Gute Nachrichten http://www.gute-nachrichten.com.de ... braucht der Mensch! Sun, 30 Aug 2015 08:28:08 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v=4.3 “8 wichtige Punkte über das Leben” – Paulo Coelho http://www.gute-nachrichten.com.de/2015/08/philosophie/8-wichtige-punkte-ueber-das-leben-paulo-coelho/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2015/08/philosophie/8-wichtige-punkte-ueber-das-leben-paulo-coelho/#comments Sun, 30 Aug 2015 08:28:08 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10629 Über ein Jahr ist es nun her, dass wir das letzte Mal eine von Paulo Coelhos Kurzgeschichten übersetzt und mit euch geteilt haben. Da immer mal wieder einige von euch danach gefragt haben, wird es allerhöchste Zeit für eine weitere “Botschaft” auf den “Gute Nachrichten”. Diesmal ist es keine Geschichte des Bestsellerautors selbst, sondern eine Zusammenfassung ein paar seiner “Weisheiten” von Gina Senarighi. Inspiriert von Paulo Coelho hat sie auf ihrem Blog acht seiner Zitate gesammelt, um sie mit der Welt zu teilen und den Menschen aufzuzeigen, was wirklich langfristig zum Glücklichsein verhilft. Wir springen auf das Boot mit auf und haben sie wie immer für euch ins Deutsche übersetzt. Gefunden auf Paulo Coelhos Blog am 27. April 2015 unter dem Titel “8 important points about life“. Was zum Nachdenken – viel Freude und Inspiration! :)

Schmetterling sitzt auf einer fliederfarbenen Blüte

 

Wir sind alle zu einem Zweck hier

“Egal, was der Mensch tut, jeder spielt eine zentrale Rolle in der Geschichte der Welt. Und in der Regel weiß er es nicht.”

“Jeder trägt ein kreatives Potenzial in sich und von dem Moment an, wo er dieses entdeckt und zum Ausdruck bringt, ist er in der Lage, die Welt zu verändern.”

 

Das Einzige, was zwischen Dir und Deinen Träumen steht, sind Deine Ängste

“Höre nicht auf Deine Ängste. Wenn du das tust, wirst Du nicht in der Lage sein, mit deinem Herz zu sprechen.”

“Es gibt nur eine Sache, die es unmöglich macht einen Traum zu erreichen: die Angst vor dem Scheitern.”

 

Fehler sind Teil des Lebens

“Wenn Du Deinen Weg findest, musst Du keine Angst haben. Du musst den Mut haben, Fehler zu machen. Enttäuschung, Niederlage und Verzweiflung sind die Werkzeuge die Gott benutzt, um uns den Weg zu zeigen.”

 

Suche die Liebe nicht außerhalb von Dir

“Liebe findet man nicht in jemand anderem, sondern in einem selbst; wir wecken sie einfach auf. Doch um das zu tun, brauchen wir die andere Person.”

 

Wenn Du Dich änderst, ändert sich die ganze Welt mit Dir

“Wenn wir lieben, bemühen wir uns immer besser zu werden als wir es bereits sind. Wenn wir uns darum bemühen, besser zu werden als wir sind, wird alles um uns herum ebenfalls besser.”

 

Kümmere dich um deine eigenen Angelegenheiten

“Viele Menschen scheinen eine genaue Vorstellung davon zu haben, wie andere ihr Leben führen sollten, aber sie selbst haben keine von ihrem eigenen Leben.”

“Wir sind nicht in der Lage das Leben anderer zu beurteilen, weil jeder Mensch nur seine eigenen Schmerzen und seine eigene Entsagung kennt. Es ist eine Sache, dass Du fühlst, auf dem richtigen Weg zu sein, aber eine andere zu denken, dass Deiner der einzige Weg sei.”

 

Niemand ist dafür verantwortlich wie du dich fühlst oder nicht fühlst

“In der Liebe kann niemand jemand anderen schaden; jeder selbst ist für seine eigenen Gefühle verantwortlich und kann nicht jemand anderen für das was man fühlt verantwortlich machen.”

 

Umarme Deine Wahrhaftigkeit

“Du musst der Mensch sein, der Du nie mutig genug warst zu sein. Nach und nach wirst Du entdecken, dass Du bereits dieser Mensch bist, aber um das klar zu sehen, musst Du so tun als ob und dich erfinden.”

“Wenn du Erfolg haben möchtest, musst Du eine Regel respektieren – Belüge Dich niemals selbst.”

 

Quelle: paulocoelhoblog.com

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Abfall abschaffen – geht das? http://www.gute-nachrichten.com.de/2015/08/umwelt/abfall-abschaffen-geht-das/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2015/08/umwelt/abfall-abschaffen-geht-das/#comments Sat, 29 Aug 2015 16:18:43 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10640 Als der US-Amerikaner und gebürtige Ungar Tom Szaky vor 14 Jahren TerraCycle gründete, bewegte ihn ein Grundgedanke: Abfall abschaffen. Dass das in einer Wegwerfgesellschaft, wie wir sie heute kennen, nicht von heute auf morgen funktionieren kann, versteht sich von selbst. Doch anstatt den Kopf deswegen in den Sand zu stecken und sich damit abzufinden, drehte Szaky den Spieß um. Was wäre, wenn man “Abfall” neu definiert und dem Begriff die Endgültigkeit entzieht?

Recyclingprozess von TerraCycle

Grafische Darstellung des Recyclingprozesses von TerraCycle.
© terracycle.eu

Indem er große Produzenten und Otto Normalverbraucher zusammenführte, gelang es ihm, Abfall wiederzuverwerten, der zuvor aus ökonomischen Gründen in der Müllverbrennung landete. Aus Weggeworfenem werden neue Rohstoffe und Produkte hergestellt und somit wertvolle Ressourcen geschont. Über so genannte “Sammelprogramme” kann sich jedermann an den Aktionen beteiligen und kostenlos alte Stifte, Zigarettenabfälle oder auch Aluminiumdosen recyceln und somit einen Beitrag für den Umweltschutz leisten. Auf diese Weise ist der Verbraucher selbst dazu in der Lage aktiv zu werden, seinen Abfall bewusst zu recyceln und ihm so ein zweites Leben zu geben.

 

Verantwortung des Einzelnen

Inzwischen gibt es TerraCycle in 21 Ländern – seit 2011 auch in Deutschland. Die Recyclingprogramme leben ausschließlich vom Engagement des Einzelnen und den daraus entstehenden Sammelteams. Ohne diese, wäre die Trennung bestimmter Abfallströme vom “Rest” und damit das Recycling gar nicht erst möglich. Um der Umwelt mit einfachsten Mitteln Gutes zu tun, beteiligen sich also Schulklassen, genau wie Kitas, Büros und Firmen wie z.B. der Flughafen Stuttgart oder die Uniklinik Dresden, an den Sammelaktionen. Die Teilnahme ist kinderleicht: man meldet sich online bei TerraCycle an, sammelt beispielsweise alte Stifte und schickt diese kostenlos an das Unternehmen – und sollte der Umweltgedanke selbst noch nicht genügend Motivation bieten, gibt es dank Markenpartnern wie etwa BiC die Möglichkeit pro recycelten Stift 2 Cent an eine gemeinnützige Organisation nach Wahl zu spenden. Über dieses Modell konnten weltweit bereits mehr als 10 Millionen Euro gespendet werden.

 

Unternehmen machen es vor

Wie es aussehen kann, wenn Unternehmen dem Abfall ihrer Produkte eine neue Bedeutung schenken, zeigt das neuste Projekt von TerraCycle, das sich mit der Wiederverwertung des Wertstoffs Aluminium befasst. Zusammen mit dem Drogerie Markt dm und Verbrauchsgüterhersteller Unilever wurde die Initiative “R’cycle!” ins Leben gerufen, bei der Kunden aufgefordert werden, ihre leeren Deo- und Haarspraydosen in den aufgestellten Recyclingboxen in allen dm-Märkten Deutschlands abzugeben. Aus je 400 gesammelten Dosen wird im Anschluss ein Kinderfahrrad hergestellt, welches an lokale Einrichtungen gespendet wird, um Kinder in ihrer Mobilität zu fördern. Bis April 2016 sollen so mit Hilfe der Verbraucher 800 Fahrräder entstehen. Mit der Initiative wollen dm und Unilever für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen sensibilisieren und Nachhaltigkeit erlebbar machen.

Die leeren Deodosen ganz einfach bei dm recyceln. © terracycle.eu

Die leeren Deodosen ganz einfach bei dm recyceln.
© terracycle.eu

Aus alten Deodosen werden neue Kinderfahrräder. © terracycle.eu

Aus alten Deodosen werden neue Kinderfahrräder.
© terracycle.eu

Fazit: Obwohl wir uns wohl noch etwas gedulden müssen, Abfall per se abzuschaffen, ist es doch schön zu wissen, dass jeder Einzelne von uns durch eine nachhaltige Lebensweise zu diesem Ziel beitragen kann. Recyclingkonzepte, wie das von TerraCycle, tun hierbei vor allem eines: Bewusstsein schaffen.

 

Alle weiteren Infos findet ihr unter terracycle.eu.

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Tchibo fördert bessere Arbeitsbedingungen bei Zulieferern http://www.gute-nachrichten.com.de/2015/08/erfolgsgeschichten/tchibo-foerdert-bessere-arbeitsbedingungen-bei-zulieferern/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2015/08/erfolgsgeschichten/tchibo-foerdert-bessere-arbeitsbedingungen-bei-zulieferern/#comments Thu, 20 Aug 2015 16:03:19 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10617 Die Problematik der schlechten Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten in Entwicklungs- und Schwellenländern bei den Zulieferern für europäische Abnehmer ist allgemein bekannt. Tchibo hat das Dialog- und Trainingsprogramm WE (Worldwide Enhancement Social Quality) bei seinen strategischen Lieferanten eingeführt. Das Programm WE hat zum Ziel, dass eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen erreicht wird. Tchibo hat WE zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) entwickelt und mehrere Jahre erprobt. Mittlerweile kommen 75 Prozent aller Tchibo Produkte aus 320 WE-Produktionsstätten in neun Ländern.

haende, zusammenarbeit, nachhaltigkeit

© tchibo.com

Nanda Bergstein, die Leiterin des Geschäftsbereichs Lieferantenbeziehungen & Nachhaltigkeit Non Food bei Tchibo betont: “Wir setzen an einer der wesentlichen Ursachen für Missstände in den Betrieben an: An der schwierigen Beziehung zwischen den Beschäftigten und ihren Vorgesetzten vor Ort.” Die Deutschinderin hat das neuartige Dialog- und Trainingsprogramm in die Einkaufs- und Qualitätsprozesse bei Tchibo eingebaut. Die Erfahrung hat nämlich gezeigt, dass Kontrollen vor Ort nicht zum gewünschten Erfolg führten. “Die Fabrikmanager fühlten sich bevormundet und waren nicht bereit zu kooperieren. Wir haben uns damals gefragt, was wir anders machen können, damit die Fabriken aus eigenem Antrieb Verbesserungen einführen. Wir kamen zu dem Schluss, dass das nur über einen kontinuierlichen und offenen Dialog zwischen Beschäftigten und Management geht”, argumentiert Frau Bergstein.

Das Ziel von WE ist, langfristig und dauerhaft Sozialstandards in den Produktionsstätten internationaler Handelsunternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern einzuführen. Gewinner sollen dabei alle Beteiligten, insbesondere natürlich die Arbeiter, sein. Der größte Handlungsbedarf besteht bei der Regelung der Arbeitszeiten und der Löhne, sowie der Zusammenarbeit zwischen Managern und Arbeitnehmern. Weitere Themen sind das Verbot von Kinderarbeit, sowie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.

Wichtig für den Erfolg von WE ist der Einsatz von Trainern aus den entsprechenden Kulturkreisen vor Ort. In den neun WE-Ländern Bangladesch, China, Indien, Kambodscha, Laos, Vietnam, Äthiopien, Thailand und der Türkei gibt es eine Gruppe von vierzig gut ausgebildeten Trainern, die mit internationalen Beratern zusammenarbeiten. Die Trainer vermitteln Fachwissen und sind das Bindeglied zwischen Managern und Beschäftigten. Ihr Ziel ist es, praxisnahe Maßnahmen für verbesserte Arbeits- und Produktionsbedingungen festzulegen.

WE-Workshop

WE-Workshop in Vietnam
© tchibo.com

Seit Einführung des WE-Programms sind in vielen Fabriken die Löhne und die Zusatzleistungen gestiegen. In der Mehrzahl der Betriebe gibt es mittlerweile Arbeitnehmervertretungen. Zusätzliche Sozialleistungen wie zum Beispiel Unterkünfte und Kantinenessen wurden eingeführt.

Einige der Probleme sind jedoch nicht alleine auf Fabrikebene lösbar. Um alle Probleme in den Griff zu kriegen, braucht es eine Kooperation zwischen Politik, Wirtschaft, NGO`s und Gewerkschaften. Tchibo beteiligte sich als erstes europäisches Unternehmen schon 2012 zusammen mit dem US-amerikanischen Unternehmen Philip van Heusen, der Clean Clothes Campaign und der globalen Dachgewerkschaft INDUSTRIALL an der Entwicklung des Brandschutzabkommens Bangladesch. Aktuell entwickelt Tchibo zusammen mit anderen internationalen Handelsunternehmen und INDUSTRIALL eine Initiative zur Durchsetzung von Tarifverhandlungen in allen Produktionsmärkten. Hierfür dient das WE-Programm als Vorbild für den Dialog über Veränderungen zwischen allen Parteien.

Alles weiteren Infos findet ihr zum Beispiel unter: eduscho.at und we-socialquality.com.

 

Quelle: tchibo.de

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Niederländische Firma gewinnt saubere Energie aus lebenden Pflanzen http://www.gute-nachrichten.com.de/2015/07/technik/niederlaendische-firma-gewinnt-saubere-energie-aus-lebenden-pflanzen/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2015/07/technik/niederlaendische-firma-gewinnt-saubere-energie-aus-lebenden-pflanzen/#comments Tue, 28 Jul 2015 11:55:52 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10605 Viele Menschen wünschen sich eine Welt in der man in Harmonie mit der Natur leben kann und trotzdem die Bequemlichkeit und den weltweiten Zugriff auf Nahrungsmittel und technische Innovationen nicht missen muss. Man hört doch viel zu oft Nachrichten über das Aussterben von bestimmten Lebewesen und Pflanzen, über eine weitere Ölkatastrophe, über ein neues Fracking-Vorhaben und so weiter und so weiter.

plant-e, gruene energie, positive nachrichten

© whologwhy / flickr.com (CC BY 2.0)

Da macht es umso mehr Freude, wenn man von innovativen Firmen wie dem Unternehmen Plant-e hört, das für die Produktion von Energie völlig neue Wege geht. Der in Europa zu beobachtende Trend, neue Wege zur Gewinnung von Energie auf nachhaltige Weise zu gehen, wird auch von der Niederländischen Firma Plant-e beschritten. Plant-e wurde im Jahr 2009 als Ausgründung des Lehrstuhls für Ökologische Technologie der Universität von Wageningen gegründet. Die Firma hat eine Methode entwickelt, wie man Elektrizität aus lebenden Pflanzen gewinnen kann, ohne die Natur zu schädigen oder zu beeinflussen. Im Jahr 2014 stellte Plant-E sein erstaunliches Projekt mit dem Namen “Starry Sky” vor. Rund um Amsterdam werden mehr als 300 Straßenlaternen mit der Energie von lebenden Pflanzen zum Leuchten gebracht.

Wie funktioniert nun das Ganze?

Bei der Photosynthese produziert eine Pflanze organisches Material. Ein Teil dieses Materials wird für das Wachstum der Pflanzen verbraucht. Der größere Teil kann von der Pflanze nicht genutzt werden und wird über die Wurzeln der Pflanze in den Boden ausgeschieden. Um die Wurzeln herum leben Mikroorganismen, die das organische Material zerlegen, um damit für sich Energie zu gewinnen. Bei diesem Prozess werden Elektronen als Abfallprodukt freigesetzt. Wenn man nun eine Elektrode an die Mikroorganismen auf geeignete Art und Weise anbringt, kann man damit Elektrizität “ernten”. Das bedeutet, dass die Pflanzen ungestört wachsen und dabei gleichzeitig Strom liefern können.

Bis jetzt ist diese Technologie noch nicht so weit, dass man damit größere Verbraucher versorgen könnte, aber für das Aufladen von Handys oder zum Betreiben von Lampen reicht es jetzt bereits. Die Stromversorgung im Hauptquartier in Wageningen wird bereits vollständig über den “Pflanzenstrom” sicher gestellt.

Man stelle sich folgendes vor: Man schaut aus dem Fenster und siehst draußen eine moderne Welt, alles ist grün und die Luft ist rein und der Fortschritt basiert nicht auf der Ausbeutung von “Mutter Erde”, dank solcher erstaunlichen Projekte, wie es “Starry Sky” darstellt.

Alle weiteren Infos findet ihr unter plant-e.com und plantpower.eu.

 

Quellen: ewao.com, plant-e.com
Herzlichen Dank für den Tipp von einer unserer Leserinnen auf Facebook! ;-)

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Frauen aus Sri Lanka sollen Mangrovenwälder retten http://www.gute-nachrichten.com.de/2015/07/umwelt/frauen-aus-sri-lanka-sollen-mangrovenwaelder-retten/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2015/07/umwelt/frauen-aus-sri-lanka-sollen-mangrovenwaelder-retten/#comments Mon, 13 Jul 2015 13:28:23 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10576 Mangrovenwälder bestehen aus bis zu dreißig Meter hohen Bäumen und Sträuchern und beherbergen bis zu siebzig Arten von Pflanzen. Sie existieren an salzigen Meeresküsten und  dort wo Flüsse ins Meer münden. “Unten” wohnen Meeresbewohner und in den “Stockwerken” darüber bietet sich ein Lebensraum für zahlreiche Landtiere.

Mangrovenwaelder retten, positive nachrichten

© norihito08 / flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Sri Lanka hat im letzten Jahrhundert rund die Hälfte seiner Mangrovenwälder verloren. Jetzt startet die Regierung ein Rettungsprogramm für die noch intakten Mangrovenwälder. Dabei kommt den Frauen vor Ort eine besondere Aufgabe zu: Sie sollen auf die Mangrovenwälder aufpassen und erhalten dafür als Gegenleistung eine Ausbildung oder einen Mikrokredit für die eigene Karriere als Unternehmerrinnen.

Ein gutes Beispiel hierfür ist Frau Josip Kumari, die sich auf diese Weise aus ihrer Armut befreien und – nach entsprechender Ausbildung und finanzieller Hilfe – eine Bäckerei eröffnen  konnte. Sie passt zusammen mit anderen Dorfbewohnern darauf auf, dass die Mangroven nicht mehr abgeholzt und als Brennholz verwendet werden. Wenn sie solche Vorfälle an die Regierung meldet, werden gegen die Übeltäter juristische Schritte eingeleitet.

Bisher fanden sich 15.000 Frauen aus 1.500 Dörfern, die bei diesem Projekt mitmachen.  Sudeesa ist eine lokale Umweltschutzorganisation, die das Rettungsprogramm für die Mangroven zusammen mit der Regierung von Sri Lanka und der US-amerikanischen NGO Seacology ins Leben gerufen hat. Der Vorsitzende von Sudeesa, Anuradha Wickramasinghe sagt: “Wir haben herausgefunden, dass wir für erfolgreiche Projekte die Verantwortung an die Frauen abgeben müssen.”

Für das gesamte Projekt werden drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die zu schützenden Mangrovenwälder umfassen eine Fläche von 8.815 Hektar und auf weiteren 3.883 Hektar sollen neue Wälder angepflanzt werden.

Mangroven spielen in Sachen Klima eine äußerst wichtige Rolle. Forscher der US-amerikanischen nationalen Ozean- und Atmosphärenverwaltung (NOAA) glauben, dass Mangroven bei der Aufnahme von schädlichem Kohlendioxid im Vergleich zu Regenwäldern drei bis fünf Mal leistungsfähiger sind. Darüber hinaus haben sie eine wichtige Schutzfunktion bei Überflutungen.

 

Quellen: greenpeace-magazin.de

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Autistischer Teenager gilt als zukünftiger Nobelpreisträger http://www.gute-nachrichten.com.de/2015/06/erfolgsgeschichten/autistischer-teenager-gilt-als-zukuenftiger-nobelpreistraeger/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2015/06/erfolgsgeschichten/autistischer-teenager-gilt-als-zukuenftiger-nobelpreistraeger/#comments Fri, 26 Jun 2015 18:13:59 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10561 Bei dem heute 17 Jahre alten Teenager Jacob Barnett wurde im Alter von zwei Jahren moderater bis schwerer Autismus diagnostiziert. Die Ärzte meinten, dass er weder Sprechen noch Lesen lernen würde. Er galt als äußerst schwer erziehbar. Heute studiert er mit dem Ziel, seinen Master in Quantenphysik zu machen. Nebenbei hält er kostenlose Vorlesungen auf Youtube.

Jacob Barnett, Wunderkind, Autismus, positive nachrichten

Bild-Quelle: TEDx Talks (Video screen capture)

Seine Mutter, Kristine Barnett, die Autorin eines Buches über ihren Sohn mit dem Titel “Die Erleuchtung: Die Geschichte einer Mutter die ein Genie umsorgt”, erzählte im Frühstücksfernsehen der BBC, dass es ursprünglich sehr schwer war, ihrem Sohn die richtige Erziehung angedeihen zu lassen.

Kristine Barnett bemerkte sehr früh, dass ihr Sohn beim Anblick von Mustern regelrecht fasziniert war. Sie nahm ihn aus der Schule für behinderte Kinder und ließ ihm die Dinge näher untersuchen, für die er ein großes Interesset zeigte.

Heute sagen Experten, dass Jacob ein Wunderkind ist, ausgestattet mit einem IQ, der höher als bei Einstein ist und dass sein Weg, einen Nobelpreis zu gewinnen, quasi vorgezeichnet ist. Der Schlüssel zu dieser positiven Entwicklung, sagt seine Mutter, war, dass sie ihm die Dinge hat tun lassen, für die er sich wirklich interessierte und dass man ihn nicht in ein Schulkorsett gezwängt hat.

Eines Tages zeigt Kristine Barnett ihrem Sohn den Sternenhimmel und ging mit ihm ein paar Monate später in ein Planetarium, wo ein Professor einen Vortrag hielt. Jedes Mal wenn der Professor eine Frage stellte, schnellte die Hand des kleinen Jacob nach oben und er konnte selbst die kompliziertesten physikalischen Zusammenhänge zum Lauf der Planeten erklären. Jacob war damals dreieinhalb Jahre alt! Von da an hat sich Kristine entschlossen, die Erziehung ihres Sohnes, der in der Schule als äußerst schwierig und bockig galt, selbst in die Hand zu nehmen.

Jacob blühte unter der sorgfältigen und einfühlsamen Erziehung seiner Mutter förmlich auf. Er erforschte die Sterne, den Schatten und diverse Muster. Gleichzeitig sorgte die Mutter dafür, dass Jacob auch mit „normalen“ Kindern Kontakt hatte, sei es beim Softball spielen oder beim Picknicken mit Gleichaltrigen.

Mit elf Jahren war Jacob bereit für das College. Mittlerweile studiert er Festkörperphysik an der Purdue University in Indiana. Sein IQ wurde mit 170 gemessen und übertrifft den von Albert Einstein. Er arbeitet an einer neuen Sichtweise auf die Relativitätstheorie. Damit beeindruckte er Wissenschaftler vom Institute for Advanced Studies in Princeton.

Ein autistischer Junge, der als schwer erziehbar galt und sich unter der Fürsorge seiner Mutter frei entwickeln konnte, so dass er auf dem Weg zum Nobelpreis ist – eine nicht alltägliche Erfolgsgeschichte, die nur geschrieben werden kann, weil eine Mutter sich gegen alle Widerstände in ihrem Umfeld durchgesetzt hat, ihrem Gefühl vertraut und ihren Sohn SEIN lässt.

 

Quellen: nydailynews.com, bbc.comwakeup-world.com, indianapolismonthly.com

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Batterien auf Hanfbasis könnten die Speichertechnik revolutionieren http://www.gute-nachrichten.com.de/2015/06/wissen/batterien-auf-hanfbasis-koennten-die-speichertechnik-revolutionieren/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2015/06/wissen/batterien-auf-hanfbasis-koennten-die-speichertechnik-revolutionieren/#comments Mon, 01 Jun 2015 18:09:51 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10553 Dr. David Mitlin von der University of Alberta in Edmonton/Kanada, stellte im August 2014 einen Superkondensator vor, dessen Elektroden aus Hanf bestanden. Man kann in diesem Fall also durchaus von einer Hanfbatterie sprechen.

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© oswaldo / flickr.com (CC BY 2.0)

Superkondensatoren als Speicher, die sich schnell aufladen lassen und über eine hohe Kapazität verfügen sind ein unverzichtbarer Baustein, in der Kette der alternativen Energieerzeugung. Superkondensatoren bestehen typischerweise aus Graphen. Graphen wird aus Graphit, also aus Kohlenstoff, hergestellt. Die Gewinnung von Graphen ist sehr kostspielig. Neben der aufwendigen Herstellung ergibt sich auch ein technischer Nachteil, denn mit Graphen ist die Energiedichte nur begrenzt zu erhöhen.

David Mitlin ist bei der Suche nach besseren Stoffen für die Elektroden auf Hanf-Bast gestoßen. Durch einen Erhitzungsprozess, der in zwei Stufen abläuft, ist es seiner Forschungsgruppe gelungen, aus Hanf hochwertige Karbon-Elektroden herzustellen. Man erwärmt den Hanf 24 Stunden lang bei 176 Grad, danach erhitzt man kurzfristig den verbleibenden Rest auf 700 bis 800 Grad und erhält in der Folge Karbon-Nanoschichten. Man bekommt damit Elektroden, die billiger in der Herstellung sind, höheren Temperaturen ausgesetzt werden können und eine höhere Energiedichte liefern. Diese beträgt zwölf Wattstunden pro Kilogramm und ist somit um das Zwei- bis Dreifache höher als bei herkömmlichen Batterien. Einen Hanf-Akku kann man bis zu 100000-mal aufladen, bei einer Ladezeit von wenigen Minuten.

Das Team um Dr. Mitlin hat in der Zwischenzeit eine Start-Up Firma namens Alta Supercap gegründet, die zunächst kleinere Akkus herstellen und in Zukunft auch größere Batterien, etwa für Elektroautos, bauen wird.

Dr. Mitlin bemerkt dazu optimistisch: “Wir haben, sagen wir mal, das geheime Element gefunden. Die Phase des Beweises der Basistheorie eines vollständig funktionierenden Superkondensators haben wir hinter uns gelassen. Jetzt geht es an den nächsten Schritt, die kleinmaßstäbliche Produktion.”

Wenn man in der nahen Zukunft Super-Akkus bauen wird, deren Basis der billig zu erzeugende Hanf ist und die dann noch einen höheren Wirkungsgrad und eine längere Lebensdauer haben als Akkus, die das teure Graphen benötigen, so könnte dies den Durchbruch auf dem Akku-Markt bedeuten.

 

Quellen: acs.org, batteriezukunft.de, sensiseeds.com

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Das soziale Experiment mit dem 2 Euro-T-Shirt http://www.gute-nachrichten.com.de/2015/05/allgemein/das-soziale-experiment-mit-dem-2-euro-t-shirt/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2015/05/allgemein/das-soziale-experiment-mit-dem-2-euro-t-shirt/#comments Thu, 14 May 2015 09:26:18 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10539 Am 24. April fand wieder der Fashion Revolution Day statt. Dabei handelt es sich um einen jährlichen Aktionstag, der auf die Arbeitsbedingungen in der Textilbranche aufmerksam machen möchte, in dem in allen sozialen Medien Bilder der in den Kleidungsstücken eingenähten Etiketten gesammelt werden. In diesem Jahr mit dem Hashtag #whomademyclothes.

fashion revolution, positive nachrichten

Bild-Quelle: Fashion Revolution (Video screen capture)

Anlässlich dieses Ereignisses hat die Organisation Fashion Revolution in Berlin ein geniales Experiment durchgeführt und auf Video festgehalten. Man wollte hier Menschen testen, ob sie billige Mode kaufen, wenn sie darüber aufgeklärt würden, auf welche Weise sie produziert wird. Das Ergebnis zeigt, wie wichtig Aufklärung sein kann.

Das Fashion-Revolution-Team stellte mitten in der Hauptstadt einen Automaten auf, an dem vorbeilaufende Passanten die Möglichkeit hatten, ein 2 Euro-T-Shirt zu ergattern. Der Inhalt des Videos lässt darauf schließen, dass solch ein Schnäppchen für viele verlockend schien. Doch wer gewillt war, sich ein Shirt zu kaufen und die 2 Euro einwarf, bekam statt des Kleidungsstückes erst einmal schockierende Bilder von den Produktionsstätten auf einem Monitor gezeigt. Im Anschluss wurden die interessierten Käufer vor die Wahl gestellt, ob sie ihr Geld nachwievor für ein T-Shirt ausgeben oder lieber für die Fashion-Revolution-Bewegung spenden möchten. Viele taten letzteres. Die hoffnungsvolle Botschaft dieses interessanten Experiments ist: wenn die Menschen Bescheid wissen, ist es ihnen nicht egal!

Vielleicht ist das auch eine von vielen Möglichkeiten, die Menschen wieder von dem “Geiz ist Geil”-Motto hin auf mehr Fairness und Qualität mit ‘ner Portion guter Energie zu führen. Damit jeder was davon hat.

Alle weiteren Infos zur Fashion-Revolution-Organisation findet ihr unter fashionrevolution.org.

 

Quelle: fashionrevolution.org

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Ein bescheidener griechischer Held auf Rhodos http://www.gute-nachrichten.com.de/2015/05/erfolgsgeschichten/ein-bescheidener-griechischer-held-auf-rhodos/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2015/05/erfolgsgeschichten/ein-bescheidener-griechischer-held-auf-rhodos/#comments Tue, 05 May 2015 12:41:54 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10529 Letzte Woche trafen an der Küste von Rhodos Verzweiflung und Heldenmut aufeinander. Die Verzweiflung von jenen, die den gefährlichen Seeweg in klapprigen Booten wählen, um den Missständen in ihren Heimatländern in Afrika zu entfliehen und der Heldenmut von Einwohnern an der europäischen Mittelmeerküste.

Rhodos, held, hero, positive nachrichten

Rhodos
© ana_ge / flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Als Armeefeldwebel Antonis Deligiorgis mit seiner Frau Theodora letzten Montag um acht Uhr morgens in einem Café mit Seeblick Halt machten, um einen Tasse Kaffee zu trinken, waren seine Gedanken weit weg von Krieg, Unterdrückung und Diktatur im weit entfernten Eritrea. Die Welt von Wegasi Nebiat, einer 24-jährigen Bewohnerin von Eritrea, die in einem Boot saß, das sich auf die Insel zubewegte, war nicht präsent im Kopf von Antonis Deligiorgis und er hatte keine Vorstellung von dem, was kurze Zeit später geschehen sollte.

Er saß mit dem Rücken zur See, als das Boot mit Nebiat an Bord gegen die zerklüfteten Felsen an der Küste von Rhodos krachte. Das klapprige Boot, vollgestopft mit Syrern und Eritreern, kenterte innerhalb von Sekunden. Die Odyssee, die sechs Stunden zuvor im türkischen Hafen Marmaris begann, endete hier in der starken Strömung am Strand von Zefyros.

Für Nebiat begann die Reise nach Europa bereits anfangs März, als ihre Eltern 10.000 US-Dollar zahlten, damit ihre Tochter zu Fuß, mit dem Bus und dem Flugzeug in die “Freiheit” reisen konnte. Das Felsenriff war ihr erster Kontakt mit dem Kontinent, den sie unbedingt erreichen wollte. Sehr schnell lag sie im Wasser und klammerte sich an eine Boje.

Antonis Deligiorgis, Vater von zwei Kindern, erinnert sich: “Das Boot zerbrach innerhalb von Minuten. Es war so, als ob es aus Papier gebaut war. Da verließ ich das Café um zehn Minuten nach zehn Uhr. Eine Menge Leute liefen an den Schauplatz. Die Küstenwache war da, ein Super Puma Helikopter war in der Luft, eine Kolonne von Sanitätsautos war gekommen und Fischer haben sich in ihren Botten versammelt. Ohne eine Sekunde zu überlegen, tat ich das, was getan werden musste. Um zehn Uhr fünfzehn habe ich mein Hemd ausgezogen und war im Wasser.”

Deligiorgis brachte 20 von den 93 Gestrandeten eigenhändig ans Ufer. “Zuerst hatte ich meine Schuhe an, aber bald musste ich sie ausziehen”, erzählte er. “Das Wasser war voller Öl vom Boot und die Felsen waren schlüpfrig und sehr scharfkantig. Ich habe mir meine Hände und Füße ziemlich stark aufgeschnitten, aber alles an was ich denken konnte war, diese armen Leute zu retten.”

 

Was wurde aus Wegasi Nebiat?

Sie wurde ein paar Tage im Hospital beobachtet, da bei ihr der Verdacht auf Lungenentzündung bestand. Ihr persönliches Reiseziel war nicht Griechenland, sondern Schweden. Nach ein paar Tagen bestieg sie die Fähre nach Piräus, um ihre Reise in den Norden Europas fortzusetzen. Eine Reise, die in der Hauptstadt von Eritrea, Asmara, begann und sie über den Sudan mit einem gefälschten Reisepass in die Türkei führte. “Ich bin glücklich”, sagte sie, als sie wieder auf die Menschen traf, die mit ihr die Reise begonnen hatten. “Sehr glücklich, am Leben zu sein.”

Wenn Deligiorgis auf seine Heldentaten angesprochen wird, wird er ganz still. Er sagt, dass da keine Tapferkeit im Spiel gewesen wäre, sondern er habe nur “seine Pflicht als Mensch getan”. Allerdings räumt er ein, dass er das Gesicht von Wegasi Nebiat, als er sie aus dem Wasser gezogen hat, “niemals vergessen werde”.

Die Story (in Englisch) und Bilder hierzu findet ihr unter theguardian.com.

 

Quelle: theguardian.com

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Erfolgreichstes Recyclingmöbel der Welt aus Deutschland http://www.gute-nachrichten.com.de/2015/04/erfolgsgeschichten/erfolgreichstes-recyclingmoebel-der-welt-aus-deutschland/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2015/04/erfolgsgeschichten/erfolgreichstes-recyclingmoebel-der-welt-aus-deutschland/#comments Tue, 28 Apr 2015 09:41:19 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10448 Der Upcycler Oliver Schübbe fertigt aus alten Möbelteilen seine Regalkreation “Frank”. Seit rund 15 Jahren fertigt der Innenarchitekt aus Herford bei Bielefeld Sessel, Regale oder Tische aus weggeworfenen Einrichtungsgegenständen und Sperrmüll. 30 000 Exemplare seines Regals hat er bisher verkauft. Damit ist es das erfolgreichste Recyclingmöbel der Welt.

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Was für die einen Abfall ist, ist für Möbeldesigner Oliver Schübbe verwendbares Material, woraus er einzigartige Gebrauchsgegenstände fertigt.
© Reuse Warehouse Houston / flickr.com (CC BY 2.0)

Schübbe ist einer der Pioniere der “aus alt mach neu”-Bewegung in Deutschland, auch bekannt unter dem Begriff Upcycling. “Frank” wird aus Teilen ausrangierter Schreibtische und Schränke hergestellt. Sogar Tischtennisplatten finden ihren Weg hinein.

Der Trend zu Recyclingmöbeln hat in Berlin vor mehr als zehn Jahren begonnen. Inzwischen sind sie aber in ganz Europa begehrt.

Probleme, an Material zu kommen, hat Schübbe nicht. Rund sieben Millionen Tonnen Einrichtungsgegenstände, vom Hocker über den Schrank bis zum Bett, werfen die Deutschen pro Jahr weg. Das meiste davon landet in der Verbrennung.

Dennoch ist dem Pionier klar, dass seine Geschäftsidee keine generelle Blaupause für eine nachhaltige Möbelproduktion darstellt. Dafür ist die Fertigung per Hand viel zu aufwendig. Weiters fallen auch die Möbel dem Konsumwahn zum Opfer: Jede Saison muss schon was Neues her, Altes landet wieder im Müll.

Daher schwebt Schübbe längerfristig eine Art Leasingsystem für Möbel vor. Die Anbieter könnten sie am Ende ihres Lebens zurücknehmen und das Material wiederverwenden.

Bis das so weit ist, kämpft Schübbe weiter gegen die Möbelmüllberge mit seinen Upcyclingideen.

In folgendem kurzen Interview seht ihr den Macher selbst bei der Arbeit. Ab Minute 1:20 entdeckt ihr links im Hintergrund das Möbelstück Frank:

“Frank” gibt es zum Beispiel in Internetshops wie zweitsinn.de oder shop.recyclingboerse.org käuflich zu erwerben.

 

Quellen: green.wiwo.de, shop.recyclingboerse.org

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