gute positive nachrichten

postheadericonRoboter der Stanford University erkennen giftige Algen

Publiziert am 29 August, 2013 unter Umwelt
Gute Nachrichten

Der Staat Washington liegt an der Pazifikküste der USA. Im Nordwesten des Bundesstaates befindet sich der Puget Sound, eine etwa 150 Kilometer lange, inselreiche, weitverzweigte Bucht. Nahezu jedes Jahr im Sommer wird der Puget Sound von einer roten Flut von giftigen Algen heimgesucht und die Situation scheint von Jahr zu Jahr für die Meerestiere und die Menschen schlimmer zu werden. Fängt man zu diesem Zeitpunkt Fische, die die giftigen Algen gefressen haben, kommt  das Gift über die Fischmärkte und die Fischereifabriken sehr schnell in den Nahrungskreislauf.

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Puget Sound: hier warnen automatische Sensoren vor giftigen Algen.
© Dougtone / flickr.com

Doch nun zeigt sich ein Silberstreif am Horizont, denn Wissenschaftler von der Stanford University in Kalifornien gaben bekannt, dass sie erfolgreich Versuche zum Abschluss gebracht haben, bei denen Roboter eingesetzt wurden, die in sehr schneller Zeit giftige Algen aufspüren. Dies könnte für Millionen von Meerestieren ein Segen sein.

Anfang Juli dieses Jahres hat eine Gruppe von Forschern aus Stanford eine ganze Reihe von automatischen Sensoren installiert, die sie Environmental Sample Processors (ESP) nennen, was man etwa mit “ökologische Stichproben-Prozessor” übersetzen könnte.

Diese Geräte wachen über die Wasserqualität und erkennen sehr früh Algen- und andere bakterielle Blüten im Wasser. Es fehlt zwar noch das Einverständnis der Wetter- und Ozeanographiebehörde der USA (NOAA) sowie des wissenschaftlichen Zentrums der Nordwest-Fischerei aber das sollte wohl in Kürze vorliegen, so dass dem Einsatz des Warnsystems nichts mehr im Wege steht.

Das ESP arbeitet, vereinfacht ausgedrückt, in der Form, dass es Wasser aufsaugt und alle vorhandenen Mikroben, die sich im Wasser befinden, abtrennt. Innerhalb des röhrenförmigen Roboters befindet sich ein Labor, das sofort die DNA der Mikroben testet. Über ein Modem werden diese Daten an ein Labor gesendet. Dort werten Forscher diese sofort aus und können dann sagen, ob es sich um Fäkalien, Bakterien oder giftige Algen handelt. Sollten die Forscher erkennen, dass es sich um eine gefährliche Algenart handelt, können sie umgehend die Behörden alarmieren.

Mittlerweile arbeiten die Wissenschaftler bereits an der nächsten Generation von ESP, mit dem Ziel, die Roboter kleiner und noch schneller zu machen.

 

Quelle: inhabitat.com