Gute Nachrichten http://www.gute-nachrichten.com.de ... braucht der Mensch! Fri, 08 Jul 2016 18:24:53 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.5.3 Thailand pflanzt Millionen Bäume mithilfe von ″Samenbomben″ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/07/umwelt/thailand-pflanzt-millionen-baeume-mithilfe-von-samenbomben/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/07/umwelt/thailand-pflanzt-millionen-baeume-mithilfe-von-samenbomben/#respond Fri, 08 Jul 2016 18:24:53 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10885 Die Zahlen sprechen für sich. Auf Grund der globalen Abholzung sind von den ursprünglich 16 Millionen Quadratkilometer Wald auf der Erde heute noch 6,2 Millionen übrig. Die Folgen sind deutlich zu spüren: Millionen von Menschen bangen um ihre Existenz, Baum- und Tierarten sind vom Aussterben bedroht. Darüber hinaus beeinflusst die Abholzung massiv den Klimawandel.

Samenbomben, eng.: seed bombs

Samenbomben (seed bombs)
© Kevan / flickr.com (CC BY 2.0)

Unter den Baumarten sind der Kakaobaum, der Paranussbaum und die Acaipalme am stärksten gefährdet. Dort, wo kein Wald mehr ist, machen sich die industrielle Landwirtschaft und die Rinderzucht breit.

Thailand stemmt sich nun entschieden gegen eine weitere Abholzung seiner Wälder und strebt eine schnelle Aufforstung der abgeholzten Flächen an. Der Weg hierzu kann als einzigartig bezeichnet werden. Die Anbaumethode ist eine Kombination von so genannten „Seed Bombs“, also Samenbomben, und „aerial reforestation“, was so viel wie Aufforstung aus der Luft bedeutet.

Wie funktioniert nun das Ganze?

Man pflanzt Bäume und andere Pflanzen, in dem die Samen aus einem Flugzeug oder von einer Drohne über dem Brachland abgeworfen werden. Die Idee ist nicht neu, denn es gibt bereits seit 1930 Aufzeichnungen über Samenbomben, die in Honolulu von Flugzeugen abgeworfen wurden, um bestimmte Gebiete wieder aufzuforsten. Der Durchbruch für diese Pflanzmethode kam jedoch 1999, als der US-Konzern Lockheed Martin Aerospace plante, 900.000 Bäume innerhalb eines Tages zu pflanzen. Der Plan war, mit riesigen Transportflugzeugen in Schottland Samen abzuwerfen, um Wälder neu anzupflanzen. Dort wurden über einen Zeitraum von Jahrhunderten die ursprünglich vorhandenen Urwälder gnadenlos abgeholzt. Das Ganze konnte zum halben Preis, verglichen mit klassischen Pflanzmethoden, erledigt werden. Die Erfolgsquote bei dieser Anpflanzung aus der Luft liegt bei sehr guten 70 Prozent.

In folgendem kurzen Video seht ihr, wie diverse Pflanzen mit der seed-bomb-Methode neuen Lebensraum schaffen können.

Um mit Hilfe von Flugzeugen und Drohnen „Samenbomben“ abzuwerfen, ist eine grandiose Methode, um relativ preiswert und schnell zur Wiederaufforstung beizutragen. Das gefällt uns, da es mal eine sehr positive Sache ist, bei der diese Gerätschaften eingesetzt werden.

 

Quellen: bewusst-vegan-froh.de
Herzlichen Dank für den Tipp, liebe Regina! :)

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Haßfurt – ganz vorne bei der Gewinnung von Windgas http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/06/technik/hassfurt-ganz-vorne-bei-der-gewinnung-von-windgas/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/06/technik/hassfurt-ganz-vorne-bei-der-gewinnung-von-windgas/#respond Sat, 11 Jun 2016 15:15:18 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10876 Haßfurt, eine unterfränkische Kleinstadt am Main, ist auf dem besten Weg, bei der Energiewende „in der ersten Reihe“ mitzuspielen. Die Stadtwerke Haßfurt und die Firma „Greenpeace Energy“ aus Hamburg errichten am Mainhafen einen Elektrolyseur, der die Größe eines Containers hat.

Sich drehende Windturbine

© Doxi / flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Diese Anlage wird als eine der ersten in Deutschland in großen Mengen Sonnen- und Windstrom in Wasserstoff umwandeln und vor Ort ins Erdgasnetz einspeisen. Der so gewonnene Wasserstoff, auch „Windgas“ genannt, wird in Heizungsanlagen und in einem Kraftwerk zur Erzeugung von Wärme und Strom verfeuert. „Unser Elektrolyseur ist ein Leuchtturmprojekt, er bringt die Energiewende einen Riesenschritt voran“, sagt der Chef der Stadtwerke, Norbert Zösch, voller Stolz.

Mit der Gewinnung von Windgas könnte man das Hauptproblem der Windkraft und der Photovoltaik lösen, nämlich die Speicherung der überschüssigen Energie, die an windigen bzw. sonnigen Tagen vorhanden ist. Martin Thema, ein Wissenschaftler, der an der Technischen Hochschule in Regensburg über Energienetze und -Speicher forscht stellt klar: „Mit Windgas werden Wind- und Sonnenstrom speicherbar, denn die Kapazitäten des Erdgasnetzes sind gigantisch. Mit Windgas ist Öko-Strom auch in all den Zeiten verfügbar, in denen es windstill und dunkel ist. Und zwar über Tage und sogar Wochen hinweg.“ Umso bedeutender für die Zukunft des Ökostroms sind solche Pilotanlagen wie in Haßfurt.

Das Elektrolyseverfahren ist längst Grundlagenwissen der Physik, denn es wurde bereits vor etwa 200 Jahren vom italienischen Physiker Allessandro Volta entdeckt. Beim Elektrolyseverfahren wird durch Einsatz von Strom Wasser in seine Grundstoffe Sauerstoff und Wasserstoff zerlegt. Der Sauerstoff entweicht in die Atmosphäre und der Wasserstoff wird ins Erdgasnetz eingespeist. Daraus gewinnt man dann Strom und Wärme.
Die auf dem neuesten Stand der Technik befindliche Anlage in Haßfurt kommt aus dem Hause Siemens. Sie wird in etwa eine Million Kilowattstunden Windgas pro Jahr erzeugen. Niels Müller, Greenpeace-Energy-Vorstand schwärmt: „Die Technik ist serienreif. Durch den Praxisbetrieb wollen wir sie noch effizienter machen.“

Die Stadtwerke Haßfurt und Greenpeace-Energy hoffen, rasch Nachahmer für dieses Projekt zu finden. Niels Müller argumentiert: „Wenn Elektrolyseure in größerer Stückzahl gebaut werden, werden sie günstiger. Dann sinken die Preise für den erneuerbaren Wasserstoff.“ Zwei Millionen kostet die Anlage in Haßfurt und wenn alles reibungslos läuft, geht man davon aus, dass sich der Elektrolyseur in zehn Jahren amortisiert hat.

 

Quelle: sueddeutsche.de

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Äthiopien – Abgeholzte Steppen verwandeln sich in grüne Wälder http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/05/erfolgsgeschichten/aethiopien-abgeholzte-steppen-verwandeln-sich-in-gruene-waelder/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/05/erfolgsgeschichten/aethiopien-abgeholzte-steppen-verwandeln-sich-in-gruene-waelder/#respond Mon, 23 May 2016 20:41:44 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10862 Wer heute in die Stadt Sodo im Süden Äthiopiens kommt und dort das letzte Mal vor zehn Jahren gewesen ist, glaubt, seinen Augen nicht trauen zu können. Wo damals auf den umliegenden Bergen nur vereinzelte stachelige Büsche und nutzlose Kriechpflanzen zu sehen waren, wo die Bodenerosion tiefe Einschnitte geschaffen hatte und wo von Zeit zu Zeit Erdlawinen ins Tal stürzten, fressen heute Kühe saftiges Gras und der Wildbach plätschert ins Tal, so dass man glauben könnte, man wäre irgendwo in den Alpen auf einer Alm.

In Südäthiopien: Ein Farmer hält Ausschau in einer Baumkrone

In Südäthiopien: Ein Farmer hält Ausschau in einer Baumkrone.
© D-Stanley / flickr.com (CC BY 2.0)

Tony Rinaudo, ein australischer Agrarexperte aus Melbourne, kam 2006 nach Sodo und sah Berge, die aussahen, als ob sie einer einzigen Naturkatastrophe zum Opfer gefallen sind. Damals waren die Bewohner der Region Sodo auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Durch das seit vielen Generationen erfolgte Abholzen der Wälder und dem Übergrasen der Weiden konnten auf dem Boden keine Nahrungsmittel mehr gedeihen. Man hatte seine eigene Lebensgrundlage zerstört.

Dieses Problem kannte Tony Rinaudo bereits seit 1980 aus einer anderen Gegend in Afrika, nämlich aus dem westafrikanischen Staat Niger. Dort sollte er die sich ständig ausbreitende Wüste aufhalten. Er pflanzte jahrelang in großer Zahl Bäumchen, die alle wieder in der Hitze verdorrten. Doch Rinaudo kam auf eine Lösung des Problems. Er beschäftigte sich mit den kümmerlichen Trieben, die er in der Halbwüste fand und stellte fest, dass diese Triebe von früher gefällten Bäumen stammten, die aus einem unterirdischen Wurzelgeflecht bildeten und die nach jedem Regen aus dem Sand hervorkamen, um dann sehr rasch vom hungrigen Vieh abgefressen zu werden. Somit konnten diese Triebe nie zu kleinen Bäumchen heranwachsen. Mit dieser Erkenntnis kam für Rinaudo die zündende Idee: Neue Bäume pflanzen war überflüssig, man musste nur die vorhandenen Triebe schützen.

Diese Erkenntnis könnte für Afrika von größerer Bedeutung sein als Milliarden an Entwicklungshilfegeldern. Kein Erdteil hat mehr Bäume verloren als Afrika. Dabei muss man sich vor Augen halten, dass Bäume für den Erhalt unserer Erde die wichtigsten Eckpfeiler sind. Sie verhindern die Erosion des Bodens, speichern Regenwasser, halten den Boden feucht, spenden Schatten und einige geben wertvollen Stickstoff in den Boden ab. Mit der von Rinaudo entdeckten Methode könnten Millionen Hektar von zerstörtem Land wieder in intakte Wälder und saftige Weiden verwandelt werden.

Der Australier musste zunächst beweisen, dass seine These richtig ist. Dafür umzäunte er ein Versuchsfeld, um das Vieh fernhalten zu können. Die heranwachsenden Büsche schnitt er in Form zurecht und schon wenige Jahre später stand im Versuchsfeld ein kleiner Wald. Mittlerweile stehen in der von Rinaudo in Niger betreuten Region etwa 200 Millionen Bäume. Rinaudo ging davon aus, wenn seine Methode im Halbwüstenstaat Niger funktioniert, dann müsste sie im klimatisch günstigeren Südäthiopien erst recht von Erfolg gekrönt sein.

Grüne Fälder in Südäthiopien

Südäthiopien
© luigig / flickr.com (CC BY 2.0)

Fünfzig Kilometer südlich von Dodo liegt das Dorf Humbo zu Füßen eines Berges der vor zehn Jahren wie der nackte Buckel eines Nilpferdes aussah. Von Wald war keine Spur mehr zu sehen.
Anfangs war die Bevölkerung ihm gegenüber sehr skeptisch. Man hielt ihn für einen Scharlatan. Einer seiner ersten Verbündeten in Humbo war Katmar Anato, dessen Farm unmittelbar am Fuße des „Nilpferdbuckels“ lag und dessen Ernte des Öfteren von Schlammlawinen zerstört wurde. Er war bereit, Rinaudo eine Chance zu geben. Es war sein Glück, denn es donnern keine Schlammlawinen mehr auf seine Felder. Heute wachsen Fruchtbäume, Kaffeebüsche und Mausstauden auf seinem Land und Anato sagt: „Man hat das Gefühl, in einem Kühlschrank zu sitzen.“ Das Gefühl trügt ihn nicht, denn Rinaudo hat nachgemessen, dass die Bodentemperatur unter einem Baum bei großer Mittagshitze bis maximal 36 Grad ansteigt, während sie auf freiem Feld auf 71 Grad hochklettert.

Mittlerweile ist es nicht nur Anato, der an die Methoden von Rinaudo glaubt, sondern es haben sich mehr als 5000 Mitglieder der Initiative angeschlossen. Die Menschen von Dodo und Humbo sind nicht mehr auf Lebensmittelhilfe angewiesen. Die Verhältnisse haben sich umgekehrt, denn bereits vor zwei Jahren konnte Humbo einhundert Tonnen seiner Maisüberschüsse an das Welternährungsprogramm der UNO verkaufen!

Bezahlt werden die Projekte aus dem Finanzausgleich zwischen Umweltsündern und Öko-Initiativen aus der Dritten Welt. Unternehmen aus Industrieländern können ihren CO2-Ausstoß mit Zahlungen an Projekte in Entwicklungsländern ausgleichen und somit zur Wiederaufforstung beitragen. Seit dem Jahr 2010 bekommen die insgesamt sieben initiativen in Humbo pro Jahr zwischen 35000 und 70000 US-Dollar an Finanzhilfe. Dies sind gigantische Summen für dortige Verhältnisse.

 

Quelle: tagesanzeiger.ch

Herzlichen Dank für den Tipp, lieber Dan! ;)

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Für Neuseeland sind jetzt alle Tiere empfindungsfähige Lebewesen http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/04/allgemein/fuer-neuseeland-sind-jetzt-alle-tiere-empfindungsfaehige-lebewesen/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/04/allgemein/fuer-neuseeland-sind-jetzt-alle-tiere-empfindungsfaehige-lebewesen/#respond Sat, 30 Apr 2016 07:16:47 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10852 Die Regierung von Neuseeland hat einen geradezu unglaublichen Präzedenzfall geschaffen: Sie hat per Gesetz festgeschrieben, dass alle Tiere empfindungsfähig sind und die gleichen Gefühle haben wie wir Menschen. Alle Naturliebhaber werden diese Nachricht mit großer Freude aufnehmen – so wie wir.

Ein Kiwi in der Natur

Ein Kiwi in freier Natur – das wohl bekannteste Tier Neuseelands.
© denisbin / flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Dieses Gesetz markiert einen bedeutsamen Schritt in der öffentlichen Wahrnehmung, wo man bisher allenfalls einigen Tieren Schutz gewährte. Das Gesetz mit dem Namen Animal Welfare Bill, das bereits im Februar 2016 rechtskräftig wurde, wird dazu führen, dass jeder, der Tiere misshandelt oder jene für Tierversuche verwendet, bestraft wird. Die Jagd und die Gefangenhaltung von wilden Tieren sind ab sofort illegal.

Dr. Virginia Williams, Vorsitzende des Nation Animal Ethics Advisory Committee sagt: „Die Deutlichkeit (im Gesetzestext) ist es, was neu ist und einen weiteren Schritt in Richtung Wohlergehen von Tieren markiert.“ Der Präsident der New Zealand Veterinary Association, Dr. Steve Merchant, bemerkt: „Die Erwartungen an das Wohlergehen von Tieren haben sich schlagartig geändert und lassen das Wirklichkeit werden, was bisher nur als Binsenweisheit  für Haustiere und den Viehbestand auf Bauernhöfen galt. Das Gesetz bringt die Gesetzgebung auf eine Linie mit der sich ändernden Haltung unserer Nation gegenüber dem Stellenwert von Tieren in unserer Gesellschaft.“

Mögen weitere Länder den Neuseeländern folgen.

 

Quelle: ferocesmente.com

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Die ″Seekuh″ soll die Meere säubern – Ein Katamaran als Müllabfuhr http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/04/umwelt/die-seekuh-soll-die-meere-saeubern-ein-katamaran-als-muellabfuhr/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/04/umwelt/die-seekuh-soll-die-meere-saeubern-ein-katamaran-als-muellabfuhr/#respond Fri, 08 Apr 2016 19:28:42 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10840 Seit Jahren warnen Wissenschaftler und Umweltschützer vor den Problemen für unsere Umwelt, die durch Plastikmüll in den Weltmeeren entstehen. Eine kleine Werft in Lübeck baut zurzeit ein Schiff, das eingesetzt werden soll, um den im Meer treibende Plastikabfall einzusammeln. Dabei handelt es sich um einen Katamaran namens „Seekuh“, der im Auftrag des Vereins „One Earth – One Ocean“ auf der Werft „Lübeck Yacht Trave Schiff GmbH“ gebaut wird.

Lübeck

Lübeck: Dort wird derzeit die Seekuh gebaut.
© K.ristof / flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Günther Bonin, der Vorsitzende von „One Earth – One Ocean“ sagt: „Von Sommer 2016 an soll die Seekuh als Müllabfuhr der Meere im Einsatz sein.“ Er hat zusammen mit der Werft und dem Kieler Ingenieur Dirk Lindenau das Schiff entwickelt. Dirk Bonin beschreibt gegenüber der „taz“, die Arbeitsweise des Schiffs folgendermaßen: „Zwischen den jeweils zwölf Meter langen Rümpfen wird eine bewegliche Neukonstruktion angebracht. Damit fischen wir an der Wasseroberfläche treibende Kunststoffteile ab, während sich der Katamaran mit einer Geschwindigkeit von etwa zwei Knoten, also knapp vier Kilometern pro Stunde übers Wasser bewegt.“ Der Antrieb des Schiffes erfolgt mittels Solarenergie. Die Schiffbauer mussten ein besonderes Problem bewältigen, nämlich die Vorgabe, dass der Katamaran zerlegbar sein muss.

Dirk Lindenau sagt dazu: „Seine acht Module können in Container verpackt und so an jedem Ort der Erde gebracht werden. Der Katamaran ist hauptsächlich für den Einsatz in Küstennähe und auf Binnengewässern gedacht, denn die Netze reichen nur etwa drei bis vier Meter tief.“

Modell der Seekuh

Ein Modell der Seekuh – so könnte sie mal aussehen.
© oneearth-oneocean.com

Pro Fahrt kann die „Seekuh“ etwa zwei Tonnen Müll einsammeln. Der Preis für ein solches Schiff bewegt sich um etwa 250.000 Euro. Sollte sich der Prototyp bewähren, wird Dirk Bonin weitere Seekühe in Auftrag geben. Werft-Geschäftsführer Till Schulze-Hagenest freut sich: „Wir sind stolz auf diesen innovativen Auftrag. Der Katamaran ist eine spannende Herausforderung.“

Der Naturschutzbund Deutschland ist von der Idee sehr angetan, große Plastikteile aus dem Meer zu fischen. Man muss sich vor Augen halten, dass jährlich etwa zehn Millionen Tonnen Plastikabfälle in den Weltmeeren landen. Stephan Lutter, Meeresschutzexperte des WWF, sagt: „Von daher ist solch ein Müllsammelschiff allemal einen Versuch wert.“

In folgendem Video stellt Günther Bonin, Gründer von „One Earth – One Ocean“, den Zweck dieses Vereins vor und sagt auch ein paar kurze Worte über die Seekuh:

 

Quellen: oneearth-oneocean.com, taz.de

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Venezuela verbietet gentechnisch verändertes Saatgut http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/03/umwelt/venezuela-verbietet-gentechnisch-veraendertes-saatgut/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/03/umwelt/venezuela-verbietet-gentechnisch-veraendertes-saatgut/#respond Fri, 04 Mar 2016 16:55:26 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10829 Am 23. Dezember 2015 hat das venezolanische Parlament ein Gesetz verabschiedet, das den Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut in dem südamerikanischen Land verbietet. Nachdem der Staatspräsident Maduro jetzt das Gesetz unterzeichnet hat, ist es rechtskräftig. Es sieht vor, dass nur herkömmliches und traditionelles Saatgut zum Einsatz kommen darf und dass der ökologische Landbau gefördert wird. Damit ist die Gentechnik in Venezuela buchstäblich vom Acker!

Grüne Wiesen, Wälder und Blumen vor dem Kukenán Tafelberg im Bundesstaat Bolívar in der Region Guayana in Venezuela.

© timsnel / flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Über das Gesetz wurde zwei Jahre beraten und man kam zu dem Schluss, dass auch Pflanzen und Samen zu den Lebewesen gezählt werden und dass es keine Patente auf alle Formen von Lebewesen geben darf. Bereits im Jahr 2014 fand die Gesetzesvorlage eine Mehrheit im Parlament.

Das nationale Landwirtschaftsinstitut argumentiert, dass das Land in der Lage sei, sein eigenes Saatgut zu produzieren, obwohl Venezuela den Großteil seiner Lebensmittel importiert. Das Gesetz hat zum Ziel, dass es in Zukunft eine nachhaltige Landwirtschaft in Venezuela geben soll. Man spricht von einen „ökosozialistischen“ Modell. Des Weiteren plant man Saatgutbanken, die im Interesse der Produktion von Nahrungsmitteln und der Landwirtschaft stehen und streng kontrolliert werden.

Wer gentechnisch verändertes Saatgut importiert, verkauft oder verbreitet, soll empfindlich bestraft werden.

Alle Achtung vor einem Staat, der trotz großer wirtschaftlicher Probleme an die Gesundheit und das Wohlergehen seiner Bewohner denkt.

 

Quelle: latina-press.com
Herzlichen Dank für den Tipp, liebe Sus! ;-)

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Nanopartikel-Filterung: Neue Methode zur Entgiftung von Wasser http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/02/umwelt/nanopartikel-filterung-neue-methode-zur-entgiftung-von-wasser/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/02/umwelt/nanopartikel-filterung-neue-methode-zur-entgiftung-von-wasser/#respond Thu, 11 Feb 2016 16:28:58 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10822 Mit dem Wort „nano“ verbindet man ganz automatisch den Begriff „winzig klein“. Winzig kleine Partikel finden häufig Verwendung in medizinischen und kosmetischen Produkten und etwa in Smartphones. „Winzig klein“ birgt jedoch so manche Problematik: Nanopartikel, Nanoröhrchen, Nanodrähtchen und andere Nanomaterialien, die unsere Technik verbessern helfen, finden sehr leicht ihren Weg in unser Wasser und vergiften dieses in einem noch nicht erforschten Ausmaß.

Trinkwasser: Wasserglas und -krug, gefüllt mit sauberem Trinkwasser

© Global2000 / flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Die Environmental Protection Agency (EPA) in Washington/USA nennt mehr als 1000 handelsübliche Produkte, die Nanomaterial enthalten und man kennt noch nicht genau die Auswirkungen auf unsere Umwelt.

Yoke Khin Yap, Physikprofessorin an der Michigan Technology University, argumentiert: „Schauen Sie auf Plastik. Dieses Material hat in den letzten Jahrzehnten die Welt verändert – aber können wir die Ozeane von all dem Plastikmüll reinigen? Wir arbeiten daran, Plastikteile in Metergröße zu  entsorgen, aber was geschieht, wenn wir das Wasser von Nanopartikeln reinigen möchten?“
Auf diese Herausforderung fokussiert sich eine Studie, deren Co-Autorin Frau Yap ist und die im Fachjournal Applied Materials and Interfaces erschienen ist. Yap und ihr Team fanden einen neuartigen und sehr einfachen Weg, um nahezu 100 Prozent Nanomaterial aus Wasser zu entfernen.

Die Methode klingt wie ein Rezept zur Herstellung eines Salatdressings: Man nehme Wasser, streue etwas Nanomaterial hinein und versetze es mit Öl. Danach schüttle man das Ganze. Wasser und Öl vermischen sich nicht, aber wenn man es zusammen schüttelt kommt eventuell ein gutes Salatdressing dabei heraus, weil die Mischung aus Öl und Wasser zum Beispiel Basilikum binden kann. Im vorliegenden Fall geschieht genau das mit den Nanopartikeln, denn diese werden durch die Wasser-Öl-Mischung eingefangen. Diese Tests wurden erfolgreich mit folgenden Nanopartikeln durchgeführt: Nanokohlenstoffröhrchen, Bornitridnanoplättchen und -nanoröhrchen, Graphene, sowie Zinkoxidnanodrähtchen.

Dongyan Zhang, Physikprofessor in Michigan sagt, dass auf Grund der Winzigkeit der Materialien Filter oder engmaschige Netze zur Reinigung von vergiftetem Wasser nicht geeignet sind. Die relativ einfache „Schüttelmethode“ eignet sich jedoch für  ein- und zweidimensionale Nanopartikel. Auf Grund der Einfachheit dieses Verfahrens, ist es sinnvoll dieses anzuwenden.

Yap, Zhang und die anderen Co-Autoren schreiben: „Um die neue Technologie idealerweise erfolgreich anzuwenden, muss gezeigt werden, das die Technologie keine negativen Einflüsse auf die Umwelt hat.“ Die negativen Einflüsse kann man jedoch nur mithilfe  einer einfachen Entgiftungsmethode, wie sie die Forscher entwickelt haben, verhindern.

 

Quellen: mtu.edu; pubs.acs.org
Herzlichen Dank für den Tipp, liebe Jean! :)

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″Perspective Daily″: Medien-Start-Up will über Lösungen sprechen http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/01/kultur/perspective-daily-medien-start-up-will-ueber-loesungen-sprechen/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/01/kultur/perspective-daily-medien-start-up-will-ueber-loesungen-sprechen/#respond Sun, 17 Jan 2016 11:01:18 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10808 Ein Start-Up aus Münster will den konstruktiven Journalismus in Deutschland salonfähig machen. Das Rezept der drei Naturwissenschaftler: Ein tägliches Medienpaket mit gut recherchiertem, wissenschaftlich fundiertem und lösungsorientierten Journalismus.

Perspective Daily

Die Gründer von Perspective Daily: Bernhard Eickenberg, Maren Urner und Han Langeslag.
© Perspective Daily

„Die Wirklichkeit hat immer Licht und Schatten. Die Medien transportieren mit Vorliebe den Schatten, das Schreckliche. Gut wenn sich jemand die Mühe macht, auch das Licht, die Ermutigung zu verbreiten!“ Ernst Ulrich von Weizsäcker, ehemaliges Mitglied des Bundestages und Ko-Präsident des Club of Rome, hat die Notwendigkeit guter Nachrichten erkannt: Wenn man die Menschen ermutigen möchte, etwas zu verändern, darf man sie nicht permanent mit Hiobsbotschaften zermürben.

Diese Erkenntnis kommt nun auch langsam bei den Medienmachern in Deutschland an. Denn nicht nur, dass Zeit, Spiegel und Co immer öfter vom Konstruktiven Journalismus reden und schreiben: Mit Perspective Daily geht demnächst – Erfolg bei der Crowdfunding-Kampagne vorausgesetzt – ein neues Online-Medium an den Start, das sich dem Prinzip voll und ganz verschrieben hat.

Maren Urner, Han Langeslag und Bernhard Eickenberg heißen die Gründer des Start-Ups. Sie werkeln seit fast einem Jahr in der Gründergarage der Universität in Münster an Perspective Daily. Die Idee, die dem Projekt zugrunde liegt, erklärt Langeslag so: „Wir beschreiben nicht nur Probleme, sondern versuchen, bestehende Lösungen und Ideen vorzustellen.“ In den Worten des amerikanischen Psychotherapeuten Steve de Shazer, auf den sich drei gerne beziehen, heißt das: „Das Reden über Probleme schafft Probleme, das Reden über Lösungen schafft Lösungen.“ Das gelte gerade auch für Medien, sind sich die Gründer sicher.

Diese Ansicht ist gut begründet: Die Idee des konstruktiven Journalismus, der in den USA, den Niederlanden und Skandinavien schon wesentlich verbreiteter ist, ruht auf einem soliden, wissenschaftlichen Fundament. Studien zeigen, dass die Leser eines Artikels viel eher die Existenz des beschriebenen Problems anerkennen, wenn der Autor es ihnen nicht als Sackgasse präsentiert, sondern auch Auswege mit aufzeigt. Und nicht nur das: Auch die Bereitschaft, das eigene Verhalten zu ändern, steige mit dem Aufzeigen von Lösungen und guten Beispielen. „Destruktive“ Medien, die nur bad news für good news halten, seien in vielen Fällen sogar mit verantwortlich für Antriebslosigkeit, Stress und ein negatives Weltbild.

© Perspective Daily

© Perspective Daily

Bei der Recherche wollen die drei promovierten Naturwissenschaftler sehr gründlich vorgehen und wissenschaftliche Arbeits- und Dokumentationsstandards einhalten – ein Anspruch, den Massenmedien nach Ansicht der Gründer aufgrund von Zeit- und Kostendruck heute längst aufgegeben hätten. Zahlen und Fakten sollten stets nachvollziehbar mit Studien belegt werden.

Als Vorbild dient den drei Gründern und ihrem Team De Correspondent aus den Niederlanden, das seine Leser seit über zwei Jahren mit konstruktiven Nachrichten versorgt. Wie beim niederländischen Vorbild sollen die Perspective-Daily-Mitglieder einmal am Tag Zugriff auf das neueste  Beitrags-Paket erhalten. „Das wird nicht hyperaktuell, sondern reflektiert und relevant sein“, sagt Langeslag. Die Verdaulichkeit ihrer Wissenskost wollen die drei mit eingestreuten Spielen, Rätseln und einer schlanken Optik erhöhen – auch hier stützen sie sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse. Der Correspondent überzeugte mit diesem Rezept bisher über 40.000 Abonnenten – und kann so nicht nur auf Werbung verzichten, sondern den festen Redakteuren auch genügend Zeit geben, um gründlich zu recherchieren.

Auf einen ähnlichen Erfolg hofft das Team um Perspective Daily, wenn im Januar die einmonatige Crowdfunding-Phase beginnt. In dieser Zeit wollen die drei mindestens 12000 Menschen überzeugen, für 42 Euro für zunächst ein Jahr Mitglied zu werden, und so den Betrieb für diese Dauer finanzieren. Damit das gelingt, gehen die Macher währenddessen auf Diskussions-Tournee durch Deutschland, auf der sie mit Interessierten über Journalismus und Perspective Daily diskutieren wollen – konstruktiv, versteht sich.

Zu allen weiteren Infos und zur Anmeldung geht’s hier entlang: perspective-daily.de.

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Titikakasee: Rettung des größten Süßwassersees Südamerikas http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/01/umwelt/titikakasee-rettung-des-groessten-suesswassersees-suedamerikas/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/01/umwelt/titikakasee-rettung-des-groessten-suesswassersees-suedamerikas/#respond Sat, 16 Jan 2016 14:50:49 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10798 Die Regierungen von Bolivien und Peru wollen mit einem Zehnjahresplan Südamerikas größten Süßwassersee sanieren. Die Regierungen der beiden Länder unterschrieben am Samstag, 08.01., einen bilateralen Zahnjahresvertrag zur Zusammenarbeit, um den Titikakasee mittels einer Investition von mehr als 400 Mio $ zu sanieren und zu schützen. Der Vertrag wurde in der Bolivianischen Hauptstadt La Paz, von den jeweiligen Umweltministern unterschrieben und war das Ergebnis eines Treffens hoher Politiker der Länder im Juni 2015.

Isla del Sol: eine zu Bolivien gehörende Insel im Titicacasee. © eduardorudas / flickr.com (CC BY 2.0)

Isla del Sol: eine zu Bolivien gehörende Insel im Titicacasee.
© eduardorudas / flickr.com (CC BY 2.0)

Die Bolivianische Umweltministerin Alexandra Moreira sagte: „Am 23. Juni hatten Peru und Bolivien ein historisches Treffen eines erweiterten Kabinetts. Wir sind stolz, dass der Umweltsektor als Erster direkte und konkrete Resultate vorlegt, indem dieser Vertrag unterschrieben wird und Richtlinien zur Rettung/Erholung des Titikakasees festlegt.“ Moreira fügte hinzu, dass der Vertrag die Wiederherstellung der Umwelt besonders hervorhebt und dass seine Umsetzung die Umweltverwaltung des gemeinsamen Sees, durch bi-nationale, umfassende Management Programme besser koordinieren wird. Der Bolivianische Außenminister David Choquehuanca sagte, dass die beiden Länder daran arbeiten, ein bi-nationales Forschungszentrum aufzubauen, welches die Aufgabe hat, die biologische Vielfalt des Titikakasees wieder herzustellen. Laut Bolivianischem Umweltministerium wird es eine erste Initiale-Investition von 63 Mio $ geben, um die Wasserbehandlung zu verbessern, dann eine mittelfristige Investition von 117 Mio $. Bis 2025 wollen beide Regierungen zusammen 400 Mio $ investieren.

Der Peruanische Umweltminister Manuel Pulgar sagte außerdem: „Ich begrüße, dass der plurinationale Staat von Bolivien und Peru jetzt schon konkrete Schritte und konkrete Investitionen für die Pflanzen-Abwasser-Behandlung (im Original: plants’ wastewater treatment) in Angriff nimmt, denn das ist das Hauptproblem mit welchem der See konfrontiert ist.“

© johrling / flickr.com (CC BY 2.0)

© johrling / flickr.com (CC BY 2.0)

Der Titikakasee liegt 4000 Meter über dem Meeresspiegel und ist der größte Süßwassersee Südamerikas. Minen und Industrie in der Nähe der Ufer habe in den vergangenen 50 Jahren die Verunreinigung des Wassers verursacht. Drei Millionen Menschen in Bolivien und Peru hängen auf die ein oder andere Weise von des Ressourcen des Sees ab. Der Titikakasee ist außerdem ein wichtig touristisches Ziel.

 

Den Originalartikel auf Englisch findet ihr unter: www.telesurtv.net/english

Übersetzung P. Geissler-Heinze – herzlichen Dank dafür.

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Aus alter Reiselust wird aktuelle Freude http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/01/kultur/aus-alter-reiselust-wird-aktuelle-freude/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/01/kultur/aus-alter-reiselust-wird-aktuelle-freude/#respond Tue, 05 Jan 2016 11:11:15 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10789 Spezial-Recycling für einen guten Spenden-Zweck

Spenden sind eine gute Sache, stimmt doch, oder? Wäre das eine Hörerfrage an Radio Eriwan, würde die Antwort lauten: „Im Prinzip ja, aber…“. Bei Parteienspenden z.B. gibt es nämlich bestimmt ganz unterschiedliche Bewertungen. Auf so ein schmales Brett wollen wir uns mit unserer kleinen Geschichte gar nicht begeben. Denn erstens handelt es sich um einen, zweifelsfrei guten, sozialen und humanitären Spendenzweck. Und zweitens ist es eine (unseres Wissens) neue Spenden-Idee eines kleinen Reisebüros im Ruhrgebiet. Sie besticht durch eine ganz eigene Logik, bei der kein riesiger Geldbetrag und nicht viel Drumherum nötig war.

Ein Haufen gebrauchter Reiseführer

Das Foto zeigt die gebrauchten Reiseführer, die eine ältere Dame auf einen Rutsch abgegeben hat. Gerne haben die Reisebüro-Mitarbeiter mit angepackt und die schwere Tasche vom parkenden Auto in den Laden getragen. ″Ich finde es schön, dass Sie mit dieser Idee dem Hospiz helfen″, lobte die Dame.
© M.Krawutschke

In dem Reisebüro hatte man sich nach Ende der letzten Sommerferien gedacht, jetzt sei der richtige Zeitpunkt: Wir sammeln alte Reiseführer ein und spenden dafür jeweils 5 € an das Hospiz im Stadtteil. In vielen Haushalten liegen die Bücher dann nur noch im Schrank und werden nicht mehr gebraucht. Darüber hinaus sollte die eingesammelte alte Reiseliteratur zum Weiterverkauf an den Secondhand-Laden der Sozialeinrichtung übergeben werden.

Das traf auf positive Resonanz, obwohl sich gerade wegen der Flüchtlingswelle ein großer Teil der Hilfs- und Spendenbereitschaft auf diese Notlage richtete. So erhielt das Reisebüro zu seiner Spendenaktion folgende Facebook-Nachricht: „Die Not der Flüchtlinge steht natürlich bei den aktuellen Spendenaktionen im Vordergrund. Das ist gut so. Diese Menschen, die bei uns vor einem ungewissen und völlig neuen Leben stehen, brauchen das dringend. Aber mindestens genauso brauchen das auch die Menschen, die bei uns kurz vor dem Ende ihres Lebens stehen. Und auch die, die sie dabei begleiten.“

Erfreut und dankbar darüber, wie groß die Unterstützung für die Spendenidee war, zeigte sich natürlich die Hospiz-Geschäftsführung, und nahm vor Weihnachten den Scheck über immerhin 500 € im Namen der Bewohner und Mitarbeiter entgegen. So wurde aus vergangenen Reiseträumen aktuelle Hilfe – quasi per Spezial-Recycling.

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