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postheadericonLeichtere und umweltfreundlichere Autos mit Fahrzeugstrukturen aus Holz

Publiziert am 14 Juni, 2012 unter Technik
Gute Nachrichten

Die Verwendung von Holz im modernen Fahrzeugbau könnte wieder Verwendung finden. Wissenschaftler der Uni Kassel forschen an einer Konstruktion, bei der sie wichtige Teile eines Autos aus deutschem Buchenholz fertigen wollen.

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Fertigungszeichner des “Holzautos” bei der Arbeit
Bild-Quelle: n-tv/screenshot

Der Vorteil: Dadurch wird das Fahrzeug deutlich leichter, so dass Sprit oder – bei Elektroautos – Strom gespart wird. Außerdem ist Holz besonders gut recyclebar. Insgesamt eine interessante Idee zum Wohle der Umwelt.

“Back to the roots”: Autos werden immer schwerer und genau aus diesem Grund ist Leichtbauweise im Automobilbau angesagt. Zu Beginn der Automobilgeschichte war Holz der weitverbreitetste Werkstoff. Das soll nicht in Vergessenheit geraten, denn um die CO2-Grenzwerte der Zukunft einzuhalten und die Reichweite batteriebetriebener Autos zu erhöhen, müssen die Fahrzeuge in Zukunft leichter werden. Und genau hier setzt das von der Uni Kassel koordinierte Forschungsprojekt “Holzformteile als Multi-Material-Systeme für den Einsatz im Fahrzeug-Rohbau” (HAMMER) an.
Die Vorteile von Buchenholz sind: “Es besitzt beispielsweise bei einem Zehntel des Gewichts von Stahl ein Drittel der Festigkeit”, sagt der Verbundkoordinator Prof. Dr.-Ing. Stefan Böhm der Universität Kassel. Zur Herstellung holzbasierter Komponenten würde nur einen Bruchteil der Energiemenge aufgewandt werden, die bei der Herstellung von Aluminium-, Kunststoff- oder Stahlbauteilen notwendig ist. Die Einsatzmöglichkeiten sehen die Wissenschaftler der Universität Kassel zum Beispiel bei der Konstruktion von Autositzen, Fahrzeugböden, Türen und Fahrzeugsäulen.

Der Werkstoff Holz ist nicht weniger sicher, wie vielleicht viele annehmen: “Holz ist ein reversibel verformbares Material und kann durch seine Verformbarkeit sehr gut Crash-Energie abbauen”, erklärt Projektleiter Daniel Krohl. “Gleichzeitig ist es durch seine Faserstruktur in Verbindung mit anderen Materialien wie Textilien und Metallfolien im Verbund besonders durchbruchsicher.”

Um Verrottung und Brandgefahr der Holzteile auszuschließen, arbeiten die Forscher an einer speziellen Imprägnierung.

“Technik, die (das Auto leichter, energiesparender, umweltfreundlicher) bewegt.” Wir dürfen gespannt sein, was die Zukunft bringt.

Ein kurzes Video zum Thema findest du hier.

 

Quelle: uni-kassel