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postheadericonNeuartige Dachziegel ″fressen″ Smog

Publiziert am 10 März, 2014 unter Umwelt
Gute Nachrichten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat veröffentlicht, dass jedes Jahr weltweit mehr als zwei Millionen Menschen an den Folgen der Luftverschmutzung sterben müssen. Es ist erwiesen, dass kleinste Staubpartikel mit einem Durchmesser zwischen zweieinhalb und zehn Mikrometern zu Lungenschäden und Krebs führen können.

Dachziegel, positive nachrichten

© greeblie / flickr.com

In Sachen Luftverschmutzung stehen europäische Städte vergleichsweise ganz gut da und selbst US-Metropolen wie New York und Los Angeles haben eine relativ geringe Smogbelastung. Die Smogbilder aus Peking sind einem jedoch aus den Medien nur zu gut bekannt.

Der US-amerikanische Ableger der australischen Firma Boral Roofing will mit einer neuartigen Technologie der zunehmenden Luftverschmutzung entgegenwirken. Man hat Dachziegel entwickelt, die aus Bestandteilen bestehen, die Smog unschädlich machen.

 

Wie funktioniert das?

Die Sonneneinstrahlung bewirkt auf den Ziegeln eine chemische Reaktion, bekannt unter dem Namen Photokatalyse. Dabei werden die schädlichen Stickoxide in Kalziumnitrat umgewandelt, das vom nächsten Regen einfach von den Ziegeln herunter gespült wird. Kalziumnitrat (Ca(NO3)2) ist für das Grundwasser völlig unschädlich. Es ist vielmehr ein Düngemittel und fördert damit das Wachstum von Pflanzen. Boral Roofing sagt, dass eine Dachfläche von 185 Quadratmetern ausreicht, um pro Jahr die Menge an Stickoxiden zu entfernen, die ein Kraftfahrzeug im gleichen Zeitraum in die Luft bläst, wenn es 17.000 Kilometer fährt. Wie die Luftreinigung funktioniert, zeigt das folgende Video des Herstellers.

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass wir bereits zwei Mal im Jahr 2013 über ähnliche Projekte geschrieben haben. Einmal über ein “Smog fressendes” Gebäude in Mexiko City und einmal über eine “Smog fressende” Straße in Chicago.

Hier ist die Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen und wir dürfen gespannt sein, was noch alles auf uns zukommt.

 

Quelle: green.wiwo.de