Gute Nachrichten http://www.gute-nachrichten.com.de ... braucht der Mensch! Sat, 24 Dec 2016 11:04:00 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.7.1 ″Freundschaft ist wie ein Fluss″ – Paulo Coelho http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/12/philosophie/freundschaft-ist-wie-ein-fluss-paulo-coelho/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/12/philosophie/freundschaft-ist-wie-ein-fluss-paulo-coelho/#respond Sat, 24 Dec 2016 11:04:00 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10980 Lang, lang ist’s her, als wir das Letzte Mal einen von Paulo Coelhos Blogeinträgen für euch hier auf den Gute Nachrichten veröffentlicht haben. Das Warten hat ein Ende…. Hier ist ein kurzer Text des Bestsellerautors zum Thema Freundschaft. Ein Thema, das uns persönlich sehr am Herzen liegt.

Die Originalgeschichte „Friendship is like a river” wurde am 14. Oktober 2016 von Paulo Coelho auf dessen Blog veröffentlicht. Wie immer haben wir den Text exklusiv für euch ins Deutsche übersetzt – viel Freude damit!

Mann hält eine Frau in einer Schneelandschaft im Arm. Beide sind voll Schnee und lachen.

© Yana Lizunkova / unsplash.com

Meide diejenigen, die glauben, sie seien stärker als du, denn sie verbergen tatsächlich nur ihre eigene Zerbrechlichkeit.

Sei mit denen, die keine Angst haben, anfällig zu sein, denn sie haben Vertrauen in sich selbst und wissen, dass ein jeder in seinem Leben einmal stolpert; sie deuten dies nicht als ein Zeichen der Schwäche, sondern als Menschlichkeit.

Meide jene, die Freunde suchen, um einen bestimmten sozialen Status beizubehalten oder um Türen zu öffnen, die sie sonst nie aufgebracht hätten.

Sei mit denen, die daran interessiert sind, nur eine wichtige Tür zu öffnen: die Türe zu deinem Herzen. Ohne deine Zustimmung würden sie niemals in deine Seele eindringen oder einen tödlichen Pfeil durch diese offene Türe schießen.

Freundschaft ist wie ein Fluss; er fließt um Felsen, passt sich Tälern und Bergen an, gelegentlich verwandelt er sich in einen Teich bis die Mulde im Boden voll ist und der Fluss seinen Weg fortsetzen kann.

So wie der Fluss nie vergisst, dass sein Ziel das Meer ist, so vergisst die Freundschaft nie, dass deren einziger Grund für ihr Bestehen der ist, andere zu lieben.

(Ein Auszug aus dem Buch „Die Schriften von Accra“ von Paulo Coelho)

 

Quelle: paulocoelhoblog.com

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Hanf kann Krebs heilen http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/12/gesundheit/hanf-kann-krebs-heilen/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/12/gesundheit/hanf-kann-krebs-heilen/#respond Mon, 19 Dec 2016 18:08:21 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10970 Die Hanfpflanze ist zu viel mehr im Stande als sich viele vorstellen können. Nicht nur als Nutzpflanze ist Hanf auch hier zu Lande wieder mehr im Kommen, sondern auch als natürliches Arzneimittel wird es zunehmend erforscht. Mit Hanf erzielt man die größte Heilwirkung, wenn man entweder Öl aus Hanfblüten auspresst oder die entsprechenden Pflanzenteile verzehrt.

Hanfpflanzen mit Blüten

Hanfpflanzen mit Blüten. Aus den Blütenständen der Hanfpflanze wir das Öl als Arzneimittel gewonnen.
© tdfugere / pixabay.com (CC0 1.0)

Der aus der Provinz Nova Scotia in Kanada stammende Rick Simpson wurde schnell im Jahr 2008 bekannt, als er auf YouTube schilderte, dass er seinen Hautkrebs mit Cannabis-Öl selbst geheilt hat.

Nicht jeder Stamm, also nicht jede Sorte von Cannabis hat die gleiche Wirkung, aber man wird zukünftig immer mehr Patienten haben, die in relativ kurzer Zeit einen großen Erfolg in der Krebs-Behandlung durch die Verwendung von Cannabis haben werden.

Dennis Hill, ein US-amerikanischer Biochemiker mit dem Spezialgebiet Krebsforschung heilte seinen hochaggressiven Prostatakrebs mit Cannabis-Öl. Aufmerksam wurde er auf diese Methode durch einen Hinweis auf die Veröffentlichung von Rick Simpson. Er stieß bei seinen Recherchen auf viele wissenschaftliche Hinweise und sagte nach seinen Erfahrungen mit Überzeugung: „Cannabis-Öl tötet Krebszellen ab, unabhängig von der Art, Beschaffenheit, Aggressivität und Lage des Krebses.“

Hill nahm bei seinem Selbstversuch täglich einen Tropfen des Öls vor dem Schlafengehen. Das Ergebnis war überzeugend: nach drei Monaten war der Tumor verschwunden und nach sechs Monaten hatte er keine Krebszellen mehr im Körper. Dabei verzichtet er – auf eigenes Risiko – auf die klassischen Behandlungsmethoden wie Bestrahlungen und Chemotherapie.

Eine wissenschaftliche Erklärung kommt unter anderem von Frau Dr. Christina Sanchez. Sie ist Molekularbiologin an der Complutense Universidad in Madrid. Sie bestätigt ausdrücklich, dass THC (Tetrahydrocannabinol), der wichtigste psychoaktive Teil der Cannabispflanze, Krebszellen töten kann. Die Begründung von Frau Dr. Sanchez führt hier zu weit und kann gerne nachgelesen werden (unter: http://www.horizonworld.de/hanf-heilt-nicht-durchs-rauchen-sondern-auf-eine-andere-weise/).

Das National Cancer Institute (NCI) in Bethesda, Maryland, USA erklärt zu den Studien über Cannabis folgendes: „Eine Laborstudie von Cannabidiol (CBD) in östrogenrezeptor-positiven und östrogenrezeptor-negativen Brustkrebszellen zeigte, dass es Zelltod von Krebs verursacht, während es wenig Wirkung auf normale Brustzellen hat.“

Bei solchen wissenschaftlich fundierten Beweisen ist es schwer, nachzuvollziehen, dass man Cannabis immer noch als „Droge ohne medizinische Zwecke“ bezeichnet. Längst hätte es Cannabis verdient, mit der Chemotherapie gleichgestellt zu werden. Hier ist ein Umdenken auch bei Medizinern einzufordern, die sich speziell mit Krebstherapien beschäftigen. Man darf jedenfalls gespannt sein, was uns zu diesem Thema in nächster Zeit noch alles Interessantes und Positives erwartet.

 

Quelle: horizonworld.de
Besten Dank an Steffi für den Tipp! :)

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Premiere in Chile: Alle Kulturen unter einem Dach http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/11/kultur/premiere-in-chile-alle-kulturen-unter-einem-dach/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/11/kultur/premiere-in-chile-alle-kulturen-unter-einem-dach/#respond Thu, 24 Nov 2016 16:33:45 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10951 An den Hanglagen oberhalb der chilenischen Millionenmetropole ist seit neustem ein höchst merkwürdiges Gebäude zu besichtigen: Das helle, ebenso organisch wie futuristisch anmutende Bauwerk ohne direkt erkennbare Funktion, erinnert von Ferne an den Kopf eines Pflanzenkeimlings, der sich durch die Erdkruste drückt.

Santiago de Chile

Santiago de Chile
© edowoo / flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Der Bau ist allerdings nicht, wie man vermuten könnte, eine weitere exotische Villa eines betuchten Geschäftsmannes, die besonders am Stadtrand der chilenischen Hauptstadt zahlreich zu finden sind. Das Gebäude ist der neuste Tempel der Bahá´i-Religion. Zur Information: Die Bahá´i-Religion ist vor etwa 150 Jahren in Persien (dem heutigen Iran) entstanden. In vielen Ländern (auch Deutschland) findet das Bahaitum mittlerweile als jüngste Weltreligion Anerkennung. Die Bahá´i-Gemeinschaft, die weltweit aktuell etwa fünf Millionen Anhänger zählt und nach eigenen Angaben in allen Staaten der Welt (derzeit 194) vertreten ist, lässt auf jedem Kontinent ein so genanntes “Haus der Andacht” errichten (https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Bahai-Tempel). Mit dem Bau in Santiago de Chile hat nach Angaben der Gemeinschaft nun Südamerika als letzter Kontinent ein solches Andachtshaus erhalten.

Auf den Internetseiten der Bahá´i (für den deutschsprachigen Raum: www.bahai.de) ist zu lesen, dass bei der Gestaltung der Tempel großen Wert darauf gelegt wird, dass sie architektonisch den  Ort sowie die Kultur der Region widerspiegeln. Nach Aussagen des Architekten des “Hauses der Andacht” bei Santiago de Chile, Siamak Hariri, zitieren die fließenden Formen des Bauwerks und die Hülle aus durchscheinendem Alabaster die Zelte, in denen die Ur-Einwohner der Region traditionell lebten und zum Teil noch heute leben. (http://templo.bahai.cl/)

Das wirklich Bemerkenswerte am jüngsten Tempel-Bau in Santiago de Chile ist allerdings nicht in erster Linie die außergewöhnliche Architektur, sondern vielmehr ein Umstand, der zu den dreitägigen Eröffnungsfeierlichkeiten im Oktober eingetreten ist: Unter den 2500 Gästen aus Chile (insgesamt: 5000) waren ausnahmslos alle (!) Kulturen des Landes vertreten und einvernehmlich an einem Ort versammelt – ein Ereignis, das in der Geschichte des kulturell zerklüfteten Einwanderungslandes Chile als einmalig gilt. Die chilenische Ur-Bevölkerung wurde von den vorwiegend europäischen Einwanderern, die unter anderem in Zeiten der Hungersnöte des 30-jährigen Krieges neue Lebensräume suchten, vielerorts massiv verdrängt.

Diese einmalige Zusammenkunft mit Versöhnlichkeits-Charakter wurde von der Bahá´i-Gemeinde als besonderer Erfolg begrüßt. Verständlich, fördert die Bahá´i-Religion doch nach Kräften den Gedanken der “Menschheitsgemeinschaft” und setzt sich für den Dialog aller Kulturen und Religionen ein. Zu den zentralen geistigen Visionen des Bahaitums gehört die Einheit aller Menschen, die eines Tages Wirklichkeit werden soll. Nach dem Willen des Religionsstifters Baha’u’llah (1817 – 1892) sollen neben den Häusern der Andacht künftig weitere Einrichtungen gebaut werden, die sozialen, humanitären, pädagogischen und wissenschaftlichen Zwecken dienen.

 

Quellen: wikipedia.org, templo.bahai.cl

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Der Kubeben-Pfeffer ist die Heilpflanze des Jahres 2016 http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/11/gesundheit/der-kubeben-pfeffer-ist-die-heilpflanze-des-jahres-2016/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/11/gesundheit/der-kubeben-pfeffer-ist-die-heilpflanze-des-jahres-2016/#respond Thu, 24 Nov 2016 16:08:37 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10955 Der Kubebenpfeffer ist sicherlich vielen Menschen in unseren Breiten nicht bekannt, da er als Gewürz in unseren Küchen eher selten Verwendung findet. Es handelt sich um einen aus Südostasien stammenden Kletterstrauch. Dieser kann mehrere Meter hoch werden und trägt kugelförmige, rote Früchte. Die Früchte wirken entzündungshemmend und werden schon lange als bewährtes Hausmittel gegen Kopfschmerzen, Schwindel und Erkrankungen der Atem- und Harnwege eingesetzt. Schon Hildegard von Bingen (1098 – 1179) lobte die Heilpflanze mit folgenden, überlieferten Worten: Der Kubeben-Pfeffer führe „zu einem fröhlichen Geist, einen scharfsinnigen Verstand und reinem Wissen.“

Kubebenpfeffer

Kubeben-Pfeffer
© gokalpiscan / pixabay.com (CC0 1.0)

Aus der traditionellen indonesischen Jamu-Medizin ist der Kubebenpfeffer nicht wegzudenken. Diese Heilmethode beruht auf rein pflanzlicher und tierischer Basis und existiert bereits seit über 1300 Jahren.

Die Heimat des Kubebenpfeffers liegt vor allen Dingen auf Java, Sumatra und im Südteil der Insel Borneo. Die Früchte, die im ausgereiften Zustand eine schwarz-bräunliche Farbe und eine runzelige Oberfläche aufweisen, finden sich seit vielen Jahrhunderten auf diversen Feldern der Medizin und als Beimischung bei Genussmitteln. Paracelsus (1493-1541), beispielsweise, nannte den Kubebenpfeffer ein „erwärmendes Gewürz“ und sagte, dass es lebensverlängernd sein könnte. Neben zahlreichen anderen Gewürzen soll der Pfeffer wohl auch Bestandteil der „orientalischen Fröhlichkeitspillen“ gewesen sein. Man schrieb ihm schon immer eine aphrodisische Wirkung zu. Man findet ihn auch im Schnupftabak und selbst in alkoholischen Getränken wie dem Bombay Sapphire Gin.

Selbst „Gewürzprofessor“ und Fernseh-Koch Alfons Schubeck hat ihn entdeckt und beschreibt den Geschmack wie folgt: „Zuerst wirken sie scharf, dann macht sich eine Bitternote bemerkbar, die sehr eindringlich sein kann. Gegen Ende entwickelt sich ein lang anhaltendes Eukalyptus- und Kampferaroma“. Er würzt damit Fisch, Meeresfrüchte, Lamm oder Hammel und gibt ihnen damit eine frische Geschmacksnote.

Na, wenn der Kubebenpfeffer so von einem Sternekoch „geadelt“ wird, hat man ihn wohl zu Recht zu Heilpflanze 2016 erkoren. :)

 

Quellen: hna.de, heilpraktiker-berufs-bund.de

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Endlich – Australien verbietet Tierversuche für Kosmetika http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/10/erfolgsgeschichten/endlich-australien-verbietet-tierversuche-fuer-kosmetika/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/10/erfolgsgeschichten/endlich-australien-verbietet-tierversuche-fuer-kosmetika/#respond Sun, 23 Oct 2016 16:17:58 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10932 Am anderen Ende der Welt passieren wichtige Dinge. Nachdem Neuseeland im Jahr 2015 Tierversuche für die Entwicklung von Kosmetikartikeln verboten hat die australische Regierung ebenfalls ein solches Verbot beschlossen. Das Gesetz wird im Juli 2017 in Kraft treten. Damit reiht sich Australien hinter der EU, Israel und Indien ein, denn all diese Länder haben Tierversuche für Kosmetika bereits verboten.

Ein weißer Hase mit langen Ohren schaut in die Kamera

© tangi_bertin / flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Dank der Hartnäckigkeit von Gruppen mit gemeinsamen Interessen, so genannten community groups wie die Kampagne von #BeCrueltyFree werden ab dem nächsten Jahr alle Kosmetikprodukte verboten, deren Inhaltsstoffe zuvor an Tieren getestet wurden.

Humane Society Interanational, eine weltweit arbeitende Tierschutzvereinigung, brachte es fertig, dass die liberalgeführte australische Regierung parteiübergreifend die Einführung dieses Gesetzes vorangetrieben hat. Ken Wyatt, Australiens stellvertretender Gesundheitsminister, sagt: „Wir müssen nicht länger Kosmetika an Tieren testen und viele Länder, darunter die EU, haben den Gebrauch von kosmetischen Inhaltsstoffen, die an Tieren getestet wurden, verboten.“ Er ergänzte: „Das Testen von kosmetischen Inhaltsstoffen an lebenden Kreaturen ist eine vollkommen unnötige Grausamkeit und es wird Zeit, dass sich Australien einer wachsenden Anzahl von Ländern, die dies verbieten, anschließt.“

Die Sprecherin der Kampagne #BeCrueltyFree Australia, Hannah Stuart, sagte der Presse: „Wenn man lebende Tiere benützt, um neue Inhaltsstoffe für Kosmetika wie Haarfärbemittel oder Hautcremes zu testen, dann ist dies ethisch nicht gerechtfertigt. Somit sind wir erfreut, dass die entsprechenden Anträge beide Häuser des Senats passiert haben. Es gibt einen global wachsenden Trend, den Verkauf von neuen Schönheitsprodukten, bei denen Tierversuche angewendet wurden zu unterbinden.“

Aktivisten, die die Kampagne vorangetrieben haben angekündigt, wollen mit der Regierung zusammenarbeiten, damit das Gesetz sinnvoll umgesetzt  wird. Das Gesetz verbietet die Tierversuche und gleichzeitig den Verkauf von solch vorbelasteten Produkten in Australien.

Die Verbraucher können hier somit zukünftig ohne schlechtes Gewissen zu den Kosmetika greifen und letztlich werden es die Tiere den Menschen danken, nicht mehr im wahrsten Sinne des Wortes als Versuchskaninchen herhalten zu müssen.

 

Quelle: theearthchild.co.za
Vielen lieben Dank für den Tipp, Tessi! ;-)

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Plastik, Kosmetik, Treibstoff mal anders – Algen die ″Alleskönner″ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/09/wissen/plastik-kosmetik-treibstoff-mal-anders-algen-die-alleskoenner/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/09/wissen/plastik-kosmetik-treibstoff-mal-anders-algen-die-alleskoenner/#respond Mon, 26 Sep 2016 17:12:47 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10920 Algen spielen in der Wissenschaft und in der Wirtschaft eine immer wichtigere Rolle. In der Weltraumforschung und bei der Ernährung kann man auf Algen nicht mehr verzichten. Die Designerfirma AMAM aus Tokio erforscht  in wie weit man Algen zur Herstellung von Plastik verwenden kann. Man verwendet insbesondere Agar, das man aus den Zellwänden verschiedener Algen gewinnt. Die Forscher von AMAM nennen ihr Vorhaben Agar Plasticity. Man will unterschiedliche Plastikarten entwickeln, wie Tüten, Folien und Schaumverpackungen.

© suavehouse113 / flickr.com (CC BY 2.0)

© suavehouse113 / flickr.com (CC BY 2.0)

Dahinter steckt die Idee, dass Plastikprodukte, die aus Agar hergestellt werden, bei der Entsorgung keine Rückstände in der Natur hinterlassen. Man hätte sogar den positiven Effekt, dass dann, wenn Agar zersetzt wird und in den Boden gelangt, dieser angereichert und dessen Wasserdurchlässigkeit erhöht werden würde.
Um eine Agar-Produktion im größeren Umfang zu ermöglichen, müsste man jedoch auf künstliche Algenfarmen setzen, um das Ökosystem in den Ozeanen nicht zu stören.

 

Kosmetikartikel aus Algen

Auf einen ähnlichen Weg begibt sich die Firma oceanBasis GmbH, die seit 2001 in der Ostsee auf der Höhe von Kiel die Braunalge Saccharina latissima züchtet. Aus dieser stellt man die Naturkosmetikserie Oceanwell her.
Die Algen werden geerntet, gespült und in einer Mühle zerkleinert. Danach folgt ein Gärverfahren und mehrere Filterdurchläufe. Damit erhält man den Grundstoff, den man für die Kosmetikartikel braucht.

 

Algen werden zu Biotreibstoff

Im  Algen Science Center an der Universität in Jülich bringen Wissenschaftler des Instituts für Bio- und Geowissenschaften Mikroalgen mit dem CO2 aus dem Braunkohlekraftwerk im benachbarten Niederaußem zusammen. Daraus gewinnt man Öle, die als Basis für Biotreibstoffe dienen. Die Forscher argumentieren: „Die winzigen Algen wachsen bei den hohen Konzentrationen besonders schnell. Diese können dann als Alternative zum Erdöl für Flugzeugtreibstoff, als Grundstoff für die chemische Industrie oder als Nahrungsmittel eingesetzt werden.“

 

Algen, die wir Menschen im Badesee eher als lästig empfinden, haben offenbar ein Potenzial bei dessen Erforschung wir wohl erst am Anfang stehen. Wer weiß, wie uns die Algen in naher Zukunft noch positiv überraschen werden.

 

Quelle: deutsche-wirtschafts-nachrichten.de
Herzlichen Dank für den Tipp!!

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Neues Zuhause für Obdachlose auf dem Bauernhof http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/08/erfolgsgeschichten/neues-zuhause-fuer-obdachlose-auf-dem-bauernhof/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/08/erfolgsgeschichten/neues-zuhause-fuer-obdachlose-auf-dem-bauernhof/#respond Sun, 21 Aug 2016 16:32:38 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10908 Im Südosten von Essen liegt der Stadtteil Kupferdreh in einer ländlich anmutenden Gegend. Dort befindet sich der Rehmannshof. Vier Dutzend Gänse bevölkern die Wiese und drei Shetlandponys nebenan schauen den Gänsen zu. Der weitere Tierbestand auf dem Hof besteht aus Kamerunschafen, Schweinen, Hühnern und Kaninchen. Um all die Tiere kümmert sich nicht etwa ein Bauer, sondern acht ehemalige Obdachlose, für die der Hof ihr neues Zuhause ist.

Ein Shetlandpony bleckt die Zunge

Shetlandponys sind eine von vielen Tieren, die auf dem Rehmannshof gepflegt und versorgt werden wollen.
© nickirp / flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Einer davon ist Stefan Hefele-Kulcar. Er ist ein ruhiger, schlanker Mann, den man seine jahrzehntelange Suchtkrankheit ansieht, die ihn letztlich aus der Gesellschaft gedrängt hat. Als er vor elf Jahren auf den Hof kam, „hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, eine Heimat zu haben“, wie er sagt. Die Abgeschiedenheit auf dem Bauernhof, der von der Gesellschaft für Soziale Dienstleistungen Essen (GSE) betrieben wird, macht ihm nichts aus. Er meint: „Ich mag die Natur und die Tiere, habe gerne meine Ruhe.“

Geerntete Kürbisse

Auch Gemüse, Obst, Blumen und Kräuter wachsen auf den Feldern des Hofes. Diese Produkte landen in den Einrichtungen der GSE.
© Bethany L King / flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Andreas Wartemann, der als Sozialarbeiter seit 1998 diese Außenwohngruppe der GSE leitet sagt: „Eigentlich heißt unser Schwerpunkt Resozialisierung. Aber machen wir uns nichts vor: Die Menschen, die bei uns leben, bleiben dauerhaft.“ Auf dem Gehöft gibt es sechs Einzel- und ein Doppelzimmer, sowie einen Gemeinschaftsraum.
Die anfallenden Tätigkeiten geben den Männern einen strukturierten Tagesablauf und sind alles andere als eintönig. Die Tiere müssen gefüttert und gepflegt werden, die Ställe müssen sauber gehalten werden. Zusätzlich muss die kleine Landwirtschaft am Laufen gehalten werden. Obst, Gemüse, Blumen und Kräuter wachsen auf den Feldern und müssen bewässert und geerntet werden. Die Erzeugnisse kommen alle in die Großküchen der GSE.

Hainz Kannewurf, 64 Jahre alt, kümmert sich gerade im Treibhaus um die Tomaten. Er kennt die Arbeit, denn er ist gelernter Landwirt. In die Obdachlosigkeit geriet er über die Abwärtsspirale Arbeitslosigkeit, Schulden und Alkohol. Aus diesem Kreislauf kam er durch eigene Kraft nicht mehr heraus. Seitdem er seit zwei Jahren auf dem Rehmannshof arbeitet, hat er seine persönliche Situation im Griff. Andreas Wartmann erklärt: „Entgegen mancher Vorstellung sind wir keine „trockene“ Einrichtung, aber durch die Kontinuität und die Wertschätzung, die die Männer erfahren, hält sich der Alkoholkonsum in tolerierbaren Grenzen.“

Freilaufende weisse Gänse auf einer grünen Wiese

Gänse leben ebenfalls auf dem Rehmannshof.
© jlgpix / flickr.com (CC BY 2.0)

Heuer will der Rehmannshof sein Konzept weiter öffnen und ein Freizeitangebot für Altenheimbewohner der GSE schaffen. In Kürze können Besucher bei Kaffee und Kuchen das Landleben erkunden und mit den Tieren Kontakt aufnehmen. GSE-Sprecherin Angela Köhler sagt: „Unsere Senioren fahren regelmäßig zu einer Ziegenfarm und kehren immer glücklich zurück. Da haben wir uns überlegt, dass wir diese Ausflüge doch auch auf den eigenen Hof machen können.“ Wartmann ergänzt: „Ab und an ein bisschen mehr Leben bei uns kann nicht schaden.“

Fotos vom Rehmannshof könnt ihr euch in folgendem Artikel ansehen: http://www.derwesten.de/staedte/essen/ost/bauernhof-in-kupferdreh-bietet-obdachlosen-ein-neues-zuhause-id12019743.html

 

Quelle: derwesten.de

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Thailand pflanzt Millionen Bäume mithilfe von ″Samenbomben″ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/07/umwelt/thailand-pflanzt-millionen-baeume-mithilfe-von-samenbomben/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/07/umwelt/thailand-pflanzt-millionen-baeume-mithilfe-von-samenbomben/#respond Fri, 08 Jul 2016 18:24:53 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10885 Die Zahlen sprechen für sich. Auf Grund der globalen Abholzung sind von den ursprünglich 16 Millionen Quadratkilometer Wald auf der Erde heute noch 6,2 Millionen übrig. Die Folgen sind deutlich zu spüren: Millionen von Menschen bangen um ihre Existenz, Baum- und Tierarten sind vom Aussterben bedroht. Darüber hinaus beeinflusst die Abholzung massiv den Klimawandel.

Samenbomben, eng.: seed bombs

Samenbomben (seed bombs)
© Kevan / flickr.com (CC BY 2.0)

Unter den Baumarten sind der Kakaobaum, der Paranussbaum und die Acaipalme am stärksten gefährdet. Dort, wo kein Wald mehr ist, machen sich die industrielle Landwirtschaft und die Rinderzucht breit.

Thailand stemmt sich nun entschieden gegen eine weitere Abholzung seiner Wälder und strebt eine schnelle Aufforstung der abgeholzten Flächen an. Der Weg hierzu kann als einzigartig bezeichnet werden. Die Anbaumethode ist eine Kombination von so genannten „Seed Bombs“, also Samenbomben, und „aerial reforestation“, was so viel wie Aufforstung aus der Luft bedeutet.

Wie funktioniert nun das Ganze?

Man pflanzt Bäume und andere Pflanzen, in dem die Samen aus einem Flugzeug oder von einer Drohne über dem Brachland abgeworfen werden. Die Idee ist nicht neu, denn es gibt bereits seit 1930 Aufzeichnungen über Samenbomben, die in Honolulu von Flugzeugen abgeworfen wurden, um bestimmte Gebiete wieder aufzuforsten. Der Durchbruch für diese Pflanzmethode kam jedoch 1999, als der US-Konzern Lockheed Martin Aerospace plante, 900.000 Bäume innerhalb eines Tages zu pflanzen. Der Plan war, mit riesigen Transportflugzeugen in Schottland Samen abzuwerfen, um Wälder neu anzupflanzen. Dort wurden über einen Zeitraum von Jahrhunderten die ursprünglich vorhandenen Urwälder gnadenlos abgeholzt. Das Ganze konnte zum halben Preis, verglichen mit klassischen Pflanzmethoden, erledigt werden. Die Erfolgsquote bei dieser Anpflanzung aus der Luft liegt bei sehr guten 70 Prozent.

In folgendem kurzen Video seht ihr, wie diverse Pflanzen mit der seed-bomb-Methode neuen Lebensraum schaffen können.

Um mit Hilfe von Flugzeugen und Drohnen „Samenbomben“ abzuwerfen, ist eine grandiose Methode, um relativ preiswert und schnell zur Wiederaufforstung beizutragen. Das gefällt uns, da es mal eine sehr positive Sache ist, bei der diese Gerätschaften eingesetzt werden.

 

Quellen: bewusst-vegan-froh.de
Herzlichen Dank für den Tipp, liebe Regina! :)

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Haßfurt – ganz vorne bei der Gewinnung von Windgas http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/06/technik/hassfurt-ganz-vorne-bei-der-gewinnung-von-windgas/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/06/technik/hassfurt-ganz-vorne-bei-der-gewinnung-von-windgas/#respond Sat, 11 Jun 2016 15:15:18 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10876 Haßfurt, eine unterfränkische Kleinstadt am Main, ist auf dem besten Weg, bei der Energiewende „in der ersten Reihe“ mitzuspielen. Die Stadtwerke Haßfurt und die Firma „Greenpeace Energy“ aus Hamburg errichten am Mainhafen einen Elektrolyseur, der die Größe eines Containers hat.

Sich drehende Windturbine

© Doxi / flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Diese Anlage wird als eine der ersten in Deutschland in großen Mengen Sonnen- und Windstrom in Wasserstoff umwandeln und vor Ort ins Erdgasnetz einspeisen. Der so gewonnene Wasserstoff, auch „Windgas“ genannt, wird in Heizungsanlagen und in einem Kraftwerk zur Erzeugung von Wärme und Strom verfeuert. „Unser Elektrolyseur ist ein Leuchtturmprojekt, er bringt die Energiewende einen Riesenschritt voran“, sagt der Chef der Stadtwerke, Norbert Zösch, voller Stolz.

Mit der Gewinnung von Windgas könnte man das Hauptproblem der Windkraft und der Photovoltaik lösen, nämlich die Speicherung der überschüssigen Energie, die an windigen bzw. sonnigen Tagen vorhanden ist. Martin Thema, ein Wissenschaftler, der an der Technischen Hochschule in Regensburg über Energienetze und -Speicher forscht stellt klar: „Mit Windgas werden Wind- und Sonnenstrom speicherbar, denn die Kapazitäten des Erdgasnetzes sind gigantisch. Mit Windgas ist Öko-Strom auch in all den Zeiten verfügbar, in denen es windstill und dunkel ist. Und zwar über Tage und sogar Wochen hinweg.“ Umso bedeutender für die Zukunft des Ökostroms sind solche Pilotanlagen wie in Haßfurt.

Das Elektrolyseverfahren ist längst Grundlagenwissen der Physik, denn es wurde bereits vor etwa 200 Jahren vom italienischen Physiker Allessandro Volta entdeckt. Beim Elektrolyseverfahren wird durch Einsatz von Strom Wasser in seine Grundstoffe Sauerstoff und Wasserstoff zerlegt. Der Sauerstoff entweicht in die Atmosphäre und der Wasserstoff wird ins Erdgasnetz eingespeist. Daraus gewinnt man dann Strom und Wärme.
Die auf dem neuesten Stand der Technik befindliche Anlage in Haßfurt kommt aus dem Hause Siemens. Sie wird in etwa eine Million Kilowattstunden Windgas pro Jahr erzeugen. Niels Müller, Greenpeace-Energy-Vorstand schwärmt: „Die Technik ist serienreif. Durch den Praxisbetrieb wollen wir sie noch effizienter machen.“

Die Stadtwerke Haßfurt und Greenpeace-Energy hoffen, rasch Nachahmer für dieses Projekt zu finden. Niels Müller argumentiert: „Wenn Elektrolyseure in größerer Stückzahl gebaut werden, werden sie günstiger. Dann sinken die Preise für den erneuerbaren Wasserstoff.“ Zwei Millionen kostet die Anlage in Haßfurt und wenn alles reibungslos läuft, geht man davon aus, dass sich der Elektrolyseur in zehn Jahren amortisiert hat.

 

Quelle: sueddeutsche.de

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Äthiopien – Abgeholzte Steppen verwandeln sich in grüne Wälder http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/05/erfolgsgeschichten/aethiopien-abgeholzte-steppen-verwandeln-sich-in-gruene-waelder/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/05/erfolgsgeschichten/aethiopien-abgeholzte-steppen-verwandeln-sich-in-gruene-waelder/#respond Mon, 23 May 2016 20:41:44 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10862 Wer heute in die Stadt Sodo im Süden Äthiopiens kommt und dort das letzte Mal vor zehn Jahren gewesen ist, glaubt, seinen Augen nicht trauen zu können. Wo damals auf den umliegenden Bergen nur vereinzelte stachelige Büsche und nutzlose Kriechpflanzen zu sehen waren, wo die Bodenerosion tiefe Einschnitte geschaffen hatte und wo von Zeit zu Zeit Erdlawinen ins Tal stürzten, fressen heute Kühe saftiges Gras und der Wildbach plätschert ins Tal, so dass man glauben könnte, man wäre irgendwo in den Alpen auf einer Alm.

In Südäthiopien: Ein Farmer hält Ausschau in einer Baumkrone

In Südäthiopien: Ein Farmer hält Ausschau in einer Baumkrone.
© D-Stanley / flickr.com (CC BY 2.0)

Tony Rinaudo, ein australischer Agrarexperte aus Melbourne, kam 2006 nach Sodo und sah Berge, die aussahen, als ob sie einer einzigen Naturkatastrophe zum Opfer gefallen sind. Damals waren die Bewohner der Region Sodo auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Durch das seit vielen Generationen erfolgte Abholzen der Wälder und dem Übergrasen der Weiden konnten auf dem Boden keine Nahrungsmittel mehr gedeihen. Man hatte seine eigene Lebensgrundlage zerstört.

Dieses Problem kannte Tony Rinaudo bereits seit 1980 aus einer anderen Gegend in Afrika, nämlich aus dem westafrikanischen Staat Niger. Dort sollte er die sich ständig ausbreitende Wüste aufhalten. Er pflanzte jahrelang in großer Zahl Bäumchen, die alle wieder in der Hitze verdorrten. Doch Rinaudo kam auf eine Lösung des Problems. Er beschäftigte sich mit den kümmerlichen Trieben, die er in der Halbwüste fand und stellte fest, dass diese Triebe von früher gefällten Bäumen stammten, die aus einem unterirdischen Wurzelgeflecht bildeten und die nach jedem Regen aus dem Sand hervorkamen, um dann sehr rasch vom hungrigen Vieh abgefressen zu werden. Somit konnten diese Triebe nie zu kleinen Bäumchen heranwachsen. Mit dieser Erkenntnis kam für Rinaudo die zündende Idee: Neue Bäume pflanzen war überflüssig, man musste nur die vorhandenen Triebe schützen.

Diese Erkenntnis könnte für Afrika von größerer Bedeutung sein als Milliarden an Entwicklungshilfegeldern. Kein Erdteil hat mehr Bäume verloren als Afrika. Dabei muss man sich vor Augen halten, dass Bäume für den Erhalt unserer Erde die wichtigsten Eckpfeiler sind. Sie verhindern die Erosion des Bodens, speichern Regenwasser, halten den Boden feucht, spenden Schatten und einige geben wertvollen Stickstoff in den Boden ab. Mit der von Rinaudo entdeckten Methode könnten Millionen Hektar von zerstörtem Land wieder in intakte Wälder und saftige Weiden verwandelt werden.

Der Australier musste zunächst beweisen, dass seine These richtig ist. Dafür umzäunte er ein Versuchsfeld, um das Vieh fernhalten zu können. Die heranwachsenden Büsche schnitt er in Form zurecht und schon wenige Jahre später stand im Versuchsfeld ein kleiner Wald. Mittlerweile stehen in der von Rinaudo in Niger betreuten Region etwa 200 Millionen Bäume. Rinaudo ging davon aus, wenn seine Methode im Halbwüstenstaat Niger funktioniert, dann müsste sie im klimatisch günstigeren Südäthiopien erst recht von Erfolg gekrönt sein.

Grüne Fälder in Südäthiopien

Südäthiopien
© luigig / flickr.com (CC BY 2.0)

Fünfzig Kilometer südlich von Dodo liegt das Dorf Humbo zu Füßen eines Berges der vor zehn Jahren wie der nackte Buckel eines Nilpferdes aussah. Von Wald war keine Spur mehr zu sehen.
Anfangs war die Bevölkerung ihm gegenüber sehr skeptisch. Man hielt ihn für einen Scharlatan. Einer seiner ersten Verbündeten in Humbo war Katmar Anato, dessen Farm unmittelbar am Fuße des „Nilpferdbuckels“ lag und dessen Ernte des Öfteren von Schlammlawinen zerstört wurde. Er war bereit, Rinaudo eine Chance zu geben. Es war sein Glück, denn es donnern keine Schlammlawinen mehr auf seine Felder. Heute wachsen Fruchtbäume, Kaffeebüsche und Mausstauden auf seinem Land und Anato sagt: „Man hat das Gefühl, in einem Kühlschrank zu sitzen.“ Das Gefühl trügt ihn nicht, denn Rinaudo hat nachgemessen, dass die Bodentemperatur unter einem Baum bei großer Mittagshitze bis maximal 36 Grad ansteigt, während sie auf freiem Feld auf 71 Grad hochklettert.

Mittlerweile ist es nicht nur Anato, der an die Methoden von Rinaudo glaubt, sondern es haben sich mehr als 5000 Mitglieder der Initiative angeschlossen. Die Menschen von Dodo und Humbo sind nicht mehr auf Lebensmittelhilfe angewiesen. Die Verhältnisse haben sich umgekehrt, denn bereits vor zwei Jahren konnte Humbo einhundert Tonnen seiner Maisüberschüsse an das Welternährungsprogramm der UNO verkaufen!

Bezahlt werden die Projekte aus dem Finanzausgleich zwischen Umweltsündern und Öko-Initiativen aus der Dritten Welt. Unternehmen aus Industrieländern können ihren CO2-Ausstoß mit Zahlungen an Projekte in Entwicklungsländern ausgleichen und somit zur Wiederaufforstung beitragen. Seit dem Jahr 2010 bekommen die insgesamt sieben initiativen in Humbo pro Jahr zwischen 35000 und 70000 US-Dollar an Finanzhilfe. Dies sind gigantische Summen für dortige Verhältnisse.

 

Quelle: tagesanzeiger.ch

Herzlichen Dank für den Tipp, lieber Dan! ;)

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