothe
Bild-Quelle: hb/Astrid Dörner

Schauspielgrößen wie Marthe Stewart oder Alec Baldwin haben das Backwarenparadies bereits besucht. Wenn die Leckereien, wie Bratwurst und Körnerbrot schon bei den Stars ankommen, bleiben die vielen New Yorker demnach nicht fern und sind somit gerade drauf und dran eine Bäckerei aus dem schönen “Schwabenländle” zum neuen Szenelokal zu küren.

Ein Konzept, das aufzugehen scheint. Die ganze Idee entstand eher durch “Zufall”, als die beiden Unternehmer Herrmann und Rothe 2008 aus geschäftlichen Gründen nach New York reisten. Ihnen fiel auf, dass es dort so gut wie kein deutsches Brot gibt. Die Beiden wagten es, in die Herstellung von Laugenbrezen, Kaiserbrötchen und Schwarzwälder Kirschtorte zu investieren, obwohl sie eher im Bereich der Telekommunikation zu Hause waren und von dem kostenspieligen New Yorker Gastronomiegeschäft keine Ahnung hatten. Nichts desto trotz investierte der 31-jährige Unternehmer Volker Herrmann eine siebenstellige Summe um den Traum, eine Mischung aus Bar und Bäckerei, in einem Haus inmitten des New Yorker Ausgehviertels Greenwich Village, zu gestalten. “Wir wollen damit keine Touristen anlocken. Wir wollen “Landbrot” zu einem echten New Yorker Lokal machen”, so Herrmann. Das “Landbrot”-Konzept, dass er gemeinsam mit seinem Partner David Rothe auf die Beine gestellt hatte, läuft prächtig. “Wir könnten uns vorstellen, in den nächsten vier Jahren 16 Bäckereien zu eröffnen”, sagte Herrmann. Im Mai soll schon bald eine zweite Filiale in New York eröffnet werden und nicht nur dort sondern auch in anderen Großstädten wie Philadelphia.

Ein weiteres Projekt gründete Herrmann bereits Ende April. Es handelt sich hierbei um eine weitere Firma, die Großhändler mit den deutschen Backwaren von “Landbrot” beliefern wird. “Wir haben schon sehr viele Anfragen”, erzählte Herrmann, “und wollen diese schnellstmöglich bedienen.”

Wir sind gespannt und dürfen mit verfolgen, wie sich deutsche Backkunst ihren Weg durch die USA bahnt. Dieses Konzept scheint zu funktionieren und auch hier hieß es, “wer nicht wagt, der nicht gewinnt”.

 

Quelle: handelsblatt