Gute Nachrichten http://www.gute-nachrichten.com.de ... braucht der Mensch! Tue, 26 Sep 2017 17:14:39 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.8.2 3 – 6 Milliarden Plastikstrohhalme: Berliner Start-up bietet eine wiederverwendbare Alternative http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/09/umwelt/3-6-milliarden-plastikstrohhalme-berliner-start-up-bietet-eine-wiederverwendbare-alternative/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/09/umwelt/3-6-milliarden-plastikstrohhalme-berliner-start-up-bietet-eine-wiederverwendbare-alternative/#respond Tue, 26 Sep 2017 17:04:43 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11117 Etwa 3-6 Milliarden Plastikstrohhalme werden pro Tag weltweit benutzt. Das sind ca. 900 Tonnen Plastikmüll, die täglich alleine durch Strohhalme entstehen. Circa 40 Milliarden Plastikstrohhalme werden allein in Deutschland pro Jahr “verbraucht”. Das ist (bei einem 20cm Trinkhalm) ungefähr 20x die Strecke von der Erde zum Mond (384.400 km). Eine ungeheure Menge für einen Gegenstand, der in der Regel nach der Nutzung in den Müll wandert. Beim jährlichen Ocean Cleanup Day gehören, nach Zählungen der Ocean Conservancy, Strohhalme aus Plastik zu den Top 5 Dingen, die an Stränden und sonstigen Wasserwegen gefunden werden.

Glas-Trinkhalme in Gläsern gefüllt mit Wasser, Zitronenscheiben und Minzblättern

Eine Alternative zu Plastikstrohhalmen: Wiederverwendbare Halme aus Glas.
© halm.co

An den deutschen Küsten ist der Plastikstrohhalm zwar nicht das Hauptproblem, wegen seiner Kurzlebigkeit ist er aber ein Symbol für unseren sorglosen Umgang mit Kunststoffen.

Dr. Kim Cornelius Detloff, Teamleiter Meeresschutz beim NABU

 
Das Berliner Start-up HALM will mit Trinkhalmen aus Glas eine umweltfreundliche, da wiederverwendbare und zu 100 Prozent recyclebare Alternative schaffen. Die Idee dazu kam dem Gründerpaar und ehemaligen Chal-Tec Managern Hannah Cheney und Sebastian Müller bei einer spontanen Strandsäuberungsaktion auf der Insel Koh Phayam vor der Westküste Thailands. “Gefühlt war jeder zweite Gegenstand ein Plastikstrohhalm”, so Müller.

 

Gesundheitliche Risiken von Plastikstrohhalmen

 
Plastikstrohhalme schaden nicht nur der Umwelt. Das meiste Plastik, das im Alltag Verwendung findet, enthält Weichmacher, wie hauptsächlich das hochgiftige BPA (Bisphenol A), so auch Strohhalme aus Plastik. Bei kühlen Getränken bleibt die Kunststoffverbindung zwischen Kunststoffpolymer und BPA bestehen. Durch Säure, Alkohol oder Hitze kann sich das BPA aus dem Strohhalm lösen und gerät dann über die Schleimhäute in den Blutkreislauf des Konsumenten. Der auf der Suche nach einem Östrogenersatz entdeckte Weichmacher kann den Hormonhaushalt stören und außerdem die Entstehung von Herzkreislauferkrankungen, Leberproblemen und Diabetes fördern. (zentrum-der-gesundheit.de)

Zwei Gläser gefüllt mit rotem Obstsmoothie und darin befindet sich je einem Trinkhalm aus Glas.

© halm.co

 

Die Alternative aus Glas

 
Neben den ebenfalls voll recyclebaren Trinkhalmen aus Edelstahl schafft HALM eine weitere ökologische Alternative, die völlig geschmacksneutral und ein sehr angenehmes Gefühl im Mund haben soll. Das Berliner Startup hat seit dem Launch Mitte des Jahres 15 Gastronomiebetriebe in Berlin von der Nutzung von Glastrinkhalmen überzeugen können. “Wir erhalten momentan sehr positives Feedback aus der Gastronomie.” (Sebastian Müller) Durch die hygienischen Eigenschaften von Glas können die Trinkhalme nach der Nutzung einfach zum Besteck in die Spülmaschine gestellt werden. HALM bietet zurzeit für Endkunden Glastrinkhalme in den Längen 15, 20 und 23cm (gebogen und gerade) im eigenen Online Shop an. Für die Gastronomie gelten besondere Preise.

 

Das Streben nach einer möglichst ökologischen Firma

 
Nachhaltigkeit wird in dem Berliner Unternehmen groß geschrieben. Von der Verpackung der Trinkhalme bis zu der ersten Plakat-Kampagne in Berlin: Alle Materialien kommen ohne die Verwendung von Mineralölen aus. Das SCHOTT®-Spezialglas das in Deutschland unter anderem weltweit für den Einsatz in Laboren oder Sterne-Restaurants produziert wird, wird zu ca. 70% durch die Verwendung von Strom aus Sonnenenergie gewonnen.

 

Das Unternehmen setzt sich momentan aus den beiden Gründern und jüngst aus drei weiteren Mitarbeitern zusammen. In den kommenden Wochen wird HALM auf verschiedenen Gastronomie -und Food-Messen in ganz Deutschland anzutreffen sein.

Alle weiteren Infos findet ihr unter halm.co.

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Nachhaltige Forstwirtschaft: Zurück zur Natur, zurück zum Mischwald http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/09/umwelt/nachhaltige-forstwirtschaft-zurueck-zur-natur-zurueck-zum-mischwald/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/09/umwelt/nachhaltige-forstwirtschaft-zurueck-zur-natur-zurueck-zum-mischwald/#respond Wed, 06 Sep 2017 18:14:55 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11101 Bäume wohin das Auge blickt? Das war einmal. Das Ende der Zeiten, in denen Mitteleuropa weitestgehend von Wald bedeckt war, brach vor etwa 10.000 Jahren an. Damals gaben die Menschen ihr Jäger- und Sammler-Dasein auf, wurden sesshaft, sattelten um auf Ackerbau – und rodeten zur Gewinnung von landwirtschaftlichen Anbauflächen Wald. Das tun sie zum Teil bis heute, und wenn sie es nicht zur Gewinnung landwirtschaftlicher Nutzflächen tun, dann weil Holz ein begehrter Rohstoff ist.

Mischwald mit Laub- und Nadelbäumen

Photo by Jerzy Gorecki on pixabay.com

Aktuell ist mit 11,4 Millionen Hektar noch knapp ein Drittel der Gesamtfläche Deutschlands mit Wald bedeckt. Wenn man bedenkt, dass der Wald wichtiger Bestandteil des Ökosystems, Lebensraum für Tiere, wichtiger Sauerstoffproduzent und Kohlendioxid-Speicher und nicht zuletzt Erholungsort für den gestressten modernen Menschen, ist das schon bedauerlich wenig. Doch es gibt auch Nachrichten, die hoffnungsvoll stimmen. Beispielsweise die, dass in der Bundesrepublik die Waldfläche nicht weiter ab-, sondern wieder zunimmt. In den letzten zehn Jahren immerhin um 0,4 Prozent, das entspricht rund 50.000 Hektar.

Richtig ist allerdings auch: Quantität ist nicht alles. Die typische Waldform war früher der Mischwald, der hauptsächlich aus Laubbäumen bestand. In dieser ursprünglichen Form sind bei uns nur wenige Flächenprozent des Waldes erhalten. Der Großteil der Waldflächen besteht heute aus “Forst”, das heißt, holzwirtschaftlich genutztem Baumbestand, der regelmäßig abgeholzt und wieder aufgeforstet wird. Die intensive Nutzung in Kombination mit der Nachfrage der holzverarbeitenden Industrie hat dazu geführt, dass die Forstwirtschaft schnell und grade wachsende Baumsorten bevorzugt. Da das vor allem auf Nadelbäume wie Fichte und Kiefer zutrifft, besteht der deutsche Wald, oder richtiger: der deutsche Forst, heutzutage zur Hälfte aus Nadelbäumen: 26 Prozent Fichte und 23 Prozent Kiefer.

Nadelbäume aber entsprechen nicht der heimischen Flora, und besonders großflächige und gleichaltrige Nadelbaumreinbestände bereiten große Probleme. Dazu gehören unter anderem Massenvermehrungen von Borkenkäfern und anderen Insekten, aber auch eine massive Bodenversauerung sowie eine gesteigerte Anfälligkeit für Waldbrände und Windwürfe. Dass unsere Art und Weise mit den Ressourcen unserer (Um)Welt umzugehen problematisch ist, ist kaum noch zu übersehen.

Glücklicherweise beginnt sich das Bewusstsein der Menschen langsam aber sicher zu verändern. Es wird nachhaltiger gedacht, Qualität wird wichtiger, Ursprünglichkeit und Renaturierung sind Stichworte des sich besinnenden Zeitgeistes. Auch in der Forstwirtschaft. Einer der engagiertesten Fürsprecher eines neuen Denkens in der Waldnutzung ist der ehemalige Forstbeamte Peter Wohlleben. Der Forstwirtschaftler, der sich durch sein Wissen über und sein besonderes Engagement für Bäume den Titel “Baumflüsterer” eingetragen hat, tritt für die Renaissance des Mischwaldes an.

Zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn machte Wohlleben seien Job bei der Forstbehörde wie andere Forstbeamte auch – doch mit den Jahren änderte sich sein denken von Grund auf: Er begriff, dass Bäume fühlende Lebewesen sind, die miteinander und mit anderen Lebewesen kommunizieren, und die über eine Intelligenz verfügen und ein Sozialleben entwickeln, über das in der Öffentlichkeit kaum etwas bekannt ist. Diese Erkenntnisse wurden Wohlleben zur Verpflichtung. Er begann, Ansätze für eine neue, nachhaltige Forstwirtschaft zu sammeln und weiterzuentwickeln, zu denen ein wertschätzender Umgang mit dem Lebewesen Baum und den zahllosen anderen, kleinen bis winzigen Lebewesen des Waldes gehört. Der forstwirtschaftliche Querdenker versuchte sich Gehör zu verschaffen, musste aber bald einsehen, dass seine Forstbehörde zu sehr im alten, ökonomischen Denken verhaftet war, um jemandem mit unkonventionellen Ideen wie ihm freie Hand zu lassen. Um seines Seelenfriedens Willen und um für seine Überzeugung, für eine neue Forstwirtschaft, zu kämpfen, gab Wohlleben seinen Beamtenjob bei der Landesforstbehörde auf. Er riskierte die Arbeitslosigkeit, dachte sogar über Auswandern nach, doch seine Gemeinde Hümmel im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz glaubte an ihn und seine Vision: Die Hümmeler gingen das Risiko ein, stellten ihn im Gemeindeforstbetrieb (http://www.forstbetrieb-huemmel.de/forstbetrieb-seminare.html) auf eigene Rechnung als Forstwirt an – und ließen ihn machen.

Heute ist der Gemeindeforst Hümmel in der Eifel ein Vorzeigeforst in Sachen “Zurück zur Natur”. Peter Wohlleben höchstpersönlich sorgt dafür, dass aus den vorhandenen Nadelforstflächen nach und nach wieder ein Mischwald wird, und der vorhandene Mischwald nachhaltig, sprich: schonend, genutzt wird. Das heißt, in Hümmel werden nach wie vor Bäume “geerntet” und verkauft, sogenannte “Harvester” (https://www.youtube.com/watch?v=soLjGPknv2o) aber, wie sie zur Holzernte heute vielerorts eingesetzt werden, haben im Hümmeler Forst nichts mehr zu suchen. Die Begründung ist einfach und einleuchtend: Die schweren Erntemaschinen verdichten und zerstören den Waldboden auf lange Zeit. Um den Waldboden zu schonen lässt Wohlleben Fällarbeiten wieder auf traditionelle Weise von Waldarbeitern erledigen, den Abtransport leisten sogenannte “Rückepferde”.

 

 

Da diese Form der Baum-Ernte teurer ist, die Gemeindekasse aber trotz der forstwirtschaftlichen Einbußen stimmen soll, hat Wohlleben andere Erlösquellen rund um den Wald erschlossen. Dazu gehört unter anderem ein “Ruheforst”, in dem Menschen sich “ihren” Baum für ihr späteres Urnen-Begräbnis oder das Urnen-Begräbnis eines Angehörigen pachten können. Außerdem betreibt Wohlleben im Auftrag des Forstbetriebes seiner Gemeinde eine Waldakademie (https://www.waldakademie-huemmel.de/index.html), die Besuchern aktive Freizeiterlebnisse wie pädagogische Wanderungen zum Ökosystem Wald oder den Bau eines Blockhauses verkauft.

Ein ganz entscheidender Punkt der Waldakademie ist ihre Multiplikatorfunktion. In Seminaren und Workshops erklären Wohlleben und seine gleichgesinnten Kollegen privaten Waldbesitzern, Förstern und sonstigen Interessierten, wie komplex das Ökosystem Wald ist, wie man einen Mischwald entstehen lässt beziehungsweise wie man einen Mischwald gleichsam nachhaltig und gewinnbringend bewirtschaften kann. Peter Wohlleben persönlich setzt seine Popularität ein, um ein Umdenken in der Forstwirtschaft zu fördern: Der vermutlich bekannteste Förster Deutschlands hat bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht, gibt regelmäßig Interviews für Zeitungen und Magazine und teilt sein Wissen in mehreren Fernseh-Dokumentationen, die auch über neue Medien wie Youtube Verbreitung finden.

 

 

Erfreulicherweise ist zu beobachten, dass Vorbilder wie der Hümmeler Forst Schule machen. Bundesweit hält ein neuer Geist Einzug in der Forstwirtschaft, auch Forstbehörden experimentieren mittlerweile mit nachhaltigen Modellen, auch anderswo darf der Mischwald zurückkehren. Bis die positive Veränderung sichtbar und messbar wird, wird es dauern. Bäume brauchen nun Mal Zeit um zu wachsen, besonders Laubbäume wie Buchen und Eichen. Dass das neue Denken trotzdem schon greift, lässt sich interessanterweise an anderen Veränderungen ablesen, die eher indirekt mit dem Thema “neue Waldwirtschaft” zu tun haben: “Ruheforste” wie in Hümmel sprießen wie Pilze aus dem Boden, bereits 7,5 Prozent aller in Deutschland registrierten Urnen-Bestattungen finden mittlerweile im Wald statt. Den Weg zurück zur Natur, immer mehr Menschen sind bereit ihn zu gehen.

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Willpower Energy – Deutsche Erfindung macht Erdöl überflüssig http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/08/umwelt/willpower-energy-deutsche-erfindung-macht-erdoel-ueberfluessig/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/08/umwelt/willpower-energy-deutsche-erfindung-macht-erdoel-ueberfluessig/#respond Fri, 18 Aug 2017 19:04:28 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11088 In Rostock sitzt ein Unternehmen mit dem Namen Gensoric GmbH. Ein Projekt der Gensoric GmbH nennt sich Willpower Energy. Lars Krüger, der Geschäftsführer der Gensoric GmbH sagt: „Wir sind ein kleines, innovatives Unternehmen aus dem Rostocker Keller und haben es auf die Weltbühne eines Großkonzerns geschafft.“

Blauer Himmel, grüne Wiesen, weites Land

Photo by Ákos Szabó on PEXELS

Klingt euphorisch, hat aber einen realen Hintergrund. Denn Innogy, eine Tochter des RWE-Konzerns, die sich mit umweltfreundlichen Lösungen bei der Energieerzeugung beschäftigt, hat den Bau einer Pilotanlage in Essen unterstützt. Über eine Methanolbrennstoffzelle will man damit Autos und ein Fahrgastschiff antreiben.

Nils Methling, der Leiter der Geschäftsentwicklung bei Gensoric, versichert: „Unser Know-how und unsere Patente machen uns erst richtig interessant für große Konzerne wie Innogy, die bemüht sind, vielversprechende Innovationen zu fördern.“ Weiterhin erklärt Methling, dass die Anlage von Gensoric laufend verbessert wird, dass man weiß, wie hoch der Aufwand in der Praxis ist und dass man bereits Kontakte zu Lieferanten geknüpft hat. Der wichtigste Punkt ist aber, dass „das Verfahren unter normalen Bedingungen funktioniert.“

 

Wie funktioniert nun die Pilotanlage von Willpower Energy?

In einem international patentierten katalytischen Prozess wird CO2 aus der Atmosphäre mithilfe von Enzymen, Wasser und grünem Strom in Methanol umgewandelt. Methanol ist klimaneutral und kann einfach gespeichert werden. Es kann zur Heizung oder zur Stromerzeugung eingesetzt werden. Willpower nutzt dabei eine Technologie der European Space Agency (ESA), mit der man CO2 aus der Atmosphäre sehr effizient gewinnen kann.

Mit der Willpower-Technologie kann man den eigenen Brennstoff für den Hausgebrauch gewinnen. Man braucht nur CO2 aus der Luft, Wasser und überschüssigen Strom

 

Wer ist die Gensoric GmbH?

Das Unternehmen kann auf mehr als 20 Jahre Forschung in der Elektrochemie zurückblicken. Der Mitbegründer Prof. Flechsig von der University of Albany (New York) lieferte die Grundlagen für die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten von Gensoric.

 

 

Die Pilotanlage von Willpower Energy kann einiges vorweisen, was vielversprechend für eine unabhängige, autarke Zukunft ohne Erdöl sein kann.

Alle weiteren Infos zum Thema findet ihr unter: www.gensoric.com

Momentan läuft bei Willpower Energy ein Crowdinvesting, bei dem man die weitere Entwicklung deren Lösung ab 250 Euro Investment unterstützen kann.

 

Quellen: www.gensoric.com, www.dgap.de, www.nnn.de

Herzlichen Dank für den Tipp, lieber Wolfgang! ;)

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Colorado: Steuereinnahmen durch Cannabis helfen Obdachlosen http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/07/politik/colorado-steuereinnahmen-durch-cannabis-helfen-obdachlosen/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/07/politik/colorado-steuereinnahmen-durch-cannabis-helfen-obdachlosen/#respond Sat, 22 Jul 2017 11:18:35 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11070 In Colorado werden Cannabissteuereinnahmen genutzt, um die örtliche obdachlose Bevölkerung zu unterstützen.

Der amerikanische Bundesstaat Colorado führt nun seit Jahren die fortschrittliche Cannabisbewegung an. Mit der Verabschiedung des ersten Gesetzes im Jahr 2014, das den Anbau und Verkauf von Cannabis als Genussmittel erlaubt, lagen alle Augen auf dem hundertjährigen Bundesstaat, um zu beobachten, wie legales Gras die örtlichen Gemeinden beeinflusst. Glücklicherweise ist Colorado mit seiner Verantwortung gut fertiggeworden und nutzt Steuereinnahmen, die durch Cannabis generiert werden, um der örtlichen obdachlosen Gemeinschaft zu helfen. Jetzt kann man dort nicht nur angesehene Cannabissorten, wie die von Sensi Seeds erwerben, sondern tut dies mit der Gewissheit, dass das in Cannabisapotheken ausgegebene Geld guten Verwendungszwecken zugeführt wird.

 

1,5 Millionen Dollar bis Juni 2017

Mit über 70 Millionen Dollar Cannabiseinnahmen, die 2016 landesweit generiert wurden, hat sich die in Colorado liegende Stadt Aurora dazu entschieden, ein Drittel ihrer Gesamteinnahmen von 4,5 Millionen Dollar, Organisationen für Obdachlosen zuzusichern. Zwischen Juni 2016 und Juni 2017 hat die Stadt zugestimmt, mindestens 1,5 Millionen Dollar an Spenden verschiedenen gemeinnützigen Organisationen zu geben, die Nahrung und Unterkünfte nebst anderen Diensten zur Verfügung stellen. Über den Zeitraum von drei Jahren hat die Stadt vereinbart, eine Gesamtmenge von 3 Millionen Dollar zu spenden, um so viele wie möglich der beinahe 1.000 obdachlosen Personen in der Stadt zu unterstützen.

 

Jahre der Auseinandersetzung

Colorados Entscheidung, Cannabis zu legalisieren, war ein kontrovers geführter Kampf gegen Andersdenkende, die die Auswirkung fürchteten, die Gras auf die örtlichen Gemeinden haben würde. Was man aus Aurora lernen kann, ist dass die Gesetzgeber im Bundesstaat ihren Einfluss dazu nutzen, Steuereinnahmen guten Verwendungszwecken zuzuführen. Derzeit hat Colorados Grasindustrie landesweit die Tourismusbranche gestärkt, was darin mehr Arbeitsplätze geschaffen hat.

 

Werden andere Bundesstaaten dem Beispiel folgen?

Da mehr und mehr Bundesstaaten beginnen, Cannabis zu legalisieren und zu besteuern, ist die Frage, wo all das Geld hinfließt? Hoffentlich werden andere Regionen dem Beispiel folgen, indem sie in Organisationen investieren, die einen nützlichen und konkreten Einfluss auf Gemeinden landesweit haben. Am Ende ist das Argument für die Legalisierung von Cannabis teilweise auf dem finanziellen Gewinn begründet, der durch hochbesteuerte Produkte, einschließlich Blüten, Konzentrate und Esswaren, generiert wird.

Durch die Etablierung einer Unterscheidung von Colorados Cannabis als Genussmittel und als Arzneimittel, sind Patienten immer noch in der Lage, Gras mit einer gültigen medizinischen Marihuanakarte zu niedrigeren Kosten als Freizeitnutzer zu erwerben. Auf diese Weise wird Patienten ein einfacherer Zugang ermöglicht, während trotzdem Steuereinnahmen von jenen generiert werden, die Cannabis für das persönliche Vergnügen nutzen.

 

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Fördert soziales Verhalten: Glaube an Naturgeister http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/06/umwelt/foerdert-soziales-verhalten-glaube-an-naturgeister/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/06/umwelt/foerdert-soziales-verhalten-glaube-an-naturgeister/#respond Fri, 30 Jun 2017 18:44:09 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11058 Wenn hierzulande der Bau einer größeren Infrastrukturmaßnahme stoppt, ist dem Bauherrn entweder das Geld ausgegangen, das Projekt wurde falsch geplant, oder es liegt ein anderes greifbares Hindernis vor. Wenn in Island plötzlich der Bau einer lang geplanten Straße gestoppt wird, kann das mit Naturgeistern zusammenhängen.

Junge Frau mitten im Wald an einer Lichtung schaut zu Boden

Bild: Michelle Spencer / unsplash.com

Alle paar Jahre gehen Meldungen durch europäische Medien, dass Isländer auf einer geplanten Straße (oder auf einer sonstigen für die Bebauung vorgesehenen Fläche) die Behausung von Naturgeistern ausgemacht haben – und sich daraufhin konsequent den Bauarbeiten in den Weg stellten. 2013/14 war es eine geplante Fernstraße, die nahe des Ortes Garðabær vorbeiführen sollte (http://www.sueddeutsche.de/panorama/naturgeister-in-island-elfen-lobby-stoppt-bauprojekt-1.1850140). Nach massiven Protesten der Anwohner, Verhaftungen und hartnäckigen Verhandlungen, wurde auch diese Strecke letztlich gebaut – allerdings erst, nachdem die Politik sich zu (bemerkenswerten) Zugeständnissen bereit erklärt hatte. Im Falle der Fernstraße bei Garðabær wurden unter anderem ganze Felsformationen umgesetzt, deren Beschaffenheit nach Einschätzung kundiger Anwohner als Behausungen von Feen zu erkennen waren.

Feen? Naturgeister? Baustopp? Für rationale Gemüter mag das einigermaßen verrückt klingen, seltsam verschroben, regelrecht weltfremd. Wer glaubt denn im Zeitalter von Smartphone und Internet noch an solche Märchen? In post-modernen westlichen Kulturen hat die Beschäftigung mit Naturgeistern nicht mehr als unterhaltenden Charakter, bestenfalls vermitteln sie uns eine Ahnung von den Vorstellungen und Ängsten unserer Vorfahren.

Auf Island aber ist der Umgang mit Naturgeistern auch heute noch fest in der Volksseele verankert, der Glaube an die beseelte Natur und ihre Geister sehr lebendig. Vor Baumaßnahmen werden deshalb nicht selten spezielle Geisterkundige engagiert, die mit den ansässigen Naturgeistern kommunizieren, um so Konflikte zu vermeiden und bei den geplanten Arbeiten Probleme wie Maschinenausfälle oder Unfälle zu verhindern (https://www.welt.de/vermischtes/article157910957/Haben-sich-hier-etwa-Elfen-an-Bauarbeitern-geraecht.html). Auf den rund 100.000 Quadratkilometern des Inselstaats gibt es vielerorts scheinbar unsinnige Straßenverläufe, bei deren Bau die Wohnstatt von Naturgeistern umgangen wurde.

Bei allem Unterhaltungswert: Die Nachrichten aus Island enthalten auch einen wichtigen Hinweis. Eine verbindlichere Beziehung zur belebten (und beseelten?) Umwelt führt offenbar dazu, dass Menschen sich verstärkt für deren Erhalt engagieren. Dass sie Bausünden verhindern, unter denen möglicherweise Naturgeister leiden würden, mit Sicherheit aber die Landschaft, die Natur – und letztlich die Menschen selbst.

Interessanterweise entspricht das Verhalten der Isländer exakt Beobachtungen, die in aktuellen Studien gemacht wurden: In Forschungsprojekten der Völkerkunde ermittelten Wissenschaftler, dass Glaube an übersinnliche Kräfte kooperatives, soziales Verhalten fördert. Die experimentellen und empirischen Daten zeigten zwar, dass sich dieses Verhalten in erster Linie auf das zwischenmenschliche Miteinander bezog. Die Ergebnisse ließen aber auch erkennen, dass der Glaube sich ebenso signifikant auf den Umgang mit der Natur auswirkt, als dessen Teil sich die Menschen empfinden.

Mann steht mit offenen Armen vor einem Wasserfall in Island. Zwischen ihm und dem Wasserfall ist ein Regenbogen zu sehen.

Island
Bild: Jared Erondu / unsplash.com

Nun steht die romantisch-idealistische Naturphilosophie der Isländer, ihr “spleeniger” Glaube an Feen und Trolle, für eine Naturverbundenheit, die in Zeiten der Globalisierung rar geworden ist. Wer sich heutzutage für die Umwelt engagieren will, kauft Biolebensmitteln, wählt Ökoparteien und unterstützt mit Spenden Projekte des Naturschutzbundes. Das war´s dann aber auch schon… oder nicht?

Glücklicherweise nicht. Nicht nur in Deutschland haben Bewegungen Konjunktur, die sich bemühen, den Bezug zur beseelten Natur wieder zu beleben. Die Geomantie beispielsweise, eine westliche Harmonielehre, ähnlich dem östlichen Feng-Shui. Auch in der Geomantie gilt die Natur als belebt, und vergleichbar dem Naturgeistglaube der Isländer, gehört unter anderem der Glaube an Baumgeister dazu. Geomantiker – die praktizierenden Anhänger der Geomantie – sind bestrebt, die “geistigen, seelischen und energetischen” Faktoren eines Ortes zu erfassen. Auch in der Geomantie geht es um ein harmonisches und gesundes Wohnen und Leben, der Menschen, aber letztlich aller mit allen. Geomantiker erkennen und erspüren dafür beispielsweise so genannte “gute Plätze” in Raum und Landschaft und machen Vorschläge, wie geplante Baumaßnahmen harmonisch angepasst werden könnten. Außerdem versöhnen sie – ähnlich wie die Feen-gläubigen Isländer – im Fall der Fälle die ansässigen Naturgeister.

Nun hat es eine als “esoterisch” abgestempelte Lehre wie die Geomantie in unserer rational geprägten westlichen Welt schwer, ernst genommen zu werden. Die Harmonielehre selbst versteht sich zwar als „ganzheitliche“ Erfahrungswissenschaft. Doch da sie mit Methoden arbeitet, die nicht den etablierten und anerkannten wissenschaftlichen Kriterien genügen, gilt sie offiziell als “unwissenschaftliche esoterische Lehre” – und spielt entsprechend im öffentlichen Diskurs (bisher) keine Rolle.

Aber Zweifel hin, wissenschaftliche Kritik her: Offenkundig scheint hier doch etwas Wesentliches berührt. Sich mit der Identität eines Lebensraumes, eines Ortes oder einer Landschaft, zu beschäftigen und die erfahrene Identität durch Gestaltung, Kunst oder Raum- und Landschaftsplanung zu berücksichtigen – das ist doch zweifelsohne ein lobenswerter Ansatz. In jedem Fall ein Ansatz, der den nüchternen, oft harten und kalten Entscheidungen rein ökonomischen Denkens, etwas sehr Lebendiges, Verbindendes, ja geradezu Versöhnliches entgegensetzt. Und möglicherweise ist es genau das, was unser Planet in Zeiten einer sich zuspitzenden Gesellschafts- und Öko-Krise braucht.

 

Anders als den historisch gewachsenen Feen-Glauben kann man Geomantie lernen. Neben Ausbildungen an zahlreichen Geomantie-Schulen gibt es vielerorts geomantische Führungen und Erkundungen, lassen sich geomantische Reisen…

www.geomantie.net

 

Quellen: sueddeutsche.de, welt.de

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Philippinische Seerose – von der Landplage zum Brennstoff für Millionen http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/06/umwelt/philippinische-seerose-von-der-landplage-zum-brennstoff-fuer-millionen/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/06/umwelt/philippinische-seerose-von-der-landplage-zum-brennstoff-fuer-millionen/#respond Thu, 08 Jun 2017 18:48:28 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11045 Die Philippinen sind ein Land, das reich an Seen und Flüssen ist. Diese sind von Abermillionen Seerosen bedeckt, die dort so gut gedeihen, dass sie im Allgemeinen als lästig und gefährlich gelten. Durch ihr aggressives Wachstum blockieren sie häufig Flussläufe, so dass das Wasser über die Ufer tritt und sehr oft zu verheerenden Überschwemmungen führt.

Seerosenblätter

© Eric McCarty / unsplash.com

Ein Philippinisches Start-Up-Unternehmen ist dabei, eine lästige Pflanze in eine ökologische Brennstoffquelle, die die herkömmliche Holzkohle ersetzen kann, umzuwandeln. Man handelt nach folgendem Prinzip: ernte die Gefahr, trockne sie aus und du hast eine ökologische Energiequelle.

So arbeitet, vereinfacht ausgedrückt, die Firma HiGi Energy und verwandelt die Wasserhyazinthe in Holzkohle.

HiGi Energy argumentiert: „Unser Hauptanliegen ist es, die Bevölkerung mit saubererer Energie zu versorgen und gleichzeitig wollen wir das Problem mit der aggressiven Wasserhyazinthe verringern, weil hier auf den Philippinen eine Menge von Teichen und Flüssen mit der Seerose verseucht sind.“

Die Kohlebriketts von HiGi sind zwar teurer als die normale Holzkohle, aber sie erzeugen nur halb so viel Rauch und sie brennen länger.

Man hofft, die Öko-Holzkohle vor allen Dingen an Großverbraucher zu verkaufen, um die Abhängigkeit von der Holzkohle zu reduzieren, bei deren Herstellung viele Bäume gefällt werden müssen. HiGi folgert weiter: „So lange ein Bedarf besteht, haben die Menschen den Anreiz, weiterhin Bäume zu fällen, um neue Holzkohle zu produzieren. Wenn wir nun dies abstellen können, in dem wir etwas zur Herstellung verwenden, das bis jetzt als schädliche Pest wahrgenommen wird, nämlich die Wasserhyazinthe, und wir daraus etwas Wertvolles für die Filipinos, nämlich Holzkohle herstellen, haben wir unser Ziel erreicht.“

 

 

Man schätzt, dass die Hälfte der 100 Millionen Menschen auf den Philippinen zum Kochen Holzkohle verwenden. Da wäre es ein großer Fortschritt für die Umwelt, wenn sich die Bevölkerung der ökologischen Holzkohle zuwenden würde. Man schont die Wälder und reguliert das allzu aggressive Wachstum der Seerose.

 

Quelle: straitstimes.com

Herzlichen Dank für den Tipp, Dan! :)

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Wassergewinnung mit Luft und Sonne http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/05/technik/wassergewinnung-mit-luft-und-sonne/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/05/technik/wassergewinnung-mit-luft-und-sonne/#respond Sun, 07 May 2017 17:53:59 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11033 Nach Angaben des World Wildlife Fund (WWF) haben etwa 780 Millionen Menschen auf der Welt keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Neben klimatischen Gründen wie lang anhaltende Trockenperioden ist es die zunehmende Verschmutzung von Gewässern und Grundwasser, die zu Wassermangel und Krankheiten führen. Da hilft es eher wenig, dass die UNO-Vollversammlung 2010 den Zugang zu sauberem Trinkwasser als Menschenrecht anerkannt hat.

Mann trinkt Wasser aus einer Flasche und blickt gen Himmel

© nuzree / pixabay.com (CC0 1.0)

Nun gibt es Veröffentlichungen von amerikanischen Forschern, die ein Gerät entwickelt haben, mit dem es möglich ist, Wasser mithilfe der Sonne aus Luft zu gewinnen.
Erfunden haben dieses Gerät Prof. Evelyn Wang vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) und Prof. Omar Yaghi von der University of California in Berkeley. Vorgestellt wurde die Maschine in einem Artikel im Fachblatt „Science“.

Wie funktioniert die „Wassermaschine“?

Der wichtigste Teil ist eine metallorganische Verbindung, kurz „MOF“ genannt, die vergleichbar wie ein Schwamm funktioniert. Sie saugt Wasser aus der Luft auf und lagert es zunächst an ihrer Oberfläche an. Dann kommt die Sonne ins Spiel. Die Sonnenenergie lässt das Wasser verdampfen. Der Dampf lagert sich an der Oberfläche eines Kondensators an und kann von dort in einen Behälter fließen.

Frau Wang erklärt gegebüber science.ORF.at: „Unser Gerät funktioniert bis zu einer Luftfeuchte von nur 20 Prozent. Es eignet sich also auch für aride Regionen, wie zum Beispiel Wüsten“. Die Forscher schreiben in ihrer Abhandlung, dass des ihnen gelungen ist, mit einen Kilogramm MOF 2,8 Liter Wasser in zwölf Stunden zu gewinnen. Durchgeführt wurde der Test vom MIT und natürlich hoffen die Wissenschaftler, dass die Industrie sich beteiligt, den Prototypen weiter zu entwickeln und seine Leistung weiter zu steigern. Die Firma BASF arbeitet bereits an diesem Projekt mit und man ist der Meinung, dass in wenigen Jahren die ersten Geräte am Markt zu kaufen sein werden. Dazu ergänzt Frau Wang: „Die Bestandteile sind relativ billig, der Preis wird nicht mehr als ein paar Hundert Dollar betragen“.

Nach Aussagen des Miterfinders Omar Yaghi, ist die Technik des Gerätes noch nicht an ihre Grenzen gestoßen. Der jetzt verwendete „Schwamm“ kann 20 Prozent seines Eigengewichtes an Wasser aufnehmen. Frau Wang hält 40 Prozent für machbar. Der Beweis hierfür sei bereits vorhanden.

Die Erfahrung mit anderen technischen Geräten zeigt, dass bei industrieller Produktion, die Kosten für solch ein Gerät rasch drastisch nach unten gehen, so dass auch Menschen in armen Gegenden zu einem erschwinglichen Preis an sauberes Trinkwasser kommen können.

Hier ist ein Bild vom besagten Luftentfeuchter des Massachusetts Institute of Technology: http://drl.mit.edu/photos/news/cc_device_final.png

 

Quellen: science.orf.at; oe1.orf.at
Besten Dank für den Tipp, liebe Edith! ;-)

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Kokosöl gegen Krebs http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/04/gesundheit/kokosoel-gegen-krebs/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/04/gesundheit/kokosoel-gegen-krebs/#respond Thu, 13 Apr 2017 17:41:45 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11020 Kokosöl ist ein sehr vielseitig einsetzbares Naturmittel und geradezu ein echtes Naturwunder – wie sich immer mehr herausstellt. Das weiß man mittlerweile auch in unserer so genannten zivilisierten Welt.

Eine geöffnete Kokosnuss

© Alexander Mils / unsplash.com

 

Ein natürliches Hausmittel, vielfältig einsetzbar

 

Nur ein paar Beispiele, wo man Kokosöl beziehungsweise den auf unterschiedliche Art und Weise gewonnenen Inhalt der Kokosfrucht, überall anwenden kann:

Kokosöl passt ausgezeichnet zu Müsli oder zu Smoothies, ist aber auch als Butterersatz im „festen“ Zustand hervorragend geeignet. Das Öl ist hoch erhitzbar und lange haltbar und eignet sich hervorragend zum Dünsten von Gemüse, so wie es in der thailändischen Küche praktiziert wird. Sportler, die auf ihre Gesundheit achten, trinken gerne Kokoswasser, da es Krämpfe verhindert und dem Körper viel Flüssigkeit zur Verfügung stellt. Im Zweiten Weltkrieg wurde Kokoswasser an der pazifischen Front in Notzeiten sogar als Ersatz für Blutplasma eingesetzt, da es zwei wertvolle Eigenschaften mit sich bringt: Das Wasser der Kokosnuss ist steril und isotonisch, was bedeutet, dass es einen ähnlichen Salz- und Nährstoffgehalt hat. Komplett ersetzen kann es das Blutplasma jedoch nicht und ist als reines Wasser für eine Infusion ungeeignet.

Kokosöl eignet sich nicht nur zum Verzehr sondern genauso gut für die äußere Anwendung. Zum Beispiel ist das Naturmittel auch als Sonnenschutzcreme einsetzbar, da es einen natürlichen Lichtschutzfaktor von circa 5 mit sich bringt. Gleichzeitig schützt es auch vor Zecken. Grund hierfür ist der hohe Gehalt an der sogenannten Laurinsäure im Öl, den Zecken gar nicht mögen, wie bereits klinische Studien und Untersuchungen gezeigt haben. Selbst wenn Zecken anbeißen, fallen sie bereits nach kurzer Zeit wieder ab. Auch für Haustiere, wie zum Beispiel Hunde, ist das Öl bestens geeignet. Zudem kann Kokosöl bei Hautunreinheiten eingesetzt oder als Ganzkörpercreme verwendet werden. Am besten nach dem Duschen gleich in die noch feuchte Haut einmassieren oder auch nach der Haarwäsche in die Spitzen kneten.
Das Öl der Kokosnuss beugt sogar nachweislich Karies vor und stärkt allgemein das Immunsystem. Ihr merkt schon, es gibt etliche Einsatzgebiete für die tropische Frucht und das hier waren nur ein paar davon.

Eine Hand, die eine Kokosnuss hält,vor einem Hintergrund aus Palmen

© Sebastien Gabriel / unsplash.com

 

Schützt auch vor Krankheiten

 

Damit aber nicht genug. Wissenschaftler der University of Adelaide in Australien haben in einer Studie, die im Cancer Research Journal veröffentlicht wurde, geschrieben, dass die im Kokosnussöl enthaltene Laurinsäure krebszerstörende Eigenschaften besitzt. Im Laborversuch vernichtete das Kokosöl 93 Prozent der Krebszellen. Es handelte sich zwar erst um einen reinen Laborversuch und nicht um ein Experiment am lebenden Organismus, aber es gibt Anlass zur Hoffnung.
Um die Studien weiterführen zu können, fehlen aktuell die finanziellen Mittel. Vor allen Dingen werden die Forschungen nicht von Pharmaunternehmen gefördert, denn für diese wäre die Kokosnuss quasi geschäftsschädigend.

Nach Aussagen der American Society of Nutrition gibt es mehrere Studien, die untermauern, dass Kokosnussöl vor Krankheiten schützt und diese sogar heilen kann.
Insbesondere bei Osteoporose, Gallenblasenerkrankungen, Herpes, Alzheimer, Krebs und chronischen Krankheiten hilft offenbar die in Kokos enthaltene Laurinsäure, die auch Bestandteil der Muttermilch ist.

Kurz und gut, die Kokosnuss ist eine ausgezeichnete „Allzweckwaffe“ für die Anwendung im Alltag und gegen viele Krankheiten.

 

 

Quellen: collective-evolution.com, nutrition.org, ourworld.unu.edu

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Das Glück in dir http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/03/philosophie/das-glueck-in-dir/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/03/philosophie/das-glueck-in-dir/#respond Thu, 23 Mar 2017 17:55:36 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11011 Der Sinn des Lebens ist glücklich sein, so glaubt der Dalai Lama. Eine schwere Kunst und doch so erstrebenswert und weit verbreitet. Denn je älter Menschen werden, desto eher streben sie nach diesem Wunsch und machen sich ihn zum Lebensziel. Leider kommen viele nie an diesem Ziel an, weil sie viel zu sehr der Meinung sind, bestimmte äußere Umstände zu brauchen, um glücklich zu sein. Natürlich sind gewisse Umstände hilfreich, um glücklich zu sein, aber alles, was wir im Außen suchen, um Erfüllung zu finden ist vergänglich – und somit auch das Glück, das wir damit verbinden.

Eine junge Frau die mit geschlossenen Augen und zufriedenem Gesichtsausdruck den Wind auf ihrem Gesicht spürt

© Eli DeFaria / unsplash.com

All unsere äußeren Verlangen, das Suchen im Außen nach Glück, rühren meist daher, dass wir uns selbst nicht geben, was wir brauchen. Wir fühlen uns nie gut genug, nie schön genug. Wir fühlen uns unzulänglich, wertlos. Nicht dauerhaft, aber doch immer wieder. Wir fühlen Mangel in uns und unserem Leben und sind deswegen unzufrieden und unglücklich. Aufgrund dieses Mangels wollen wir Anerkennung, Bestätigung, Macht und Erfolg. Wir wollen den Mangel in uns aufheben, kompensieren, füllen. Wir wollen das, was andere haben und sein, wie andere sind, dann wären wir glücklich, dann wären wir ganz, so glauben wir und definieren daraus unser Ziel, das wir als Sinn des Lebens sehen.

Aber das ist ein Irrtum.

Wenn Besitz und Macht der Sinn des Lebens wären, wie erklärst du dir den Umstand, dass du nichts davon mitnehmen kannst, wenn deine Lebensreise zu Ende ist? Wenn Reichtum und Luxus das Ziel im Leben wären, wie erklärst du dir die Aussagen von Hunderten von alten Menschen, die dir den Rat ans Herz legen, so zu leben, dass du nichts bereust oder dir selbst treu zu bleiben, weil das das Geheimnis eines erfüllten Lebens ist?

Wie erklärst du dir die Tatsache, dass Menschen in den ärmsten Ländern oft glücklicher sind als wir hier? Auch Steve Jobs, ein sehr weiser Mann, hat in seinen letzten Stunden vor dem Tod erkannt, dass Geld nicht glücklich macht: „In den Augen der Menschen gilt mein gesamtes Leben als eine Verkörperung des Erfolgs. Jedoch abgesehen von meiner Arbeit, habe ich wenig Freude in meinem Leben.(…) In diesem Augenblick, wo ich in einem Krankenbett liege und auf mein ganzes Leben zurückblicke, verstehe ich, dass all die Anerkennung und all der Reichtum, worauf ich so stolz war, an Wert verloren haben vor dem Gesicht des kommenden Todes.(…) Den Reichtum, den ich angehäuft habe, kann ich jetzt nicht mitnehmen. Was ich jetzt noch mitnehmen kann, sind Erinnerungen, die auf Liebe basieren und mit Liebe erschaffen worden sind. Dein Reichtum – das ist die Liebe zu deiner Familie, das ist die Liebe zu deiner Frau und deinem Mann, das ist die Liebe zu deinen Nächsten. Passt auf euch auf und sorgt euch um die anderen.“

Was dich auf Dauer glücklich machen kann, findest du nur in dir.

Dazu musst du dich auf die Reise begeben. Auf die Reise zu dir selbst und einem Leben in Harmonie mit dir. Und Harmonie heißt Liebe. Daher ist Liebe der Weg zum Glücklich-sein. Die Liebe zu anderen, aber in erster Linie die Liebe zu dir selbst, weil du erst in dir tragen musst, was du anderen geben möchtest. Wenn du dich selbst liebst – und damit meine ich nicht eine überhebliche Selbstlieben – sondern dich zu akzeptieren und anzunehmen, liebevoll mit dir umzugehen, mit deinen Fehlern und Schwächen und dich in deinen Fähigkeiten und Stärken zu festigen sowie deinen Bedürfnissen und Sehnsüchten zu folgen, dann sorgst du gut für dich.

Dann lebt die Liebe in dir und wird dich durchs Leben führen. Du wirst anderen in Liebe begegnen, weil du Liebe in dir trägst. Du wirst andere Menschen bereichern, du wirst andere Menschen beschenken und wertvolle Momente und Begegnungen erleben. Du wirst in Fülle zurückbekommen, was du gibst.

Du wirst dankbar sein für das, was du hast und wie du lebst.
Du wirst erfüllt sein von Glück, weil du Reichtum im Herzen hast.

Zumindest ist das meine Erfahrung. Das bedeutet Glück für mich.

Was ist Glück für dich?

 

(Bettina, Bloggerin von www.kreativgedacht.de)

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Lebensmittel-Retter: Kölner Laden verkauft was lecker abgelaufen ist http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/02/erfolgsgeschichten/lebensmittel-retter-koelner-laden-verkauft-was-lecker-abgelaufen-ist/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/02/erfolgsgeschichten/lebensmittel-retter-koelner-laden-verkauft-was-lecker-abgelaufen-ist/#respond Mon, 20 Feb 2017 21:01:31 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10998 Im Kölner Stadtteil Ehrenfeld gibt es einen Markt, „Sommerladen“ genannt, im dem der Kunde alles findet, nur nicht das, was ein „normaler“ Supermarkt anbietet: krumme Zucchini, zusammengewachsene Karotten oder unschöne geformte Kartoffeln. Weiterhin gibt es „altes“ Brot vom Vortag und Marmeladen, der Verzehrempfehlungsdatum einige Zeit zurück liegt.

Onst und Gemüse an einem Lebensmittelstand

© Anurag Arora / unsplash.com

 

Und genau solch ein Angebot zieht Kunden an, die solche „Reste“ kaufen wollen. Der Laden wurde am 7. Juli 2016 eröffnet und die Betreiberin, Nicole Klaski, kann jetzt schon stolz sagen: „Wir haben sogar schon einige Stammkunden.“

Der Laden wird von Mitgliedern des Start-Ups „The Good Food“ betrieben, bietet das an, was anderswo bereits entsorgt werden würde. Frau Klaski sagte im Interwiew mit der Reihnischen Post: „Ich habe mich geärgert, wie viele Lebensmittel in Deutschland weggeworfen werden, die noch genießbar sind.“ Die gebürtige Kölnerin ist die Gründerin von „The Good Food“ und sie arbeitet ebenso wie ihre Kollegen auf ehrenamtlicher Basis. Das erklärte Ziel von „The Good Food“ ist, die Lebensmitteverschwendung in Deutschland zu bekämpfen. Anders als bei den „Tafeln“ die es in verschiedenen Städten gibt und die den Supermärkten abgelaufene Lebensmittelreste abnehmen, holt sich „The Good Food“ die Ware direkt vom Bauernhof. „Wir ernten dort das Gemüse, das der Handel nicht haben will,” sagt Frau Klaski.

Andere Produkte, zum Beispiel Zucchini, Chia-Samen oder Marmeladen kommen aus Kooperationen mit Lebensmittelherstellern. Dabei gibt es oft auch spontane Gelegenheiten, erklärt Frau Klaski: „Heute zum Beispiel schickt uns ein Bierproduzent noch mehrere Paletten Bier vorbei, dessen Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist.“
Man sollte sich nicht täuschen, die Qualität der Lebensmittel ist einwandfrei. Die Mehrzahl der Produkte kommt aus dem Bio-Anbau.

Was zahlt der Kunde? Er entscheidet selbst, was ihm die Ware wert ist. Vorurteile, ob die Ware überhaupt schmeckt, haben die Kunden schnell überwunden.

Und warum heißt das Geschäft „Sommerladen“? Hinter der Namensgebung steckt die ursprüngliche Idee, den Laden nur in den Sommermonaten Juli und August zu öffnen. Geht man auf die Website von „The Good Food, findet man den Hinweis, dass es seit Oktober an einer anderen Adresse in Köln-Ehrenfeld zusätzlich weitergeht. Der Erfolg hat wohl die Betreiber dazu ermutigt.

Einfach genial, wie “The Good Food“, wie viele andere, frischen Wind in die Lebensmittelindustrie hineinbringt. Hier muss sich im Bewusstsein der Verbraucher noch viel tun, um Lebensmittel wieder mehr wertzuschätzen und wahrzunehmen, was sie eigentlich essen. Nicht nur das Aussehen, wie bei Obst und Gemüse, welches irgendwelchen Normen entsprechen muss, zählt, sondern vielmehr ist doch der Inhalt entscheidend. Man darf gespannt sein, welche Unternehmen uns in Zukunft noch positiv überraschen werden.

 

Quellen: www.dw.com, rp-online.de
Vielen Dank für den Tipp, Sebastian. ;-)

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