Gute Nachrichten http://www.gute-nachrichten.com.de ... braucht der Mensch! Sat, 30 Apr 2016 07:16:47 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.5.1 Für Neuseeland sind jetzt alle Tiere empfindungsfähige Lebewesen http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/04/allgemein/fuer-neuseeland-sind-jetzt-alle-tiere-empfindungsfaehige-lebewesen/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/04/allgemein/fuer-neuseeland-sind-jetzt-alle-tiere-empfindungsfaehige-lebewesen/#respond Sat, 30 Apr 2016 07:16:47 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10852 Die Regierung von Neuseeland hat einen geradezu unglaublichen Präzedenzfall geschaffen: Sie hat per Gesetz festgeschrieben, dass alle Tiere empfindungsfähig sind und die gleichen Gefühle haben wie wir Menschen. Alle Naturliebhaber werden diese Nachricht mit großer Freude aufnehmen – so wie wir.

Ein Kiwi in der Natur

Ein Kiwi in freier Natur – das wohl bekannteste Tier Neuseelands.
© denisbin / flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Dieses Gesetz markiert einen bedeutsamen Schritt in der öffentlichen Wahrnehmung, wo man bisher allenfalls einigen Tieren Schutz gewährte. Das Gesetz mit dem Namen Animal Welfare Bill, das bereits im Februar 2016 rechtskräftig wurde, wird dazu führen, dass jeder, der Tiere misshandelt oder jene für Tierversuche verwendet, bestraft wird. Die Jagd und die Gefangenhaltung von wilden Tieren sind ab sofort illegal.

Dr. Virginia Williams, Vorsitzende des Nation Animal Ethics Advisory Committee sagt: „Die Deutlichkeit (im Gesetzestext) ist es, was neu ist und einen weiteren Schritt in Richtung Wohlergehen von Tieren markiert.“ Der Präsident der New Zealand Veterinary Association, Dr. Steve Merchant, bemerkt: „Die Erwartungen an das Wohlergehen von Tieren haben sich schlagartig geändert und lassen das Wirklichkeit werden, was bisher nur als Binsenweisheit  für Haustiere und den Viehbestand auf Bauernhöfen galt. Das Gesetz bringt die Gesetzgebung auf eine Linie mit der sich ändernden Haltung unserer Nation gegenüber dem Stellenwert von Tieren in unserer Gesellschaft.“

Mögen weitere Länder den Neuseeländern folgen.

 

Quelle: ferocesmente.com

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Die ″Seekuh″ soll die Meere säubern – Ein Katamaran als Müllabfuhr http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/04/umwelt/die-seekuh-soll-die-meere-saeubern-ein-katamaran-als-muellabfuhr/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/04/umwelt/die-seekuh-soll-die-meere-saeubern-ein-katamaran-als-muellabfuhr/#respond Fri, 08 Apr 2016 19:28:42 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10840 Seit Jahren warnen Wissenschaftler und Umweltschützer vor den Problemen für unsere Umwelt, die durch Plastikmüll in den Weltmeeren entstehen. Eine kleine Werft in Lübeck baut zurzeit ein Schiff, das eingesetzt werden soll, um den im Meer treibende Plastikabfall einzusammeln. Dabei handelt es sich um einen Katamaran namens „Seekuh“, der im Auftrag des Vereins „One Earth – One Ocean“ auf der Werft „Lübeck Yacht Trave Schiff GmbH“ gebaut wird.

Lübeck

Lübeck: Dort wird derzeit die Seekuh gebaut.
© K.ristof / flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Günther Bonin, der Vorsitzende von „One Earth – One Ocean“ sagt: „Von Sommer 2016 an soll die Seekuh als Müllabfuhr der Meere im Einsatz sein.“ Er hat zusammen mit der Werft und dem Kieler Ingenieur Dirk Lindenau das Schiff entwickelt. Dirk Bonin beschreibt gegenüber der „taz“, die Arbeitsweise des Schiffs folgendermaßen: „Zwischen den jeweils zwölf Meter langen Rümpfen wird eine bewegliche Neukonstruktion angebracht. Damit fischen wir an der Wasseroberfläche treibende Kunststoffteile ab, während sich der Katamaran mit einer Geschwindigkeit von etwa zwei Knoten, also knapp vier Kilometern pro Stunde übers Wasser bewegt.“ Der Antrieb des Schiffes erfolgt mittels Solarenergie. Die Schiffbauer mussten ein besonderes Problem bewältigen, nämlich die Vorgabe, dass der Katamaran zerlegbar sein muss.

Dirk Lindenau sagt dazu: „Seine acht Module können in Container verpackt und so an jedem Ort der Erde gebracht werden. Der Katamaran ist hauptsächlich für den Einsatz in Küstennähe und auf Binnengewässern gedacht, denn die Netze reichen nur etwa drei bis vier Meter tief.“

Modell der Seekuh

Ein Modell der Seekuh – so könnte sie mal aussehen.
© oneearth-oneocean.com

Pro Fahrt kann die „Seekuh“ etwa zwei Tonnen Müll einsammeln. Der Preis für ein solches Schiff bewegt sich um etwa 250.000 Euro. Sollte sich der Prototyp bewähren, wird Dirk Bonin weitere Seekühe in Auftrag geben. Werft-Geschäftsführer Till Schulze-Hagenest freut sich: „Wir sind stolz auf diesen innovativen Auftrag. Der Katamaran ist eine spannende Herausforderung.“

Der Naturschutzbund Deutschland ist von der Idee sehr angetan, große Plastikteile aus dem Meer zu fischen. Man muss sich vor Augen halten, dass jährlich etwa zehn Millionen Tonnen Plastikabfälle in den Weltmeeren landen. Stephan Lutter, Meeresschutzexperte des WWF, sagt: „Von daher ist solch ein Müllsammelschiff allemal einen Versuch wert.“

In folgendem Video stellt Günther Bonin, Gründer von „One Earth – One Ocean“, den Zweck dieses Vereins vor und sagt auch ein paar kurze Worte über die Seekuh:

 

Quellen: oneearth-oneocean.com, taz.de

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Venezuela verbietet gentechnisch verändertes Saatgut http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/03/umwelt/venezuela-verbietet-gentechnisch-veraendertes-saatgut/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/03/umwelt/venezuela-verbietet-gentechnisch-veraendertes-saatgut/#respond Fri, 04 Mar 2016 16:55:26 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10829 Am 23. Dezember 2015 hat das venezolanische Parlament ein Gesetz verabschiedet, das den Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut in dem südamerikanischen Land verbietet. Nachdem der Staatspräsident Maduro jetzt das Gesetz unterzeichnet hat, ist es rechtskräftig. Es sieht vor, dass nur herkömmliches und traditionelles Saatgut zum Einsatz kommen darf und dass der ökologische Landbau gefördert wird. Damit ist die Gentechnik in Venezuela buchstäblich vom Acker!

Grüne Wiesen, Wälder und Blumen vor dem Kukenán Tafelberg im Bundesstaat Bolívar in der Region Guayana in Venezuela.

© timsnel / flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Über das Gesetz wurde zwei Jahre beraten und man kam zu dem Schluss, dass auch Pflanzen und Samen zu den Lebewesen gezählt werden und dass es keine Patente auf alle Formen von Lebewesen geben darf. Bereits im Jahr 2014 fand die Gesetzesvorlage eine Mehrheit im Parlament.

Das nationale Landwirtschaftsinstitut argumentiert, dass das Land in der Lage sei, sein eigenes Saatgut zu produzieren, obwohl Venezuela den Großteil seiner Lebensmittel importiert. Das Gesetz hat zum Ziel, dass es in Zukunft eine nachhaltige Landwirtschaft in Venezuela geben soll. Man spricht von einen „ökosozialistischen“ Modell. Des Weiteren plant man Saatgutbanken, die im Interesse der Produktion von Nahrungsmitteln und der Landwirtschaft stehen und streng kontrolliert werden.

Wer gentechnisch verändertes Saatgut importiert, verkauft oder verbreitet, soll empfindlich bestraft werden.

Alle Achtung vor einem Staat, der trotz großer wirtschaftlicher Probleme an die Gesundheit und das Wohlergehen seiner Bewohner denkt.

 

Quelle: latina-press.com
Herzlichen Dank für den Tipp, liebe Sus! ;-)

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Nanopartikel-Filterung: Neue Methode zur Entgiftung von Wasser http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/02/umwelt/nanopartikel-filterung-neue-methode-zur-entgiftung-von-wasser/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/02/umwelt/nanopartikel-filterung-neue-methode-zur-entgiftung-von-wasser/#respond Thu, 11 Feb 2016 16:28:58 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10822 Mit dem Wort „nano“ verbindet man ganz automatisch den Begriff „winzig klein“. Winzig kleine Partikel finden häufig Verwendung in medizinischen und kosmetischen Produkten und etwa in Smartphones. „Winzig klein“ birgt jedoch so manche Problematik: Nanopartikel, Nanoröhrchen, Nanodrähtchen und andere Nanomaterialien, die unsere Technik verbessern helfen, finden sehr leicht ihren Weg in unser Wasser und vergiften dieses in einem noch nicht erforschten Ausmaß.

Trinkwasser: Wasserglas und -krug, gefüllt mit sauberem Trinkwasser

© Global2000 / flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Die Environmental Protection Agency (EPA) in Washington/USA nennt mehr als 1000 handelsübliche Produkte, die Nanomaterial enthalten und man kennt noch nicht genau die Auswirkungen auf unsere Umwelt.

Yoke Khin Yap, Physikprofessorin an der Michigan Technology University, argumentiert: „Schauen Sie auf Plastik. Dieses Material hat in den letzten Jahrzehnten die Welt verändert – aber können wir die Ozeane von all dem Plastikmüll reinigen? Wir arbeiten daran, Plastikteile in Metergröße zu  entsorgen, aber was geschieht, wenn wir das Wasser von Nanopartikeln reinigen möchten?“
Auf diese Herausforderung fokussiert sich eine Studie, deren Co-Autorin Frau Yap ist und die im Fachjournal Applied Materials and Interfaces erschienen ist. Yap und ihr Team fanden einen neuartigen und sehr einfachen Weg, um nahezu 100 Prozent Nanomaterial aus Wasser zu entfernen.

Die Methode klingt wie ein Rezept zur Herstellung eines Salatdressings: Man nehme Wasser, streue etwas Nanomaterial hinein und versetze es mit Öl. Danach schüttle man das Ganze. Wasser und Öl vermischen sich nicht, aber wenn man es zusammen schüttelt kommt eventuell ein gutes Salatdressing dabei heraus, weil die Mischung aus Öl und Wasser zum Beispiel Basilikum binden kann. Im vorliegenden Fall geschieht genau das mit den Nanopartikeln, denn diese werden durch die Wasser-Öl-Mischung eingefangen. Diese Tests wurden erfolgreich mit folgenden Nanopartikeln durchgeführt: Nanokohlenstoffröhrchen, Bornitridnanoplättchen und -nanoröhrchen, Graphene, sowie Zinkoxidnanodrähtchen.

Dongyan Zhang, Physikprofessor in Michigan sagt, dass auf Grund der Winzigkeit der Materialien Filter oder engmaschige Netze zur Reinigung von vergiftetem Wasser nicht geeignet sind. Die relativ einfache „Schüttelmethode“ eignet sich jedoch für  ein- und zweidimensionale Nanopartikel. Auf Grund der Einfachheit dieses Verfahrens, ist es sinnvoll dieses anzuwenden.

Yap, Zhang und die anderen Co-Autoren schreiben: „Um die neue Technologie idealerweise erfolgreich anzuwenden, muss gezeigt werden, das die Technologie keine negativen Einflüsse auf die Umwelt hat.“ Die negativen Einflüsse kann man jedoch nur mithilfe  einer einfachen Entgiftungsmethode, wie sie die Forscher entwickelt haben, verhindern.

 

Quellen: mtu.edu; pubs.acs.org
Herzlichen Dank für den Tipp, liebe Jean! :)

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″Perspective Daily″: Medien-Start-Up will über Lösungen sprechen http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/01/kultur/perspective-daily-medien-start-up-will-ueber-loesungen-sprechen/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/01/kultur/perspective-daily-medien-start-up-will-ueber-loesungen-sprechen/#respond Sun, 17 Jan 2016 11:01:18 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10808 Ein Start-Up aus Münster will den konstruktiven Journalismus in Deutschland salonfähig machen. Das Rezept der drei Naturwissenschaftler: Ein tägliches Medienpaket mit gut recherchiertem, wissenschaftlich fundiertem und lösungsorientierten Journalismus.

Perspective Daily

Die Gründer von Perspective Daily: Bernhard Eickenberg, Maren Urner und Han Langeslag.
© Perspective Daily

„Die Wirklichkeit hat immer Licht und Schatten. Die Medien transportieren mit Vorliebe den Schatten, das Schreckliche. Gut wenn sich jemand die Mühe macht, auch das Licht, die Ermutigung zu verbreiten!“ Ernst Ulrich von Weizsäcker, ehemaliges Mitglied des Bundestages und Ko-Präsident des Club of Rome, hat die Notwendigkeit guter Nachrichten erkannt: Wenn man die Menschen ermutigen möchte, etwas zu verändern, darf man sie nicht permanent mit Hiobsbotschaften zermürben.

Diese Erkenntnis kommt nun auch langsam bei den Medienmachern in Deutschland an. Denn nicht nur, dass Zeit, Spiegel und Co immer öfter vom Konstruktiven Journalismus reden und schreiben: Mit Perspective Daily geht demnächst – Erfolg bei der Crowdfunding-Kampagne vorausgesetzt – ein neues Online-Medium an den Start, das sich dem Prinzip voll und ganz verschrieben hat.

Maren Urner, Han Langeslag und Bernhard Eickenberg heißen die Gründer des Start-Ups. Sie werkeln seit fast einem Jahr in der Gründergarage der Universität in Münster an Perspective Daily. Die Idee, die dem Projekt zugrunde liegt, erklärt Langeslag so: „Wir beschreiben nicht nur Probleme, sondern versuchen, bestehende Lösungen und Ideen vorzustellen.“ In den Worten des amerikanischen Psychotherapeuten Steve de Shazer, auf den sich drei gerne beziehen, heißt das: „Das Reden über Probleme schafft Probleme, das Reden über Lösungen schafft Lösungen.“ Das gelte gerade auch für Medien, sind sich die Gründer sicher.

Diese Ansicht ist gut begründet: Die Idee des konstruktiven Journalismus, der in den USA, den Niederlanden und Skandinavien schon wesentlich verbreiteter ist, ruht auf einem soliden, wissenschaftlichen Fundament. Studien zeigen, dass die Leser eines Artikels viel eher die Existenz des beschriebenen Problems anerkennen, wenn der Autor es ihnen nicht als Sackgasse präsentiert, sondern auch Auswege mit aufzeigt. Und nicht nur das: Auch die Bereitschaft, das eigene Verhalten zu ändern, steige mit dem Aufzeigen von Lösungen und guten Beispielen. „Destruktive“ Medien, die nur bad news für good news halten, seien in vielen Fällen sogar mit verantwortlich für Antriebslosigkeit, Stress und ein negatives Weltbild.

© Perspective Daily

© Perspective Daily

Bei der Recherche wollen die drei promovierten Naturwissenschaftler sehr gründlich vorgehen und wissenschaftliche Arbeits- und Dokumentationsstandards einhalten – ein Anspruch, den Massenmedien nach Ansicht der Gründer aufgrund von Zeit- und Kostendruck heute längst aufgegeben hätten. Zahlen und Fakten sollten stets nachvollziehbar mit Studien belegt werden.

Als Vorbild dient den drei Gründern und ihrem Team De Correspondent aus den Niederlanden, das seine Leser seit über zwei Jahren mit konstruktiven Nachrichten versorgt. Wie beim niederländischen Vorbild sollen die Perspective-Daily-Mitglieder einmal am Tag Zugriff auf das neueste  Beitrags-Paket erhalten. „Das wird nicht hyperaktuell, sondern reflektiert und relevant sein“, sagt Langeslag. Die Verdaulichkeit ihrer Wissenskost wollen die drei mit eingestreuten Spielen, Rätseln und einer schlanken Optik erhöhen – auch hier stützen sie sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse. Der Correspondent überzeugte mit diesem Rezept bisher über 40.000 Abonnenten – und kann so nicht nur auf Werbung verzichten, sondern den festen Redakteuren auch genügend Zeit geben, um gründlich zu recherchieren.

Auf einen ähnlichen Erfolg hofft das Team um Perspective Daily, wenn im Januar die einmonatige Crowdfunding-Phase beginnt. In dieser Zeit wollen die drei mindestens 12000 Menschen überzeugen, für 42 Euro für zunächst ein Jahr Mitglied zu werden, und so den Betrieb für diese Dauer finanzieren. Damit das gelingt, gehen die Macher währenddessen auf Diskussions-Tournee durch Deutschland, auf der sie mit Interessierten über Journalismus und Perspective Daily diskutieren wollen – konstruktiv, versteht sich.

Zu allen weiteren Infos und zur Anmeldung geht’s hier entlang: perspective-daily.de.

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Titikakasee: Rettung des größten Süßwassersees Südamerikas http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/01/umwelt/titikakasee-rettung-des-groessten-suesswassersees-suedamerikas/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/01/umwelt/titikakasee-rettung-des-groessten-suesswassersees-suedamerikas/#respond Sat, 16 Jan 2016 14:50:49 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10798 Die Regierungen von Bolivien und Peru wollen mit einem Zehnjahresplan Südamerikas größten Süßwassersee sanieren. Die Regierungen der beiden Länder unterschrieben am Samstag, 08.01., einen bilateralen Zahnjahresvertrag zur Zusammenarbeit, um den Titikakasee mittels einer Investition von mehr als 400 Mio $ zu sanieren und zu schützen. Der Vertrag wurde in der Bolivianischen Hauptstadt La Paz, von den jeweiligen Umweltministern unterschrieben und war das Ergebnis eines Treffens hoher Politiker der Länder im Juni 2015.

Isla del Sol: eine zu Bolivien gehörende Insel im Titicacasee. © eduardorudas / flickr.com (CC BY 2.0)

Isla del Sol: eine zu Bolivien gehörende Insel im Titicacasee.
© eduardorudas / flickr.com (CC BY 2.0)

Die Bolivianische Umweltministerin Alexandra Moreira sagte: „Am 23. Juni hatten Peru und Bolivien ein historisches Treffen eines erweiterten Kabinetts. Wir sind stolz, dass der Umweltsektor als Erster direkte und konkrete Resultate vorlegt, indem dieser Vertrag unterschrieben wird und Richtlinien zur Rettung/Erholung des Titikakasees festlegt.“ Moreira fügte hinzu, dass der Vertrag die Wiederherstellung der Umwelt besonders hervorhebt und dass seine Umsetzung die Umweltverwaltung des gemeinsamen Sees, durch bi-nationale, umfassende Management Programme besser koordinieren wird. Der Bolivianische Außenminister David Choquehuanca sagte, dass die beiden Länder daran arbeiten, ein bi-nationales Forschungszentrum aufzubauen, welches die Aufgabe hat, die biologische Vielfalt des Titikakasees wieder herzustellen. Laut Bolivianischem Umweltministerium wird es eine erste Initiale-Investition von 63 Mio $ geben, um die Wasserbehandlung zu verbessern, dann eine mittelfristige Investition von 117 Mio $. Bis 2025 wollen beide Regierungen zusammen 400 Mio $ investieren.

Der Peruanische Umweltminister Manuel Pulgar sagte außerdem: „Ich begrüße, dass der plurinationale Staat von Bolivien und Peru jetzt schon konkrete Schritte und konkrete Investitionen für die Pflanzen-Abwasser-Behandlung (im Original: plants’ wastewater treatment) in Angriff nimmt, denn das ist das Hauptproblem mit welchem der See konfrontiert ist.“

© johrling / flickr.com (CC BY 2.0)

© johrling / flickr.com (CC BY 2.0)

Der Titikakasee liegt 4000 Meter über dem Meeresspiegel und ist der größte Süßwassersee Südamerikas. Minen und Industrie in der Nähe der Ufer habe in den vergangenen 50 Jahren die Verunreinigung des Wassers verursacht. Drei Millionen Menschen in Bolivien und Peru hängen auf die ein oder andere Weise von des Ressourcen des Sees ab. Der Titikakasee ist außerdem ein wichtig touristisches Ziel.

 

Den Originalartikel auf Englisch findet ihr unter: www.telesurtv.net/english

Übersetzung P. Geissler-Heinze – herzlichen Dank dafür.

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Aus alter Reiselust wird aktuelle Freude http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/01/kultur/aus-alter-reiselust-wird-aktuelle-freude/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/01/kultur/aus-alter-reiselust-wird-aktuelle-freude/#respond Tue, 05 Jan 2016 11:11:15 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10789 Spezial-Recycling für einen guten Spenden-Zweck

Spenden sind eine gute Sache, stimmt doch, oder? Wäre das eine Hörerfrage an Radio Eriwan, würde die Antwort lauten: „Im Prinzip ja, aber…“. Bei Parteienspenden z.B. gibt es nämlich bestimmt ganz unterschiedliche Bewertungen. Auf so ein schmales Brett wollen wir uns mit unserer kleinen Geschichte gar nicht begeben. Denn erstens handelt es sich um einen, zweifelsfrei guten, sozialen und humanitären Spendenzweck. Und zweitens ist es eine (unseres Wissens) neue Spenden-Idee eines kleinen Reisebüros im Ruhrgebiet. Sie besticht durch eine ganz eigene Logik, bei der kein riesiger Geldbetrag und nicht viel Drumherum nötig war.

Ein Haufen gebrauchter Reiseführer

Das Foto zeigt die gebrauchten Reiseführer, die eine ältere Dame auf einen Rutsch abgegeben hat. Gerne haben die Reisebüro-Mitarbeiter mit angepackt und die schwere Tasche vom parkenden Auto in den Laden getragen. ″Ich finde es schön, dass Sie mit dieser Idee dem Hospiz helfen″, lobte die Dame.
© M.Krawutschke

In dem Reisebüro hatte man sich nach Ende der letzten Sommerferien gedacht, jetzt sei der richtige Zeitpunkt: Wir sammeln alte Reiseführer ein und spenden dafür jeweils 5 € an das Hospiz im Stadtteil. In vielen Haushalten liegen die Bücher dann nur noch im Schrank und werden nicht mehr gebraucht. Darüber hinaus sollte die eingesammelte alte Reiseliteratur zum Weiterverkauf an den Secondhand-Laden der Sozialeinrichtung übergeben werden.

Das traf auf positive Resonanz, obwohl sich gerade wegen der Flüchtlingswelle ein großer Teil der Hilfs- und Spendenbereitschaft auf diese Notlage richtete. So erhielt das Reisebüro zu seiner Spendenaktion folgende Facebook-Nachricht: „Die Not der Flüchtlinge steht natürlich bei den aktuellen Spendenaktionen im Vordergrund. Das ist gut so. Diese Menschen, die bei uns vor einem ungewissen und völlig neuen Leben stehen, brauchen das dringend. Aber mindestens genauso brauchen das auch die Menschen, die bei uns kurz vor dem Ende ihres Lebens stehen. Und auch die, die sie dabei begleiten.“

Erfreut und dankbar darüber, wie groß die Unterstützung für die Spendenidee war, zeigte sich natürlich die Hospiz-Geschäftsführung, und nahm vor Weihnachten den Scheck über immerhin 500 € im Namen der Bewohner und Mitarbeiter entgegen. So wurde aus vergangenen Reiseträumen aktuelle Hilfe – quasi per Spezial-Recycling.

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Echolokation in Bilder umgewandelt – was Delfine sehen http://www.gute-nachrichten.com.de/2015/12/wissen/echolokation-in-bilder-umgewandelt-was-delfine-sehen/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2015/12/wissen/echolokation-in-bilder-umgewandelt-was-delfine-sehen/#respond Thu, 24 Dec 2015 09:00:18 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10777 Jack Kassewitz, ein Verhaltensforscher aus Miami, ist es erstmals gelungen, eine Abbildung zu erzeugen, die das Bild widerspiegelt, das ein Delfin mithilfe seiner Echolot-Fähigkeiten „sieht“, wenn ein Gegenstand vor ihm auftaucht.

Ein Taucher: Das extrahierte dreidimensionale Abbild aus den Echolot-Daten eines Delfins. © speakdolphin.com

Ein Taucher: Das extrahierte dreidimensionale Abbild aus den Echolot-Daten eines Delfins.
© speakdolphin.com

Im vorliegenden Fall handelt es sich beim dem „Gegenstand“ um einen Taucher, der dem Meeressäuger begegnet ist. Die Tiere sind offenbar in der Lage, dreidimensionale Informationen mit Hilfe ihrer Echolokation in Bilder umzuwandeln.

Der Leiter des Forschungsteams, Jack Kassewitz, sagte in einer Pressemitteilung: „Unser jüngster Erfolg hat uns alle sprachlos werden lassen. Wir denken nun, dass es sicher ist zu vermuten, dass Delfine eine Form von „Klangbild-Sprache“ verwenden, eine Bildersprache, die sie mit Artgenossen teilen. Wenn es sich herausstellt, dass dies wahr ist, dann liegt eine aufregende Zukunft vor uns, um mit diesen Tieren zu kommunizieren.“

Die Forschungsarbeiten wurden am Delfin Forschungszentrum in Puerto Aventuras in Mexiko durchgeführt. Kassewitz bat seinen Kollegen Jim McDonough vor der Delfindame „Amaya“  in einem Forschungsbecken zu tauchen. Ein Problem musste jedoch vorab gelöst werden. Damit man keine Bläschen vom Ausatmen unter Wasser sah, die eventuell das Wahrnehmungsbild des Delfins stören könnten, benützte McDonough einen schweren Gürtel, der verhindern sollte, dass sein natürlicher Auftrieb zu groß sein würde und außerdem atmete er nahezu vollständig aus, bevor er tauchte.

Als Amaya ihre Echolotsignale in Richtung des Tauchers dirigierte, konnten über eine aufwendige Anordnung von hochempfindlichen Schallmessgeräten die Signale des Delfins aufgenommen werden. Dafür zuständig waren zwei Kollegen, Alex Green und Toni Saul. Die beiden sendeten das aufgenommene Signal zum CymaScope Labor in Großbritannien, wo ein weiterer Kollege für die Auswertung zuständig war, John Stuart Reid. Er ist ein Physiker mit dem Spezialgebiet Akustik. Er sendete das Akustiksignal auf eine Wassermembrane woraus dann das Bild computergestützt entwickelt wurde.

Begegnung mit einem Delfin im offenen Meer. © Mike Locke / flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Begegnung mit einem Delfin im offenen Meer.
© Mike Locke / flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Reid erklärte: „die Fähigkeit von CymaScope ein Bild von dem wiederzugeben, was der Delfin sah, resultiert aus den holographischen Eigenschaften von Klang und dessen „Verwandtschaft“ zu Wasser.“ Die Holographie ist ein Verfahren zur Aufzeichnung und Wiedergabe von Wellen.

Es stellte sich heraus, dass Amaya McDonough aus mehreren Metern Entfernung mit ihrem Echolot erfasst hatte. Daraus folgerte Kassewitz: „Nachdem wir gezeigt hatten, dass CymaScope das festhalten kann, was der Delfin sah, können wir daraus schlussfolgern, dass Delfine mindestens die komplette Silhouette eines Gegenstandes mit ihrem Echolotsystem erfassen und sehen können, aber die Tatsache dass der Delfin erkannt hat, dass Jim den Gürtel abgelegt hat, lässt vermuten, dass Delfine auch Oberflächen erkennen können.“

Sollte die Technologie noch besser an das Echolotsystem der Meeressäuger angepasst werden, kann es durchaus sein, dass die Bilder noch detailgenauer zu erkennen sein werden. Wie sagt Kassewitz: „Der Delfin hatte 50 Millionen Jahre Zeit, seine Sinne auf der Echolotbasis zu entwickeln, während Meeresbiologen die Physiologie von Waltieren seit nur etwa fünf Jahrzehnten erforschen und ich habe zusammen mit John Stuart Reid kaum fünf Jahre daran gearbeitet.“

Eine Geschichte, die wir euch nicht vorenthalten wollten, wenn es um diese faszinierenden Geschöpfe geht.

 

Quellen: news.discovery.com, grenzwissenschaft-aktuell.de, speakdolphin.com

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Das ″Tütle″ könnte die Plastiktüte ablösen http://www.gute-nachrichten.com.de/2015/12/umwelt/das-tuetle-koennte-die-plastiktuete-abloesen/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2015/12/umwelt/das-tuetle-koennte-die-plastiktuete-abloesen/#respond Sat, 05 Dec 2015 16:43:07 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10767 Eine einfache braune Papiertüte, auf schwäbisch „Tütle“, hat das Zeug dazu, der lästigen Plastiktüte den Garaus zu machen. Das Tütle ist eine stabile Tüte aus 100 Prozent ungebleichtem, stabilem Altpapier. Anfangs kann man sie mehrmals zum Einkaufen verwenden und dann, wenn sie starke Gebrauchspuren aufweist, kann sie getrost als Biomülltüte eingesetzt werden. Das Spezialpapier, aus dem das Tütle besteht, ist von einer sehr dünnen Harzschicht umgeben. Dies hat zur Folge, dass die Tüte bei Feuchtigkeit nicht reißt aber trotzdem vollständig kompostierbar ist.

Das Tütle

© tuetle.de

Damit hat die schwäbische Erfindung zwei überzeugende Eigenschaften: Sie ist wesentlich nachhaltiger als Plastiktüten und besser als Bioplastik-Tüten, die bei der Kompostierung wesentlich länger brauchen.

Einer der beiden Entwickler des Tütles, Daniel Birkhofer, sagt: „Ich habe in Geschäften beobachtet, wie Kunden Biomüll-Tüten kaufen und sie dann an der Kasse in Plastiktüten einpacken. Das fand ich absurd. So entstand der Gedanke, eine Tüte zu entwickeln, die zum Transport und als Biomülltüte benutzt werden kann und so eine Tüte einspart.“

Die geniale Tüte, die es in drei variablen Größen gibt (4; 8,5 und 22 Liter), wird komplett in Deutschland hergestellt und mit umweltfreundlicher Farbe bedruckt. Der Druck kann auch individuell an das entsprechende Unternehmen angepasst werden, welches das Tütle ebenfalls anbietet. Das komplette CO2, das bei der Produktion und beim Transport entsteht, wird durch Investitionen in Aufforstungsprojekte ausgeglichen.

In den letzten Monaten wurde im schwäbischen Holzgerlingen ein Pilotprojekt gestartet. Hier wird das Tütle von Endverbrauchern, Einzelhandel, Stadt und Abfallwirtschaft benützt. Steffen Krötz, der andere Entwickler sagt stolz: „Das Holzgerlinger Konzept, das sowohl Einweg- als auch Mehrweglösungen beinhaltet, verbannt die Plastiktüten ganz ohne Gesetze aus dem Stadtbild.“

Von diesem Projekt haben alle Beteiligten nur Vorteile. Über 30 Händler in Holzgerlingen nehmen an dem Projekt teil und bieten ihren Kunden das Tütle an. Da sie große Mengen bestellen, sind die Einkaufspreise entsprechend günstig. Die Kunden erhalten eine umweltfreundliche Transport- und Biomülltüte, die Abfallwirtschaft muss weniger Bioplastiktüten aus der Kompostierungsanlage sammeln und nicht zuletzt profitiert die Stadt vom Image-Gewinn.

Die umweltfreundliche Tüte der schwäbischen Tüftler ist sicher eine zukunftweisende Alternative zu den Plastiktüten und man kann nur hoffen und wünschen, dass sich das Tütle aus Schwaben heraus in ganz Deutschland verbreitet.

Alle weiteren und überaus interessanten Infos zum Thema findet ihr unter www.tuetle.de.

 

Quellen: www.tuetle.de, news.utopia.de

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Grundeinkommen in Namibia http://www.gute-nachrichten.com.de/2015/11/wirtschaft/grundeinkommen-in-namibia/ http://www.gute-nachrichten.com.de/2015/11/wirtschaft/grundeinkommen-in-namibia/#respond Sun, 01 Nov 2015 18:40:41 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=10759 Im Dorf Otjievero, das im Staat Namibia, im Südwesten Afrikas liegt, ist es bereits Realität, dass dort ein Grundeinkommen für alle eingeführt wurde. Das Vorhaben wird von der westfälischen Landeskirche unterstützt.

Kirche in Windhoek,

Windhoek: Kirche in der Hauptstadt Namibias.
© Caitlinator / flickr.com (CC BY 2.0)

Seit sechs Monaten ist in Namibia Präsident Hage Geingob im Amt. Dieser hat in sein Kabinett ein eigenes Ministerium zur Bekämpfung der Armut im Land aufgenommen, mit dem ehrgeizigen Ziel, landesweit ein Grundeinkommen, auf Englisch Basic Income Grant (BIG), zu schaffen.

Einhundert Kilometer östlich der Hauptstadt Windhoek liegt das Dorf Ojievero. In diesem Dorf erhält jeder Einwohner im Monat umgerechnet acht Euro. Das Pilotprojekt hat im Jahr 2008 die lutherische Kirche in Namibia ins Leben gerufen. Deren Oberhaupt war damals Bischof Zephania Kameeta, der heute das Ministeramt für Armutsbekämpfung begleitet.

 

Wie funktioniert das Projekt?

Mit Spenden der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) konnte das Projekt „angeschoben“ werden. Als die Spenden ausblieben wurde das Projekt eingestellt. Heute läuft der Versuch auf Spendenbasis im reduzierten Umfang weiter.

Kürzlich war eine Abordnung der Kirchenleitung aus Bielefeld vor Ort und konnte anschließend von positiven Erfahrungen berichten. Ein Beispiel von vielen ist der 24-jährige Alfred Nuseb. Er bezeichnet sich mit einem gewissen Stolz als „Händler und Unternehmer“. Mit dem Grundeinkommen hat sich Nuseb einen kleinen Laden aufgebaut. Man kann bei ihm Grundnahrungsmittel, Kosmetikartikel und Mobiltelefonkarten kaufen. Seine Kundschaft kommt aus dem 3000-Seelen-Dorf Otjievero und von den umliegenden Farmen. Pro Tag setzt er etwa 40 bis 50 Euro um. Das reicht, um seine Familie mit drei Kindern zu ernähren und deren Schulgeld zu bezahlen. Der Lehrer Stefan Eigowab sagte der Kirchendelegation aus Bielefeld: „BIG hat uns unsere Würde zurückgegeben.“

Gegner von Projekten solcher Art sind – natürlich – die Weltbank und der Internationale Währungsfonds (IWF). Mit dem Argument, dass ein Grundeinkommen die Leute faul und bequem machen würde.

Kinder auf einem Spielplatz in Windhoek.

Kinder auf einem Spielplatz in Windhoek.
© Marco Zanferrari / flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Nennen wir lieber die positiven Auswirkungen:

Lehrer Stefan Eigowab sagt: „Vorher herrschte eine depressive Grundstimmung.“ Das wäre jetzt Vergangenheit, da mehr Geld im Umlauf ist, können die Leute mehr kaufen und verkaufen. Der Anteil an unterernährten Kindern hat sich verringert, die Zahl der Arbeitenden hat sich erhöht und die Kriminalität ist zurückgegangen. Minister Kameeta betont: „Ich bin nicht naiv“, wenn er die Argumente der Zweifler hört. Großverdiener, von deren Steueraufkommen das Grundeinkommen auf Dauer finanziert werden muss, wehren sich dagegen. Dabei muss man wissen, dass Namibia weltweit zu den Ländern mit den größten Einkommensunterschieden gehört. Eine Besteuerung mit Augenmaß bei den Wohlhabenden könnte hier wohl die Lösung sein, denn langfristig würden davon alle im Land profitieren.

 

Quelle: westfalen-blatt.de

Herzlichen Dank für den Tipp, lieber Tim! ;)

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