gute positive nachrichten

postheadericonWarum nicht Kälte von außen sinnvoll nutzen

Publiziert am 21 März, 2013 unter Erfolgsgeschichten
Gute Nachrichten

Richard Traverse stammt aus Vermont. Vermont ist ein US-Staat nördlich von New York. Die Winter können in Vermont extrem kalt sein, da die polare Kaltluft, ohne große Hindernisse überwinden zu müssen, direkt aus Kanada einfließen kann.

Freeaire-System, positive nachrichten

Bild-Quelle: FreeaireSystem (Video screen capture)

Nachdem Traverse die Schule verlassen hat, ist er in den frühen Siebziger Jahren nach Warren, Vermont gezogen. Er lebte dort in einer Wohngemeinschaft mit Freunden und sie bauten sich eine Solarheizung aufs Dach, weil sie damals schon auf der Suche nach alternativen Energieformen waren. In ihrer Küche thronte ein riesiger, alter Kühlschrank, der aus einem Restaurant stammte.
In einer bitterkalten Nacht saßen Traverse und seine Freunde um den Küchentisch und der Kompressor des Kühlschranks lief auf Hochtouren. Traverse bemerkte, wie absurd es ist, dass der Kühlschrank auf Hochtouren laufen muss, wenn es draußen unter minus dreißig Grad hat.
Am nächsten Morgen sägte Traverse ein Loch in die Rückwand des Kühlschranks und in die Außenwand des Hauses, verband die beiden Löcher mit einem Ofenrohr, ergänzte die Anordnung mit einem einfachen Thermostaten und einem Ventilator. So saugte bei kalten Außentemperaturen der Kühlschrank über den Ventilator Luft an und bei wärmeren Temperaturen wurde er über den Thermostat abgeschaltet.

Das war die Grundlage für seine Firma Freeaire, wenn es auch 20 Jahre dauerte bis Traverse aus seiner Eingebung ein Geschäft machen konnte.

Seine Vorführanlage steht in einem Delikatessengeschäft in Waitsfield, Vermont. Dort kann man sein Freeaire-System in Aktion anschauen. Es besteht aus einer Folge von Ventilatoren, Thermostaten, Sensoren und elektrischen Schaltkreisen. Damit wird mittels kalter Außenluft alles gekühlt, was im Geschäft gekühlt werden muss, von Server-Räumen bis zu Gefriertruhen. Damit werden etwa 50 Prozent der Stromkosten eingespart. Eskimos jenseits des Polarkreises, die zu seinen Kunden gehören, sparen sich auf diese Weise pro Jahr 10.000 Dollar an Energiekosten.

Mittlerweile arbeiten mehr als tausend Freeaire-Systeme weltweit, sagt Traverse. “Es gibt immer noch Hunderttausende von uneffektiven Kühlsystemen und Milliarden von Kilowattstunden, die eingespart werden können”, betont Travers und denkt, obwohl er im Rentenalter ist, noch lange nicht ans Aufhören.

Eine geniale und simple Idee, die verfolgt wurde und letztendlich zum Erfolg geführt hat. Es gibt unzählige Menschen mit bahnbrechenden Erfindungen auf diesem Planeten. Die Devise heißt: dranbleiben und durchziehen.

 

Weitere Videos und Infos über Richard Traverse Erfindung findet ihr auf freeaire.com.

 

Quellen: skimag.com (12/2012); freeaire.com