Gute Nachrichten http://www.gute-nachrichten.com.de ... braucht der Mensch! Sat, 09 Dec 2017 10:06:37 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.8.4 Die Heilpflanze des Jahres 2017: Das Gänseblümchen http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/12/gesundheit/die-heilpflanze-des-jahres-2017-das-gaensebluemchen/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/12/gesundheit/die-heilpflanze-des-jahres-2017-das-gaensebluemchen/#respond Sat, 09 Dec 2017 08:16:58 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11163 Es geht zwar rasend schnell auf Weihnachten und folglich auch auf den Jahreswechsel zu, trotzdem kann man sich mit der Heilpflanze des Jahres 2017, dem Gänseblümchen noch beschäftigen. Zumal es zum Beispiel auf den Rasen vor manchen Häusern immer noch blüht.

In unserer Kinderzeit haben wir mit den Blütenblättern des Gänseblümchens gerne das Spiel „er liebt mich, er liebt mich nicht“ gespielt oder wir haben Kränze aus den Blumen geflochten und als Kopfschmuck getragen. Deswegen taugt aber das Gänseblümchen nicht zur Heilpflanze des Jahres – jedoch wenige Menschen wissen, dass der kleine Korbblütler eine alte Heilpflanze ist.

Das Gänseblümchen hat natürlich in der Fachwelt einen lateinischen Namen. Dieser lautet Bellis perennis was übersetzt „ganzjährig hübsch“ heißt. Das kommt daher, dass die Pflanze fast das ganze Jahr hindurch blüht. Der Name „Gänseblume“ kommt wahrscheinlich daher, dass sie früher sehr häufig auf Gänseweiden zu finden war.

 

Wann hilft nun das Gänseblümchen?

Das hübsche Blümchen hilft bei Husten und Heiserkeit, bei Verdauungsbeschwerden, bei Stoffwechselproblemen und bei Hautleiden. Die Pflanze enthält Saponin, das schleimlösend und auswurffördernd bei Husten wirkt. Als Tee getrunken, kann es bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt werden. Dafür könnten die enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe und die Flavonoide verantwortlich sein. Als Umschlag verwendet, hilft es bei Hautleiden, sowie bei Prellungen und Verstauchungen.

Nicht zuletzt ist das Gänseblümchen als Küchenzutat geeignet und das gleich in dreifacher Hinsicht: Die Blüten sind essbar, die Blätter eignen sich für einen knackigen Salat und die Knospen dienen, wann man sie in Essig einlegt, als Ersatz für Kapern.

 

 

Man sieht, das Gänseblümchen ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch ein wahrer Tausendsassa und somit zu Recht die Heilpflanze im Jahr 2017.

 

Quellen: ptaheute.de, krautundrueben.de, deutsche-apotheker-zeitung.de

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Perspektive Alzheimer: Vermutlich doch heilbar http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/11/gesundheit/perspektive-alzheimer-vermutlich-doch-heilbar/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/11/gesundheit/perspektive-alzheimer-vermutlich-doch-heilbar/#respond Sat, 18 Nov 2017 16:19:09 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11166 Immer mehr Menschen erkranken an Alzheimer und büßen im Krankheitsverlauf ihre geistige Leistungsfähigkeit und ihre Persönlichkeit ein. Bisher versuchen Mediziner mit Medikamenten den geistigen Verfall aufzuhalten, ohne ihn jedoch ursächlich behandeln zu können. Seit einiger Zeit wächst jedoch die berechtigte Hoffnung, dass sich das bald ändern könnte: Experten diskutieren neue Erklärungsansätze zur Krankheitsentstehung sowie Präventions- und Behandlungskonzepte, mit denen sich der Erkrankungszustand von Alzheimer-Betroffenen deutlich verbessern, vermutlich sogar präventiv verhindern lässt.

Der „Welt Alzheimer Report 2015“ beziffert die Anzahl der Alzheimer-Patienten rund um den Globus auf etwa 47 Millionen – mit absehbarer Steigerung auf 75 Millionen in 2030 und 131 Millionen in 2050. In Deutschland gehen die Experten von derzeit 1,5 Millionen Betroffenen aus, die Anzahl der Neuerkrankungen wird auf 4000 bis 5000 Fälle pro Woche geschätzt.

Nach bisherigen Aussagen vieler Spezialisten nimmt das Risiko, an Alzheimer zu erkranken mit den Lebensjahren zu. Tatsächlich zeigen zahlreiche Statistiken, dass die Erkrankungshäufigkeit mit zunehmendem Alter steigt. Mittlerweile mehren sich allerdings die Zweifel an der Annahme, dass sich hinter den beobachteten Erkrankungs-Steigerungsraten bei zunehmendem Alter ein ursächlicher Zusammenhang verbirgt. “An verschiedenen Statistiken lässt sich ablesen, dass die starke Zunahme von Alzheimer in den letzten Jahrzehnten nicht parallel zur Altersentwicklung verlief“, schreibt Dr. med. Hans-Peter Friedrichsen, Vorsitzender der Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde, in der Fachzeitschrift für Orthomolekulare Medizin “OM” (“Alzheimer – eine vermeidbare Umwelterkrankung?”, 2016; 1: 3–9. http://dx.doi.org/10.1055/s-0035-1547596). Der Mediziner ist vielmehr überzeugt, dass die Veränderung externer Faktoren wie etwa der Konsum industriell verarbeiteter Lebensmittel sowie die Aufnahme neurotoxischer (nervenschädigender) Substanzen als Krankheitsursache in den Mittelpunkt gerückt werden müssten. Die Auffassung, Alzheimer nicht als Folge des Älterwerdens, sondern als Umwelt- und Zivilisationserkrankung zu verstehen, teilt Friedrichsen mit einer wachsenden Zahl an Medizinern und Wissenschaftlern weltweit.

Am Beispiel Rumänien erläutert Friedrichsen, dass der Faktor Ernährung bei der Entstehung von Alzheimer offenkundig eine herausragende Rolle spielt. Eine Studie zur Alzheimerentwicklung in dem ehemals kommunistischen Land zeigt nämlich, dass die Alzheimerrate bis zur Grenzöffnung 1989 über viele Jahre gleichbleibend niedrig war. Mit der Grenzöffnung Rumäniens veränderte sich aber nicht nur die politische Lage, sondern auch die Ernährungsgewohnheiten der Menschen dort rasant: Von vorwiegend selbst erzeugten Grundnahrungsmitteln mit niedrigem industriellen Verarbeitungsgrad hin zu immer mehr stark industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln, die seit der Öffnung des Landes importiert und von der in kommunistischen Zeiten wenig verwöhnten Bevölkerung begeistert konsumiert werden. “Die Alzheimerinzidenz stieg zwischen 1989 und 2006 von 1,65 auf 7,05 an”, schreibt Friedrichsen. Da sich bis auf die Ernährung im Beobachtungszeitraum keine weiteren Rahmenbedingungen (demographische, medizinische oder soziale Parameter) geändert hätten, deute dies auf einen Zusammenhang mit der Ernährung bzw. den verzehrten Nahrungsmitteln hin. Und auch am Beispiel Japan könne man den Zusammenhang zwischen einer Veränderung der Ernährung und einer Zunahme an Alzheimer Erkrankungen gut erkennen: Während in Japan die Todesfallzahlen durch Alzheimer über viele Jahre stabil war, stieg sie steil an, nachdem westliche Ernährung die traditionelle japanische Ernährung weitgehend verdrängt hatte. Ein Umstieg von frischen und unbelasteten Nahrungsmitteln auf industrielle Nahrungsmittel führt aber zu einer vermehrten Aufnahme neurotoxischer (nervenschädigender) Substanzen wie Agrochemikalien, Verarbeitungschemikalien und Industrieschadstoffen sowie AGEs (Advanced Glycation Endproducts, vereinfacht gesagt: Zucker).

Ein Gemüsestand mti frischen und natürlichen Nahrungsmitteln

Eine gesunde Ernährung mit natürlichen Nahrungsmitteln trägt dazu bei, nicht an Alzheimer zu erkranken.
Photo by Alexandr Podvalny on Unsplash

Mediziner wie Professor Dale Bredesen von der University of California (http://www.eastonad.ucla.edu/about-us/faculty-and-staff/item/bredesen-dale-e-md), die in Sachen Alzheimer in dieser neuen, systemischen Denkrichtung forschen und behandeln (https://www.sciencedaily.com/releases/2016/06/160616071933.htm), machen in den letzten Jahren ebenso erstaunliche wie hoffnungsmachende Beobachtungen: Aktuellen Studien zufolge profitieren Alzheimer-Patienten beispielsweise von einer vollwertigen gesunden Ernährung, regelmäßiger Bewegung und Entspannungsübungen. Verschiedene neue Untersuchungen legen zudem nahe, dass Alzheimer durch konsequente Umstellung der Lebensweise sogar präventiv zu verhindern ist. Dazu gehört auch die Nahrungsergänzung wie etwa durch Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. (http://www.huffingtonpost.de/2016/06/30/alzheimer-bheandlung-studie_n_10714134.html)

Auch in Deutschland behandeln einige Ärzte bereits erfolgreich mit diesen neuen Therapieansätzen. Einer von ihnen ist Dr. med. Wolfgang Karner. Sein ganzheitliches Therapiekonzept für Alzheimer mit der Bezeichnung “Biologische Alzheimertherapie und Prävention” setzt er in seiner Praxis in Freiburg schon seit längerem ein – ebenfalls mit Erfolg. “Alzheimer ist kein unvermeidbares Schicksal, sondern es gibt Hinweise, dass in vielen Fällen die Erkrankung gestoppt oder gar geheilt werden kann”, schreibt Karner auf seiner Praxishomepage (http://www.biologische-alzheimertherapie.de/).

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Roher Cannabis als gesundes Superfood http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/11/gesundheit/roher-cannabis-als-gesundes-superfood/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/11/gesundheit/roher-cannabis-als-gesundes-superfood/#respond Mon, 06 Nov 2017 17:25:45 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11148 Cannabis ist das neue Kale, oder vielmehr: Cannabis Samen werden derzeit als der neueste Schrei der Superfood-Bewegung bezeichnet. Obwohl die Hanfpflanze lange keinen guten Ruf genießen durfte, ändert sich gerade einiges in der Haltung vieler Bürger. Gerade in den USA, wo Cannabis in vielen Staaten für die Freizeitberauschung legalisiert wurde, konnte sich auch ein Markt für die Pflanze in ihrer gesamten Nutzung etablieren.

Eine heranwachsende Hanfpflanze in einem Topf von der Draufsicht fotografiert.

Topfpflanze: Heranwachsender Hanf.
Photo by Esteban Lopez on Unsplash

Die meisten Menschen wissen nicht viel über Cannabis, außer, dass man es rauchen kann und davon high wird. Aber auch als Lebensmittel birgt die Pflanze einige Vorteile, die man nicht unterschätzen darf. Das grüne Blatt der Pflanze ist voller Proteine, Ballaststoffe, Antioxidantien, Vitamine und Mineralien. Man kann sie – wie Spinat – etwa für Smoothies oder im Salat verwenden. Bonuspunkte: Sie schmeckt ausgezeichnet!

Doch die Pflanze kann noch mehr. Roher Cannabis hat nämlich auch therapeutische Vorteile und Nutzen. Doch erstmal ist es wichtig zu erklären, dass der berauschende und psychoaktive Anteil von Cannabis – das THC – seine ursprüngliche Form behält, wenn man ihn nicht erhitzt. Wer also nicht in den Genuss eines kleinen Highs kommen möchte, der braucht das auch nicht.

Da der Verzehr der Blüten in diesem Fall ungeeignet ist. Stellt sich folgende Frage, wie soll man die Cannabispflanze am besten benutzen? Hier ein paar Vorschläge:

Salat mit Avocado, Hanfblättern und geschälten Hanfsamen. Angerichtet aeinem Teller.

Salat mit Avocado, Hanfblättern und geschälten Hanfsamen.

© T.Tseng / flickr.com (CC BY 2.0)

Smoothie: Am besten mischt man die Blätter mit Obst und Gemüse, um so den leicht bitteren Geschmack zu überdecken.

Saft: Je frischer die Pflanze ist, desto besser wird der Saft! Also darauf achten, dass man keine alten Blätter hat. Im Smoothie, in Säften oder Müslis kann man alternativ natürlich auch Hanf-Proteinpulver aus Hanfsamen verwenden, welcher bekanntlich einen hohen Eiweißgehalt aufweist.

Salat: Die Cannabis-Blätter kann man ganz einfach klein schneiden und am besten mit einem Dressing oder einer würzigen Vinaigrette, sowie Gurken, Tomaten und anderen Salatzutaten mischen.

ungeschälte Hanfsamen

Ungeschälte Hanfsamen

© xJason.Rogersx / flickr.com (CC BY 2.0)

Hanfsamen: Hanfsamen enthalten unglaublich viele nützliche Nährstoffe und können wie Salatkerne benutzt werden – im Salat, in der Suppe und auch im Porridge kommen sie geschält oder ungeschält immer gut an! Besonders gut schmecken sie, wenn man sie röstet. So tritt die feine Süße im Geschmack noch deutlicher hervor.

Kalt gepresstes Cannabisöl: Auch das Öl der Pflanze eignet sich gut, um den Körper mit Nährstoffen zu versorgen. Es besitzt einen hohen Gehalt an lebenswichtigen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Man kann es optimal als Alternative zu anderen Ölen verwenden, am besten im Salat oder dort, wo es nicht stark erhitzt wird. Der Geschmack ist leicht nussig. Nebenbei kann auch Hanföl zur äußerlichen Pflege der Haut verwendet werden.

 

Jedenfalls ist es interessant, was die Pflanze alles kann, wenn man bedenkt, dass der kurze Inhalt dieses Beitrags nur einen kleinen Teil an Nutzen aufzählt. Es dürfte sicher sein, dass die Hanfpflanze und dessen Verzehreigenschaften eine gesunde, energiereiche Ergänzung in der Nahrungsaufnahme darstellt und auch in Zukunft nicht mehr wegzudenken ist.

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Silphie – der Ersatz für Mais als Energiepflanze http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/10/umwelt/silphie-der-ersatz-fuer-mais-als-energiepflanze/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/10/umwelt/silphie-der-ersatz-fuer-mais-als-energiepflanze/#respond Thu, 26 Oct 2017 16:25:13 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11137 Zur Herstellung von Biogas dient in Deutschland in allererster Linie der Mais. Skeptiker sagen, dass es eine Verschwendung wäre, ein Nahrungsmittel zur Energieerzeugung zu verwenden. Laut Umweltbundesamt ist die Biomasse mit einem Anteil von etwa 59 Prozent der Energiebereitstellung der wichtigste erneuerbare Energieträger. Insbesondere auf dem Wärme- und Verkehrssektor hat die Biomasse einen Anteil von fast neunzig Prozent.

Nun hat man festgestellt, dass an vielen Standorten der Anbau von Mais durch die Durchwachsene Silphie ersetzt werden könnte. Diese braucht wesentlich weniger Dünger und Pflanzenschutzmittel und bietet für viele Insekten eine gute Nahrungsquelle, ganz im Gegensatz zum Mais. Sie stammt ursprünglich aus den gemäßigten Zonen Nordamerikas und gedeiht bei uns sehr gut. Man nennt sie auch Kompass- oder Becherpflanze.

Der Biogasertrag ist durchaus vergleichbar mit dem bei Mais. Bauer Erwin Theobald baut seit 2014 Silphie in der Eifel an. Er betreibt zusammen mit drei Kollegen eine Biogasanlage. Seine Erfahrungen mit der Pflanze aus Nordamerika sind absolut positiv. „Die wird einsiliert und nachher an die Biogasanlage verfüttert. Was da an Gasertrag rauskommt, an Biogas, ist ungefähr auf die Tonne gerechnet 60 Prozent von dem, was der Mais hatte.“ Das klingt zunächst etwas enttäuschend.
Forschungsarbeiten des Instituts für Pflanzenbau und Bodenkunde am Julius-Kühn-Institut in Braunschweig, einem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen haben ergeben, dass die Silphie zum optimalen Wachstum viel Wasser benötigt. Daraus schließt man, dass sich der Anbau der Silphie in Mittelgebirgsgegenden mit häufigen Niederschlägen lohnt, weil dann der Gasertrag der Silphie dem von Mais ebenbürtig ist.

Dr. Siegfried Schittenhelm, der Leiter des Forschungsinstituts, sagt: „In diesen Regionen bringt die Silphie auch sehr gute Erträge. Aufgrund der guten Wasserversorgung dort, kommt sie an die Erträge vom Mais und durchaus an die Methanerträge heran. Die Methanausbeuten der Silphie sind etwas niedriger, aber wenn sie das mit etwas höherem Ertrag gegenüber Mais kompensieren kann, haben sie vergleichbare Methanerträge.“

Agrarbiologe Schittenhelm zählt weiter Vorteile der Silphie im Vergleich zu Mais auf: Sie braucht weniger Dünger, sie erodiert den Boden nicht, lockt keine Wildschweine an, die Schäden anrichten können und sie braucht weniger Dünger und Pflanzenschutzmittel. Bauer Theobald kann bestätigen: „Ab den zweiten Jahr kommt sie vollkommen ohne Unkrautvernichtungsmittel, ohne jegliche Pestizide oder andere Arbeiten aus. Es ist eine Pflanze, die kann bis zu 20 Jahre auf dem Feld stehenbleiben. Wenn ich jetzt mal an Flächen denke, kleinere Parzellen oder Flächen, die weit vom Hof entfernt sind. Das sind Flächen, wo die Pflanze hingehört.“

Nicht zuletzt finden Bienen, Hummeln und andere Insekten mit der Silphie, die bis in den Spätherbst hinein blüht, reichlich Nahrung. Schittenhelm ist zwar der Meinung, dass die Silphie keine wunderpflanze ist, aber dass sie in bestimmten Gebieten den Mais ersetzen kann und damit die Vielfältigkeit der angebauten Nutzpflanzen erhöht.

 

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Die Silphie als Maisersatz würde also eine erhöhte Entlastung der Natur bedeuten, da auf schädliche Pflanzenschutzmittel verzichtet werden kann, sie nur wenig Dünger benötigt, der Boden nicht erodiert und vieles mehr. Sie soll den Mais nicht komplett verdrängen, aber in bestimmten Teilen, wie beispielsweise zur Herstellung von Biogas, als Ersatz dienen, was sinnvoll wäre und vielversprechend kling!

 

Quelle: deutschlandfunk.de

Vielen Dank für den Tipp, liebe Mika! :)

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3 – 6 Milliarden Plastikstrohhalme: Berliner Start-up bietet eine wiederverwendbare Alternative http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/09/umwelt/3-6-milliarden-plastikstrohhalme-berliner-start-up-bietet-eine-wiederverwendbare-alternative/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/09/umwelt/3-6-milliarden-plastikstrohhalme-berliner-start-up-bietet-eine-wiederverwendbare-alternative/#respond Tue, 26 Sep 2017 17:04:43 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11117 Etwa 3-6 Milliarden Plastikstrohhalme werden pro Tag weltweit benutzt. Das sind ca. 900 Tonnen Plastikmüll, die täglich alleine durch Strohhalme entstehen. Circa 40 Milliarden Plastikstrohhalme werden allein in Deutschland pro Jahr “verbraucht”. Das ist (bei einem 20cm Trinkhalm) ungefähr 20x die Strecke von der Erde zum Mond (384.400 km). Eine ungeheure Menge für einen Gegenstand, der in der Regel nach der Nutzung in den Müll wandert. Beim jährlichen Ocean Cleanup Day gehören, nach Zählungen der Ocean Conservancy, Strohhalme aus Plastik zu den Top 5 Dingen, die an Stränden und sonstigen Wasserwegen gefunden werden.

Glas-Trinkhalme in Gläsern gefüllt mit Wasser, Zitronenscheiben und Minzblättern

Eine Alternative zu Plastikstrohhalmen: Wiederverwendbare Halme aus Glas.
© halm.co

An den deutschen Küsten ist der Plastikstrohhalm zwar nicht das Hauptproblem, wegen seiner Kurzlebigkeit ist er aber ein Symbol für unseren sorglosen Umgang mit Kunststoffen.

Dr. Kim Cornelius Detloff, Teamleiter Meeresschutz beim NABU

 
Das Berliner Start-up HALM will mit Trinkhalmen aus Glas eine umweltfreundliche, da wiederverwendbare und zu 100 Prozent recyclebare Alternative schaffen. Die Idee dazu kam dem Gründerpaar und ehemaligen Chal-Tec Managern Hannah Cheney und Sebastian Müller bei einer spontanen Strandsäuberungsaktion auf der Insel Koh Phayam vor der Westküste Thailands. “Gefühlt war jeder zweite Gegenstand ein Plastikstrohhalm”, so Müller.

 

Gesundheitliche Risiken von Plastikstrohhalmen

 
Plastikstrohhalme schaden nicht nur der Umwelt. Das meiste Plastik, das im Alltag Verwendung findet, enthält Weichmacher, wie hauptsächlich das hochgiftige BPA (Bisphenol A), so auch Strohhalme aus Plastik. Bei kühlen Getränken bleibt die Kunststoffverbindung zwischen Kunststoffpolymer und BPA bestehen. Durch Säure, Alkohol oder Hitze kann sich das BPA aus dem Strohhalm lösen und gerät dann über die Schleimhäute in den Blutkreislauf des Konsumenten. Der auf der Suche nach einem Östrogenersatz entdeckte Weichmacher kann den Hormonhaushalt stören und außerdem die Entstehung von Herzkreislauferkrankungen, Leberproblemen und Diabetes fördern. (zentrum-der-gesundheit.de)

Zwei Gläser gefüllt mit rotem Obstsmoothie und darin befindet sich je einem Trinkhalm aus Glas.

© halm.co

 

Die Alternative aus Glas

 
Neben den ebenfalls voll recyclebaren Trinkhalmen aus Edelstahl schafft HALM eine weitere ökologische Alternative, die völlig geschmacksneutral und ein sehr angenehmes Gefühl im Mund haben soll. Das Berliner Startup hat seit dem Launch Mitte des Jahres 15 Gastronomiebetriebe in Berlin von der Nutzung von Glastrinkhalmen überzeugen können. “Wir erhalten momentan sehr positives Feedback aus der Gastronomie.” (Sebastian Müller) Durch die hygienischen Eigenschaften von Glas können die Trinkhalme nach der Nutzung einfach zum Besteck in die Spülmaschine gestellt werden. HALM bietet zurzeit für Endkunden Glastrinkhalme in den Längen 15, 20 und 23cm (gebogen und gerade) im eigenen Online Shop an. Für die Gastronomie gelten besondere Preise.

 

Das Streben nach einer möglichst ökologischen Firma

 
Nachhaltigkeit wird in dem Berliner Unternehmen groß geschrieben. Von der Verpackung der Trinkhalme bis zu der ersten Plakat-Kampagne in Berlin: Alle Materialien kommen ohne die Verwendung von Mineralölen aus. Das SCHOTT®-Spezialglas das in Deutschland unter anderem weltweit für den Einsatz in Laboren oder Sterne-Restaurants produziert wird, wird zu ca. 70% durch die Verwendung von Strom aus Sonnenenergie gewonnen.

 

Das Unternehmen setzt sich momentan aus den beiden Gründern und jüngst aus drei weiteren Mitarbeitern zusammen. In den kommenden Wochen wird HALM auf verschiedenen Gastronomie -und Food-Messen in ganz Deutschland anzutreffen sein.

Alle weiteren Infos findet ihr unter halm.co.

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Nachhaltige Forstwirtschaft: Zurück zur Natur, zurück zum Mischwald http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/09/umwelt/nachhaltige-forstwirtschaft-zurueck-zur-natur-zurueck-zum-mischwald/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/09/umwelt/nachhaltige-forstwirtschaft-zurueck-zur-natur-zurueck-zum-mischwald/#respond Wed, 06 Sep 2017 18:14:55 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11101 Bäume wohin das Auge blickt? Das war einmal. Das Ende der Zeiten, in denen Mitteleuropa weitestgehend von Wald bedeckt war, brach vor etwa 10.000 Jahren an. Damals gaben die Menschen ihr Jäger- und Sammler-Dasein auf, wurden sesshaft, sattelten um auf Ackerbau – und rodeten zur Gewinnung von landwirtschaftlichen Anbauflächen Wald. Das tun sie zum Teil bis heute, und wenn sie es nicht zur Gewinnung landwirtschaftlicher Nutzflächen tun, dann weil Holz ein begehrter Rohstoff ist.

Mischwald mit Laub- und Nadelbäumen

Photo by Jerzy Gorecki on pixabay.com

Aktuell ist mit 11,4 Millionen Hektar noch knapp ein Drittel der Gesamtfläche Deutschlands mit Wald bedeckt. Wenn man bedenkt, dass der Wald wichtiger Bestandteil des Ökosystems, Lebensraum für Tiere, wichtiger Sauerstoffproduzent und Kohlendioxid-Speicher und nicht zuletzt Erholungsort für den gestressten modernen Menschen, ist das schon bedauerlich wenig. Doch es gibt auch Nachrichten, die hoffnungsvoll stimmen. Beispielsweise die, dass in der Bundesrepublik die Waldfläche nicht weiter ab-, sondern wieder zunimmt. In den letzten zehn Jahren immerhin um 0,4 Prozent, das entspricht rund 50.000 Hektar.

Richtig ist allerdings auch: Quantität ist nicht alles. Die typische Waldform war früher der Mischwald, der hauptsächlich aus Laubbäumen bestand. In dieser ursprünglichen Form sind bei uns nur wenige Flächenprozent des Waldes erhalten. Der Großteil der Waldflächen besteht heute aus “Forst”, das heißt, holzwirtschaftlich genutztem Baumbestand, der regelmäßig abgeholzt und wieder aufgeforstet wird. Die intensive Nutzung in Kombination mit der Nachfrage der holzverarbeitenden Industrie hat dazu geführt, dass die Forstwirtschaft schnell und grade wachsende Baumsorten bevorzugt. Da das vor allem auf Nadelbäume wie Fichte und Kiefer zutrifft, besteht der deutsche Wald, oder richtiger: der deutsche Forst, heutzutage zur Hälfte aus Nadelbäumen: 26 Prozent Fichte und 23 Prozent Kiefer.

Nadelbäume aber entsprechen nicht der heimischen Flora, und besonders großflächige und gleichaltrige Nadelbaumreinbestände bereiten große Probleme. Dazu gehören unter anderem Massenvermehrungen von Borkenkäfern und anderen Insekten, aber auch eine massive Bodenversauerung sowie eine gesteigerte Anfälligkeit für Waldbrände und Windwürfe. Dass unsere Art und Weise mit den Ressourcen unserer (Um)Welt umzugehen problematisch ist, ist kaum noch zu übersehen.

Glücklicherweise beginnt sich das Bewusstsein der Menschen langsam aber sicher zu verändern. Es wird nachhaltiger gedacht, Qualität wird wichtiger, Ursprünglichkeit und Renaturierung sind Stichworte des sich besinnenden Zeitgeistes. Auch in der Forstwirtschaft. Einer der engagiertesten Fürsprecher eines neuen Denkens in der Waldnutzung ist der ehemalige Forstbeamte Peter Wohlleben. Der Forstwirtschaftler, der sich durch sein Wissen über und sein besonderes Engagement für Bäume den Titel “Baumflüsterer” eingetragen hat, tritt für die Renaissance des Mischwaldes an.

Zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn machte Wohlleben seien Job bei der Forstbehörde wie andere Forstbeamte auch – doch mit den Jahren änderte sich sein denken von Grund auf: Er begriff, dass Bäume fühlende Lebewesen sind, die miteinander und mit anderen Lebewesen kommunizieren, und die über eine Intelligenz verfügen und ein Sozialleben entwickeln, über das in der Öffentlichkeit kaum etwas bekannt ist. Diese Erkenntnisse wurden Wohlleben zur Verpflichtung. Er begann, Ansätze für eine neue, nachhaltige Forstwirtschaft zu sammeln und weiterzuentwickeln, zu denen ein wertschätzender Umgang mit dem Lebewesen Baum und den zahllosen anderen, kleinen bis winzigen Lebewesen des Waldes gehört. Der forstwirtschaftliche Querdenker versuchte sich Gehör zu verschaffen, musste aber bald einsehen, dass seine Forstbehörde zu sehr im alten, ökonomischen Denken verhaftet war, um jemandem mit unkonventionellen Ideen wie ihm freie Hand zu lassen. Um seines Seelenfriedens Willen und um für seine Überzeugung, für eine neue Forstwirtschaft, zu kämpfen, gab Wohlleben seinen Beamtenjob bei der Landesforstbehörde auf. Er riskierte die Arbeitslosigkeit, dachte sogar über Auswandern nach, doch seine Gemeinde Hümmel im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz glaubte an ihn und seine Vision: Die Hümmeler gingen das Risiko ein, stellten ihn im Gemeindeforstbetrieb (http://www.forstbetrieb-huemmel.de/forstbetrieb-seminare.html) auf eigene Rechnung als Forstwirt an – und ließen ihn machen.

Heute ist der Gemeindeforst Hümmel in der Eifel ein Vorzeigeforst in Sachen “Zurück zur Natur”. Peter Wohlleben höchstpersönlich sorgt dafür, dass aus den vorhandenen Nadelforstflächen nach und nach wieder ein Mischwald wird, und der vorhandene Mischwald nachhaltig, sprich: schonend, genutzt wird. Das heißt, in Hümmel werden nach wie vor Bäume “geerntet” und verkauft, sogenannte “Harvester” (https://www.youtube.com/watch?v=soLjGPknv2o) aber, wie sie zur Holzernte heute vielerorts eingesetzt werden, haben im Hümmeler Forst nichts mehr zu suchen. Die Begründung ist einfach und einleuchtend: Die schweren Erntemaschinen verdichten und zerstören den Waldboden auf lange Zeit. Um den Waldboden zu schonen lässt Wohlleben Fällarbeiten wieder auf traditionelle Weise von Waldarbeitern erledigen, den Abtransport leisten sogenannte “Rückepferde”.

 

 

Da diese Form der Baum-Ernte teurer ist, die Gemeindekasse aber trotz der forstwirtschaftlichen Einbußen stimmen soll, hat Wohlleben andere Erlösquellen rund um den Wald erschlossen. Dazu gehört unter anderem ein “Ruheforst”, in dem Menschen sich “ihren” Baum für ihr späteres Urnen-Begräbnis oder das Urnen-Begräbnis eines Angehörigen pachten können. Außerdem betreibt Wohlleben im Auftrag des Forstbetriebes seiner Gemeinde eine Waldakademie (https://www.waldakademie-huemmel.de/index.html), die Besuchern aktive Freizeiterlebnisse wie pädagogische Wanderungen zum Ökosystem Wald oder den Bau eines Blockhauses verkauft.

Ein ganz entscheidender Punkt der Waldakademie ist ihre Multiplikatorfunktion. In Seminaren und Workshops erklären Wohlleben und seine gleichgesinnten Kollegen privaten Waldbesitzern, Förstern und sonstigen Interessierten, wie komplex das Ökosystem Wald ist, wie man einen Mischwald entstehen lässt beziehungsweise wie man einen Mischwald gleichsam nachhaltig und gewinnbringend bewirtschaften kann. Peter Wohlleben persönlich setzt seine Popularität ein, um ein Umdenken in der Forstwirtschaft zu fördern: Der vermutlich bekannteste Förster Deutschlands hat bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht, gibt regelmäßig Interviews für Zeitungen und Magazine und teilt sein Wissen in mehreren Fernseh-Dokumentationen, die auch über neue Medien wie Youtube Verbreitung finden.

 

 

Erfreulicherweise ist zu beobachten, dass Vorbilder wie der Hümmeler Forst Schule machen. Bundesweit hält ein neuer Geist Einzug in der Forstwirtschaft, auch Forstbehörden experimentieren mittlerweile mit nachhaltigen Modellen, auch anderswo darf der Mischwald zurückkehren. Bis die positive Veränderung sichtbar und messbar wird, wird es dauern. Bäume brauchen nun Mal Zeit um zu wachsen, besonders Laubbäume wie Buchen und Eichen. Dass das neue Denken trotzdem schon greift, lässt sich interessanterweise an anderen Veränderungen ablesen, die eher indirekt mit dem Thema “neue Waldwirtschaft” zu tun haben: “Ruheforste” wie in Hümmel sprießen wie Pilze aus dem Boden, bereits 7,5 Prozent aller in Deutschland registrierten Urnen-Bestattungen finden mittlerweile im Wald statt. Den Weg zurück zur Natur, immer mehr Menschen sind bereit ihn zu gehen.

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Willpower Energy – Deutsche Erfindung macht Erdöl überflüssig http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/08/umwelt/willpower-energy-deutsche-erfindung-macht-erdoel-ueberfluessig/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/08/umwelt/willpower-energy-deutsche-erfindung-macht-erdoel-ueberfluessig/#respond Fri, 18 Aug 2017 19:04:28 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11088 In Rostock sitzt ein Unternehmen mit dem Namen Gensoric GmbH. Ein Projekt der Gensoric GmbH nennt sich Willpower Energy. Lars Krüger, der Geschäftsführer der Gensoric GmbH sagt: „Wir sind ein kleines, innovatives Unternehmen aus dem Rostocker Keller und haben es auf die Weltbühne eines Großkonzerns geschafft.“

Blauer Himmel, grüne Wiesen, weites Land

Photo by Ákos Szabó on PEXELS

Klingt euphorisch, hat aber einen realen Hintergrund. Denn Innogy, eine Tochter des RWE-Konzerns, die sich mit umweltfreundlichen Lösungen bei der Energieerzeugung beschäftigt, hat den Bau einer Pilotanlage in Essen unterstützt. Über eine Methanolbrennstoffzelle will man damit Autos und ein Fahrgastschiff antreiben.

Nils Methling, der Leiter der Geschäftsentwicklung bei Gensoric, versichert: „Unser Know-how und unsere Patente machen uns erst richtig interessant für große Konzerne wie Innogy, die bemüht sind, vielversprechende Innovationen zu fördern.“ Weiterhin erklärt Methling, dass die Anlage von Gensoric laufend verbessert wird, dass man weiß, wie hoch der Aufwand in der Praxis ist und dass man bereits Kontakte zu Lieferanten geknüpft hat. Der wichtigste Punkt ist aber, dass „das Verfahren unter normalen Bedingungen funktioniert.“

 

Wie funktioniert nun die Pilotanlage von Willpower Energy?

In einem international patentierten katalytischen Prozess wird CO2 aus der Atmosphäre mithilfe von Enzymen, Wasser und grünem Strom in Methanol umgewandelt. Methanol ist klimaneutral und kann einfach gespeichert werden. Es kann zur Heizung oder zur Stromerzeugung eingesetzt werden. Willpower nutzt dabei eine Technologie der European Space Agency (ESA), mit der man CO2 aus der Atmosphäre sehr effizient gewinnen kann.

Mit der Willpower-Technologie kann man den eigenen Brennstoff für den Hausgebrauch gewinnen. Man braucht nur CO2 aus der Luft, Wasser und überschüssigen Strom

 

Wer ist die Gensoric GmbH?

Das Unternehmen kann auf mehr als 20 Jahre Forschung in der Elektrochemie zurückblicken. Der Mitbegründer Prof. Flechsig von der University of Albany (New York) lieferte die Grundlagen für die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten von Gensoric.

 

 

Die Pilotanlage von Willpower Energy kann einiges vorweisen, was vielversprechend für eine unabhängige, autarke Zukunft ohne Erdöl sein kann.

Alle weiteren Infos zum Thema findet ihr unter: www.gensoric.com

Momentan läuft bei Willpower Energy ein Crowdinvesting, bei dem man die weitere Entwicklung deren Lösung ab 250 Euro Investment unterstützen kann.

 

Quellen: www.gensoric.com, www.dgap.de, www.nnn.de

Herzlichen Dank für den Tipp, lieber Wolfgang! ;)

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Colorado: Steuereinnahmen durch Cannabis helfen Obdachlosen http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/07/politik/colorado-steuereinnahmen-durch-cannabis-helfen-obdachlosen/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/07/politik/colorado-steuereinnahmen-durch-cannabis-helfen-obdachlosen/#respond Sat, 22 Jul 2017 11:18:35 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11070 In Colorado werden Cannabissteuereinnahmen genutzt, um die örtliche obdachlose Bevölkerung zu unterstützen.

Der amerikanische Bundesstaat Colorado führt nun seit Jahren die fortschrittliche Cannabisbewegung an. Mit der Verabschiedung des ersten Gesetzes im Jahr 2014, das den Anbau und Verkauf von Cannabis als Genussmittel erlaubt, lagen alle Augen auf dem hundertjährigen Bundesstaat, um zu beobachten, wie legales Gras die örtlichen Gemeinden beeinflusst. Glücklicherweise ist Colorado mit seiner Verantwortung gut fertiggeworden und nutzt Steuereinnahmen, die durch Cannabis generiert werden, um der örtlichen obdachlosen Gemeinschaft zu helfen. Jetzt kann man dort nicht nur angesehene Cannabissorten, wie die von Sensi Seeds erwerben, sondern tut dies mit der Gewissheit, dass das in Cannabisapotheken ausgegebene Geld guten Verwendungszwecken zugeführt wird.

 

1,5 Millionen Dollar bis Juni 2017

Mit über 70 Millionen Dollar Cannabiseinnahmen, die 2016 landesweit generiert wurden, hat sich die in Colorado liegende Stadt Aurora dazu entschieden, ein Drittel ihrer Gesamteinnahmen von 4,5 Millionen Dollar, Organisationen für Obdachlosen zuzusichern. Zwischen Juni 2016 und Juni 2017 hat die Stadt zugestimmt, mindestens 1,5 Millionen Dollar an Spenden verschiedenen gemeinnützigen Organisationen zu geben, die Nahrung und Unterkünfte nebst anderen Diensten zur Verfügung stellen. Über den Zeitraum von drei Jahren hat die Stadt vereinbart, eine Gesamtmenge von 3 Millionen Dollar zu spenden, um so viele wie möglich der beinahe 1.000 obdachlosen Personen in der Stadt zu unterstützen.

 

Jahre der Auseinandersetzung

Colorados Entscheidung, Cannabis zu legalisieren, war ein kontrovers geführter Kampf gegen Andersdenkende, die die Auswirkung fürchteten, die Gras auf die örtlichen Gemeinden haben würde. Was man aus Aurora lernen kann, ist dass die Gesetzgeber im Bundesstaat ihren Einfluss dazu nutzen, Steuereinnahmen guten Verwendungszwecken zuzuführen. Derzeit hat Colorados Grasindustrie landesweit die Tourismusbranche gestärkt, was darin mehr Arbeitsplätze geschaffen hat.

 

Werden andere Bundesstaaten dem Beispiel folgen?

Da mehr und mehr Bundesstaaten beginnen, Cannabis zu legalisieren und zu besteuern, ist die Frage, wo all das Geld hinfließt? Hoffentlich werden andere Regionen dem Beispiel folgen, indem sie in Organisationen investieren, die einen nützlichen und konkreten Einfluss auf Gemeinden landesweit haben. Am Ende ist das Argument für die Legalisierung von Cannabis teilweise auf dem finanziellen Gewinn begründet, der durch hochbesteuerte Produkte, einschließlich Blüten, Konzentrate und Esswaren, generiert wird.

Durch die Etablierung einer Unterscheidung von Colorados Cannabis als Genussmittel und als Arzneimittel, sind Patienten immer noch in der Lage, Gras mit einer gültigen medizinischen Marihuanakarte zu niedrigeren Kosten als Freizeitnutzer zu erwerben. Auf diese Weise wird Patienten ein einfacherer Zugang ermöglicht, während trotzdem Steuereinnahmen von jenen generiert werden, die Cannabis für das persönliche Vergnügen nutzen.

 

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Fördert soziales Verhalten: Glaube an Naturgeister http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/06/umwelt/foerdert-soziales-verhalten-glaube-an-naturgeister/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/06/umwelt/foerdert-soziales-verhalten-glaube-an-naturgeister/#respond Fri, 30 Jun 2017 18:44:09 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11058 Wenn hierzulande der Bau einer größeren Infrastrukturmaßnahme stoppt, ist dem Bauherrn entweder das Geld ausgegangen, das Projekt wurde falsch geplant, oder es liegt ein anderes greifbares Hindernis vor. Wenn in Island plötzlich der Bau einer lang geplanten Straße gestoppt wird, kann das mit Naturgeistern zusammenhängen.

Junge Frau mitten im Wald an einer Lichtung schaut zu Boden

Bild: Michelle Spencer / unsplash.com

Alle paar Jahre gehen Meldungen durch europäische Medien, dass Isländer auf einer geplanten Straße (oder auf einer sonstigen für die Bebauung vorgesehenen Fläche) die Behausung von Naturgeistern ausgemacht haben – und sich daraufhin konsequent den Bauarbeiten in den Weg stellten. 2013/14 war es eine geplante Fernstraße, die nahe des Ortes Garðabær vorbeiführen sollte (http://www.sueddeutsche.de/panorama/naturgeister-in-island-elfen-lobby-stoppt-bauprojekt-1.1850140). Nach massiven Protesten der Anwohner, Verhaftungen und hartnäckigen Verhandlungen, wurde auch diese Strecke letztlich gebaut – allerdings erst, nachdem die Politik sich zu (bemerkenswerten) Zugeständnissen bereit erklärt hatte. Im Falle der Fernstraße bei Garðabær wurden unter anderem ganze Felsformationen umgesetzt, deren Beschaffenheit nach Einschätzung kundiger Anwohner als Behausungen von Feen zu erkennen waren.

Feen? Naturgeister? Baustopp? Für rationale Gemüter mag das einigermaßen verrückt klingen, seltsam verschroben, regelrecht weltfremd. Wer glaubt denn im Zeitalter von Smartphone und Internet noch an solche Märchen? In post-modernen westlichen Kulturen hat die Beschäftigung mit Naturgeistern nicht mehr als unterhaltenden Charakter, bestenfalls vermitteln sie uns eine Ahnung von den Vorstellungen und Ängsten unserer Vorfahren.

Auf Island aber ist der Umgang mit Naturgeistern auch heute noch fest in der Volksseele verankert, der Glaube an die beseelte Natur und ihre Geister sehr lebendig. Vor Baumaßnahmen werden deshalb nicht selten spezielle Geisterkundige engagiert, die mit den ansässigen Naturgeistern kommunizieren, um so Konflikte zu vermeiden und bei den geplanten Arbeiten Probleme wie Maschinenausfälle oder Unfälle zu verhindern (https://www.welt.de/vermischtes/article157910957/Haben-sich-hier-etwa-Elfen-an-Bauarbeitern-geraecht.html). Auf den rund 100.000 Quadratkilometern des Inselstaats gibt es vielerorts scheinbar unsinnige Straßenverläufe, bei deren Bau die Wohnstatt von Naturgeistern umgangen wurde.

Bei allem Unterhaltungswert: Die Nachrichten aus Island enthalten auch einen wichtigen Hinweis. Eine verbindlichere Beziehung zur belebten (und beseelten?) Umwelt führt offenbar dazu, dass Menschen sich verstärkt für deren Erhalt engagieren. Dass sie Bausünden verhindern, unter denen möglicherweise Naturgeister leiden würden, mit Sicherheit aber die Landschaft, die Natur – und letztlich die Menschen selbst.

Interessanterweise entspricht das Verhalten der Isländer exakt Beobachtungen, die in aktuellen Studien gemacht wurden: In Forschungsprojekten der Völkerkunde ermittelten Wissenschaftler, dass Glaube an übersinnliche Kräfte kooperatives, soziales Verhalten fördert. Die experimentellen und empirischen Daten zeigten zwar, dass sich dieses Verhalten in erster Linie auf das zwischenmenschliche Miteinander bezog. Die Ergebnisse ließen aber auch erkennen, dass der Glaube sich ebenso signifikant auf den Umgang mit der Natur auswirkt, als dessen Teil sich die Menschen empfinden.

Mann steht mit offenen Armen vor einem Wasserfall in Island. Zwischen ihm und dem Wasserfall ist ein Regenbogen zu sehen.

Island
Bild: Jared Erondu / unsplash.com

Nun steht die romantisch-idealistische Naturphilosophie der Isländer, ihr “spleeniger” Glaube an Feen und Trolle, für eine Naturverbundenheit, die in Zeiten der Globalisierung rar geworden ist. Wer sich heutzutage für die Umwelt engagieren will, kauft Biolebensmitteln, wählt Ökoparteien und unterstützt mit Spenden Projekte des Naturschutzbundes. Das war´s dann aber auch schon… oder nicht?

Glücklicherweise nicht. Nicht nur in Deutschland haben Bewegungen Konjunktur, die sich bemühen, den Bezug zur beseelten Natur wieder zu beleben. Die Geomantie beispielsweise, eine westliche Harmonielehre, ähnlich dem östlichen Feng-Shui. Auch in der Geomantie gilt die Natur als belebt, und vergleichbar dem Naturgeistglaube der Isländer, gehört unter anderem der Glaube an Baumgeister dazu. Geomantiker – die praktizierenden Anhänger der Geomantie – sind bestrebt, die “geistigen, seelischen und energetischen” Faktoren eines Ortes zu erfassen. Auch in der Geomantie geht es um ein harmonisches und gesundes Wohnen und Leben, der Menschen, aber letztlich aller mit allen. Geomantiker erkennen und erspüren dafür beispielsweise so genannte “gute Plätze” in Raum und Landschaft und machen Vorschläge, wie geplante Baumaßnahmen harmonisch angepasst werden könnten. Außerdem versöhnen sie – ähnlich wie die Feen-gläubigen Isländer – im Fall der Fälle die ansässigen Naturgeister.

Nun hat es eine als “esoterisch” abgestempelte Lehre wie die Geomantie in unserer rational geprägten westlichen Welt schwer, ernst genommen zu werden. Die Harmonielehre selbst versteht sich zwar als „ganzheitliche“ Erfahrungswissenschaft. Doch da sie mit Methoden arbeitet, die nicht den etablierten und anerkannten wissenschaftlichen Kriterien genügen, gilt sie offiziell als “unwissenschaftliche esoterische Lehre” – und spielt entsprechend im öffentlichen Diskurs (bisher) keine Rolle.

Aber Zweifel hin, wissenschaftliche Kritik her: Offenkundig scheint hier doch etwas Wesentliches berührt. Sich mit der Identität eines Lebensraumes, eines Ortes oder einer Landschaft, zu beschäftigen und die erfahrene Identität durch Gestaltung, Kunst oder Raum- und Landschaftsplanung zu berücksichtigen – das ist doch zweifelsohne ein lobenswerter Ansatz. In jedem Fall ein Ansatz, der den nüchternen, oft harten und kalten Entscheidungen rein ökonomischen Denkens, etwas sehr Lebendiges, Verbindendes, ja geradezu Versöhnliches entgegensetzt. Und möglicherweise ist es genau das, was unser Planet in Zeiten einer sich zuspitzenden Gesellschafts- und Öko-Krise braucht.

 

Anders als den historisch gewachsenen Feen-Glauben kann man Geomantie lernen. Neben Ausbildungen an zahlreichen Geomantie-Schulen gibt es vielerorts geomantische Führungen und Erkundungen, lassen sich geomantische Reisen…

www.geomantie.net

 

Quellen: sueddeutsche.de, welt.de

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http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/06/umwelt/foerdert-soziales-verhalten-glaube-an-naturgeister/feed/ 0
Philippinische Seerose – von der Landplage zum Brennstoff für Millionen http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/06/umwelt/philippinische-seerose-von-der-landplage-zum-brennstoff-fuer-millionen/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2017/06/umwelt/philippinische-seerose-von-der-landplage-zum-brennstoff-fuer-millionen/#respond Thu, 08 Jun 2017 18:48:28 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11045 Die Philippinen sind ein Land, das reich an Seen und Flüssen ist. Diese sind von Abermillionen Seerosen bedeckt, die dort so gut gedeihen, dass sie im Allgemeinen als lästig und gefährlich gelten. Durch ihr aggressives Wachstum blockieren sie häufig Flussläufe, so dass das Wasser über die Ufer tritt und sehr oft zu verheerenden Überschwemmungen führt.

Seerosenblätter

© Eric McCarty / unsplash.com

Ein Philippinisches Start-Up-Unternehmen ist dabei, eine lästige Pflanze in eine ökologische Brennstoffquelle, die die herkömmliche Holzkohle ersetzen kann, umzuwandeln. Man handelt nach folgendem Prinzip: ernte die Gefahr, trockne sie aus und du hast eine ökologische Energiequelle.

So arbeitet, vereinfacht ausgedrückt, die Firma HiGi Energy und verwandelt die Wasserhyazinthe in Holzkohle.

HiGi Energy argumentiert: „Unser Hauptanliegen ist es, die Bevölkerung mit saubererer Energie zu versorgen und gleichzeitig wollen wir das Problem mit der aggressiven Wasserhyazinthe verringern, weil hier auf den Philippinen eine Menge von Teichen und Flüssen mit der Seerose verseucht sind.“

Die Kohlebriketts von HiGi sind zwar teurer als die normale Holzkohle, aber sie erzeugen nur halb so viel Rauch und sie brennen länger.

Man hofft, die Öko-Holzkohle vor allen Dingen an Großverbraucher zu verkaufen, um die Abhängigkeit von der Holzkohle zu reduzieren, bei deren Herstellung viele Bäume gefällt werden müssen. HiGi folgert weiter: „So lange ein Bedarf besteht, haben die Menschen den Anreiz, weiterhin Bäume zu fällen, um neue Holzkohle zu produzieren. Wenn wir nun dies abstellen können, in dem wir etwas zur Herstellung verwenden, das bis jetzt als schädliche Pest wahrgenommen wird, nämlich die Wasserhyazinthe, und wir daraus etwas Wertvolles für die Filipinos, nämlich Holzkohle herstellen, haben wir unser Ziel erreicht.“

 

 

Man schätzt, dass die Hälfte der 100 Millionen Menschen auf den Philippinen zum Kochen Holzkohle verwenden. Da wäre es ein großer Fortschritt für die Umwelt, wenn sich die Bevölkerung der ökologischen Holzkohle zuwenden würde. Man schont die Wälder und reguliert das allzu aggressive Wachstum der Seerose.

 

Quelle: straitstimes.com

Herzlichen Dank für den Tipp, Dan! :)

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