Gute Nachrichten https://www.gute-nachrichten.com.de ... braucht der Mensch! Tue, 22 May 2018 19:01:39 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.6 Heilsame Ernährung https://www.gute-nachrichten.com.de/2018/05/gesundheit/heilsame-ernaehrung/ https://www.gute-nachrichten.com.de/2018/05/gesundheit/heilsame-ernaehrung/#respond Fri, 18 May 2018 19:18:53 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11316 Mediziner, die ihren Patienten richtige Ernährung verordnen statt Medikamente? Ärzte mit Doktortitel, die einem Betroffenen raten zu Fasten statt sich unters Messer zu legen? In der Medizinwelt finden zurzeit fast revolutionäre Veränderungen statt, und auch in unserer Gesellschaft passiert ein Umdenken. Passend dazu feiert der NDR mit seiner Gesundheits-Serie “Die Ernährungs DOCS” Publikumserfolge.

Die Ernährungs Docs Dr. med. Anne Fleck, Dr. med. Jörn Klasen und Dr. med. Matthias Riedl versprechen keine Wunder. Aber dass sich durch eine Ernährungsumstellung auch schwere Krankheiten bessern und manchmal sogar heilen lassen, davon sind sie nicht nur überzeugt. Dass das tatsächlich funktioniert, ist medizinisch erwiesen, und das Ärzte-Trio demonstriert es regelmäßig vor laufender Kamera (https://www.ndr.de/mediathek/mediatheksuche105_broadcast-1530.html).

Auf der Homepage der Ernährungs Docs sind von Adipositas über Neurodermitis bis Zöliakie zahlreiche Erkrankungen erklärt und es werden entsprechende Ernährungsempfehlungen gegeben. Passend dazu finden sich auf der Seite eine Menge Rezepte, mit deren Hilfe sich die Ernährungsempfehlungen auf schmackhafte Weise umsetzen lassen. (https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die-ernaehrungsdocs/rezepte/index.html)

Und auch wenn die Ärzte auf ihrem hoheitlichen Podest bleiben: Toll ist, dass Betroffenen in bemerkenswertem Maß die Hoheit über ihre Gesundheit zurückerstattet wird. Kranke bekommen Hebel zurück in die Hand, an denen lange Zeit scheinbar exklusiv die Götter in Weiß und die allmächtige Pharmaindustrie saßen. Für die, die wollen, wohlgemerkt, denn die Freiheit hat wie alles im Leben ihren Preis. Selber am Hebel zu sitzen funktioniert nur, wenn man bereit ist, wieder mehr Eigenverantwortung zu übernehmen. Wem es gut gefallen hat, zum Arzt zu gehen, sich Medikamente verschreiben zu lassen und das war´s, dem werden Ideen wie Ernährungsumstellung und Fasten kaum gefallen.

Aber keine Sorge, wer nicht will, der muss auch nicht, jedenfalls noch nicht. Das alte System aus Krankheit, Gang zum Arzt, Verschreibung und Pillenschlucken ist so gut etabliert, das wird so schnell nicht verschwinden. Für alle aber, die ihre Gesundheit gerne wieder mehr selber in die Hand nehmen möchten, die beispielsweise bei Typ-2-Diabetes aus eigener Kraft vom Insulin und vom Spritzen wegkommen wollen, für die ist diese Entwicklung eine frohe Botschaft. Passende Ärzte, die so etwas begleiten, findet man unter anderem hier www.ndr.de.

 

Quelle: www.ndr.de

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Diese Kräuter sollte man zu Hause haben https://www.gute-nachrichten.com.de/2018/04/gesundheit/diese-kraeuter-sollte-man-zu-hause-haben/ https://www.gute-nachrichten.com.de/2018/04/gesundheit/diese-kraeuter-sollte-man-zu-hause-haben/#respond Wed, 04 Apr 2018 05:21:51 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11292 Aus eigener Erfahrung und der Liebe zu Pflanzen möchten wir euch heute zwei besondere Kräuter vorstellen, die eine wahre Bereicherung für eine gesunde Ernährung darstellen. Evtl. seid auch ihr überrascht, was alles in solch einem Naturkraut steckt und lasst euch inspirieren.

 

Thymian

 

Thymian ist ein fester Bestandteil der mediterranen Küche. Als aromatisches Gewürz ist Thymian sicherlich auch den meisten bekannt. Was viele nicht wissen – Thymian ist ebenso ein Heilkraut. Dank seiner Inhaltsstoffe hilft Thymian als Tee bei Erkältungen und Husten. Außerdem stärkt Thymiantee die Abwehrkräfte und reduziert Entzündungen im Körper. Diese Eigenschaften brachten Thymian den Titel als „Heilpflanze des Jahres 2006“ ein.

Thymianpflanze in einem Tontopf

Photo by strecosa on pixabay.com

 

Die Verwendung von Thymian

Ob frisch, getrocknet oder in flüssiger Form – die Produktanwendungen von Thymian sind vielseitig. Es gibt zudem zahlreiche Kombinationsprodukte, die Thymian enthalten. Neben dem Thymiantee bekommt man in der Apotheke auch Thymiansaft, ätherische Öle, Dragees, Gurgellösungen oder Salben. Bei der Krankheit Katarrh, akuter Bronchitis oder Keuchhusten ist die Wirksamkeit von Thymian gesichert.

Andere positive Wirkungen, wie bei rheumatischen Beschwerden, Verdauungsproblemen, Mandelentzündung oder Mundgeruch, basieren auf Erfahrungen der Naturheilkunde. Weitere Untersuchungen müssen erst das vorhandene Potential für andere Anwendungsgebiete beweisen. Als natürliches Heilmittel ist Thymian seit vielen Jahren anerkannt. Neben der Verwendung als Gewürz in der Küche, hat Thymian also auch einen Platz im Arzneimittelschrank verdient.

 

Die Zubereitung von Thymian Tee

Bei einer akuten Erkältung hilft es, viel zu trinken. Durch die erhöhte Körpertemperatur benötigt der Organismus mehr Wasser um abzukühlen. Zusätzlich wird der Schleim in der Nase verflüssigt, damit Erreger und Schadstoffe besser abtransportiert werden können. Die Inhaltsstoffe des Thymians wirken u.a. antibakteriell und entzündungshemmend. Diese Eigenschaften wirken ursächlich auf die Erkältung ein und lindern die Symptome. Einen Thymiantee kannst du dir ganz einfach selber machen: 2 Teelöffel getrockneten Thymian in eine Tasse geben und mit heißem Wasser übergießen. Die Tasse anschließend für ca. fünf Minuten abgedeckt stehen lassen.

Doch aufgepasst: Um Verletzungen der Speiseröhre zu vermeiden, sollten Heißgetränke vor dem Konsum auf 65°C abkühlen. Das hat den Hintergrund, dass die internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) sehr heiße Getränke (> 65°C) als wahrscheinlich krebserregend bewertet. Aus diesem Grund bieten sich vor allem Teemaschinen mit Temperatureinstellungen an. Die dünne Schleimhaut der Speiseröhre kann bei zu heißen Getränken nachhaltig geschädigt werden. Außerdem sollte die Grenze von 5 Tassen pro Tag wegen der pharmakologischen Wirkung nicht überschritten werden.

Als Alternative zum getrockneten Thymian kann man natürlich auch frischen Thymian verwenden. Frischer Thymian hat ebenso ein sehr starkes Aroma – vor allem wenn die Pflanze zwischen den Fingern zerdrückt wird. Doch wie sieht Thymian aus? Abgesehen von dem typischen Aroma ist Thymian bei einer Wildkräutersammlung daran zu erkennen, dass die Wuchshöhe der Pflanze zwischen 10-40 cm liegt und die Blüten häufig zartrosa sind. Die Blätter von Thymian sind im Vergleich zu anderen mediterranen Kräutern deutlich kleiner und von der Form her oval. Durch die zahlreich vorhandenen runden Drüsen an den Blättern werden die ätherischen Öle sezerniert. Die Thymianblätter sind außerdem auf beiden Seiten nicht behaart.

 

Kurkuma

 

Kurkuma ist heutzutage ein bekanntes und beliebtes Gewürz. Häufig hört man auch die Bezeichnung “Zauberknolle” oder “Gewürz des Lebens”. In diesem Beitrag lüften wir das Geheimnis der Wunderwurzel  Kurkuma. Was ist Kurkuma und was steckt wirklich in dem Superfood?

 

Was ist Kurkuma?

Kurkuma (Curcuma longa) gehört zu der Familie der Ingwergewächse, unterscheidet sich aber geschmacklich sehr stark von dieser. Ihr charakteristischer Geschmack ist eher mild-würzig mit einer leicht bitteren Note. Ebenfalls bekannt ist die Wurzel unter den Namen gelber Ingwer, Safranwurzel oder Gelbwurzel. Ursprünglich stammt die Wurzel aus Südostasien und dient bereits seit Jahrtausenden als wirksames Heilmittel. Das in der Wurzel enthaltene Curcumin ist verantwortlich für die intensive Farbe und wird häufig sogar zum Färben von Textilien benutzt. In der Westeuropäischen Küche war Kurkuma bislang eher als Bestandteil im Curry Gewürz bekannt.

Kurkuma: Wurzel mit abgeschnittenen Scheiben und in zermalener Form

Foto: stevepb, pixabay.com

 

Wie gesund ist das Superfood Kurkuma?

Heutzutage ist Kurkuma ein fester Gegenstand in der Medizin. Nachweislich besitzt die Wunderwurzel eine entzündungshemmende Wirkung, aber ihre Kräfte gehen weit darüber hinaus. Aufgrund der Vielzahl an enthaltenen ätherischen Ölen und des Polyphenols Curcumin, wirkt es besonders gesundheitsfördernd und besitzt eine heilende Wirkung.

 

Kurkuma gegen Demenz und Alzheimer

Doch wie hilft das Superfood gegen Demenz und Alzheimer? Das freie Curcumin kann ungehindert die Blut-Hirn-Schranke durchdringen und eignet sich somit bei der Behandlung von Gehirnerkrankungen. Alzheimer gilt in unserer heutigen Gesellschaft als eins der häufigsten Erkrankung bei Menschen im Alter von über 65 Jahren. Kurkuma soll aufgrund seiner antioxidativen Fähigkeiten dabei helfen mögliche Entzündungen, die ein Auslöser für Alzheimer sein können, zu hemmen oder zu verlangsamen. Forschungen konnten zeigen, dass die Zusammensetzung der Plaquebildung im Gehirn von Kurkumin beeinflusst wird. Somit steigt die Wahrscheinlichkeit, Kurkuma zur Behandlung von Alzheimer einsetzen zu können. Für den Beweis einer heilenden Wirkung sind weitere wissenschaftliche Studien der Einflussnahme von Curcuminoid auf das Gehirn notwendig.

 

Die Gelbwurzel bringt die Verdauung in Schwung

Die Inhaltsstoffe der Gelbwurzel sorgen für eine höhere Produktion der Gallenflüssigkeit und helfen somit bei Magen- oder Verdauungsbeschwerden. Durch die fördernde Wirkung der Fettverdauung im Magen und Darm, können schwere oder zu fettige Mahlzeiten besser und beschwerdefrei verdaut werden. Die Entleerung der Galle erfolgt schneller, wodurch die Fettverdauung angeregt und unterstützt wird. Dies führt zu einem höherem Anteil an Flüssigkeit, der in den Darm gelangt. Hier kann die Galle die Fette zerspalten, wodurch der pH-Wert im Darm steigt.

 

Schutz gegen Herzkrankheiten

Die antioxidative Wirkung der Wurzel verhindert das Oxidieren von Cholesterin. Die Oxidation von Cholesterin steigert die Gefahr eines Schlaganfalls oder Herzinfarktes, da diese Reaktion die Blutgefäße schädigen kann und nun die Entstehung einer Arteriosklerose fördern kann. Ein zu hoher Homocysteinspiegel kann die Gefäßwände schädigen und gilt als besonders großer Risikofaktor bei Herzerkrankungen. Das in der Wunderknolle enthaltene Vitamin B6 sorgt in Kombination mit B12 und Folsäure dafür, dass der Homocysteinspiegel nicht zu hoch ansteigt. Dabei arbeitet die Forschung stetig daran, geeignete Therapien mit Kurkuma zu finden.

 

Kurkuma unterstützt die Leberregeneration

Die zur Vernarbung führenden Fibroblasten können durch die Wirkung der Gelbwurzel unterdrückt werden und unterstützt somit die Leberregeneration. Doch die Lebergesundheit wird noch auf weitere Weisen unterstützt. Kurkuma hilft dem Körper bei der Ausleitung von Quecksilber. Damit entfernt es ein Gift, dass nicht nur die Leber intensiv belastet sondern den gesamten Organismus. Gleichzeitig führt eine Aufnahme von Kurkuma zu einer verringerten Quecksilberkonzentration im Gewebe, was wiederum die Leber- und Nierenwerte verbessert.

 

Wie wird Kurkuma verwendet?

Am häufigsten ist Kurkuma als gemahlenes Gewürz bekannt und fast überall erhältlich. Bei der Verwendung als Gewürz sollte darauf geachtet werden, Kurkuma ausschließlich in biologischer Qualität zu verwenden. Das hierzulande beliebte Curry Gewürz enthält einen kleineren Anteil an Kurkuma und kann somit seine Fähigkeiten nicht voll entfalten. Daher wird die Verwendung von reinem Kurkuma empfohlen. Andernfalls könnt ihr die mit Curry gewürzten Speisen noch zusätzlich mit reinem Kurkuma verfeinern. In Reis-, Kartoffel- und Gemüsegerichten harmoniert Kurkuma besonders gut.

Eine weitere Möglichkeit ist es, Kurkuma in heißem Wasser gerührt als Kurkuma-Tee zu genießen. Beachtet dabei, dass Kurkuma nur schwer wasserlöslich ist. Daher sollte unbedingt Fett (wie beispielsweise Kokosöl oder Sahne) und Pfeffer hinzugefügt werden. Ansonsten wird das Curcumin kaum vom Körper aufgenommen. Gemeinsam mit Piperin, einem Wirkstoff aus schwarzen Pfeffer wird die Wirkung der Gelbwurzel um ein Vielfaches verstärkt.

Kurkumetee oder Kurkumamilch (goldene Milch) im Glas

Goldene Milch: Kurkuma wird auch gerne mit Milch (am besten Pflanzenmilch) getrunken.   Photo by Osha Key on Unsplash

 

Eine konzentrierte Kombination der beiden Wirkstoffe ist auch in Kapseln erhältlich. Diese Form erleichtert die Aufnahme einer täglich ausreichender Menge Curcumin. Es gibt sehr viele verschiedene Anbieter auf dem Markt, die sich in ihren Rezepturen, Dosierungen, veganen oder tierischen Kapselhüllen, Preisen und vor allem Qualitäten unterscheiden. Die Inhalte reichen von einfachem Curcuma-Pulver, mit und ohne Pfeffer, bis hin zu reinem Curcumin. Überlegt euch vorab welche Inhaltsstoffe ihr euch wünscht und erkundigt euch ausführlich vor dem Kauf eurer Kurkuma-Kapseln.

 

Fazit

Kurkuma wirkt als wahre Wunderknolle in allen Lebensbereichen. Einen Zweifel an einer positiven Wirkung auf unsere Gesundheit, gibt es wohl kaum. Genaue und medizinisch fundierte Ergebnisse können allerdings noch nicht daraus gezogen werden, da bisherige Erkenntnisse vorwiegend aus Laborversuchen und tierexperimentellen Studien stammen. Der genaue Effekt auf den Menschen, bei einer speziellen Behandlung mit Kurkuma, lässt sich erst in entsprechenden Studien nachweisen. Eine Aufnahme von Kurkuma kann leichte Beschwerden, wie zum Beispiel einen Blähbauch oder ein Völlegefühl nach dem Essen lindern.

 

Quellen:

https://www.apotheken-umschau.de/Erkaeltung/Erkaeltung-Total-verschleimt-Das-hilft-324725.html

https://www.welt.de/wissenschaft/article3456921/Heisser-Tee-soll-Gefahr-von-Krebs-erhoehen.html

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2006/daz-4-2006/uid-15314

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15273078

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4391421/

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/kurkuma.html

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Langzeithoffnung: Die Evolution des menschlichen Bewusstseins https://www.gute-nachrichten.com.de/2018/03/allgemein/langzeithoffnung-die-evolution-des-menschlichen-bewusstseins/ https://www.gute-nachrichten.com.de/2018/03/allgemein/langzeithoffnung-die-evolution-des-menschlichen-bewusstseins/#respond Sun, 18 Mar 2018 12:32:53 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11279 Wir Menschen verzweifeln an vielem, vor allem aber an uns selbst. Werden wir uns und unseren Heimatplaneten unweigerlich zerstören und viele andere Lebensformen mit in den Abgrund reißen? Da die Medien täglich voller Schreckensnachrichten sind, muss man kein ausgemachter Pessimist sein, um die Hoffnung zu verlieren. Dabei gibt es einen Aspekt, der überaus hoffnungsvoll ist: Die zunehmende Empathie der Menschheit!

Hände, die die Buchstaben des Wortes LOVE (Liebe) zeigen

Photo by Tyler Nix on Unsplash

In seinem 2010 erschienenen Buch “Die empathisches Zivilisation – Wege zu einem globalen Bewusstsein” führt der Soziologe und Zukunftsökonom Jeremy Rifkin seine Leser durch die Entwicklungsgeschichte der Menschheit. Auf diesem Gang durch die Jahrtausende zeichnet der Autor präzise nach, dass die Menschheitsgeschichte eine Geschichte sich ausweitender Empathie ist, und dass diese wiederum Teil eines sich entwickelnden Bewusstseins ist.

Und diese Beobachtung ist durchaus angetan, gestorbene Hoffnung zu reanimieren. Denn Bewusstsein meint bewusstes Erleben, und Empathie ist laut Wikipedia “die Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen, Gedanken, Emotionen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person (und anderer Wesen, Anm. d Autors) zu erkennen und zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren” (https://de.wikipedia.org/wiki/Empathie). Rifkin zeigt anhand zahlreicher Beispiele, wie sich diese Fähigkeit und Bereitschaft in der Entwicklung der Menschheit stetig ausgeweitet hat. Hier nur grob skizziert: Vom Urzustand des Patriarchats zunächst über Geschlechter- und Altersgrenzen hinaus (Frauen und Kinder), dann auf Menschen jenseits der eigenen Sippen-, Dorf und Stadtgrenzen, dann auf Menschen jenseits der eigenen nationalen und kulturellen Grenzen, schließlich auf andere Lebensformen wie Tiere und Pflanzen, letztlich also unsere gesamte belebte Umwelt.

Und Rifkin kann überzeugend zeigen, dass die Empathie der Menschheit auch, oder besser gesagt: dass sie grade in oder durch Krisenzeiten (wie heute?) zugenommen hat. Dass sie in der akuten Phase der Krise zwar zunächst immer ein Tief erfahren hat (zum Beispiel der Absturz ins Mittelalter nach dem Untergang des römischen Reiches), dass es letztlich und nach Überwinden der Krise aber immer einen beachtlichen Fortschritt gab. Auf die berechtigte Frage, wie es denn kommt, dass die Menschheit bisher alle Krisen überstanden hat, gibt der Soziologe eine überzeugende Antwort: Es ist ein Prinzip, dass Kooperation langfristig über Konkurrenz siegt, und es wirkt in der gesamten Natur – und eben auch in der Menschenwelt. Rifkins Beobachtung stimmt mit aktuellen Forschungsergebnissen aus Biologie und Hirnforschung überein: An die Stelle der Annahme, dass der Mensch von Natur aus aggressiv und auf Konkurrenz ausgelegt ist, setzen mittlerweile immer mehr Wissenschaftler einen empathischen und kooperativen Wesensgrundzug, der die Entwicklung des Spezies Mensch bis an den heutigen Punkt möglich gemacht hat. Überhaupt möglich gemacht, müsste man eigentlich sagen, denn wären wir tatsächlich so aggressiv und auf Konkurrenz ausgelegt, wie lange angenommen wurde, wären wir längst untergegangen, vom Erdboden verschwunden, eine Episode der Geschichte unseres Planeten, über die keiner mehr spricht.

Ein Mann steht unter den Sternen und blickt gehn bunten Nachthimmel. Man sieht die Milchstraße. Das Ganze wurde mit einem Fishey aufgenommen.

Photo by Greg Rakozy on Unsplash

Doch wir sind immer noch da, und folgt man Rifkin, dann stehen wir auf einer langen Leiter zahlreicher Entwicklungsstufen heute unmittelbar davor, die hohe Stufe der “globalen Empathie” zu erklimmen. In die Sprache der Evolution, also der Entwicklung des Bewusstseins ausgedrückt, sieht dieser Weg so aus: Ausgehend vom Bewusstsein der Frühzeit des homo sapiens, dem mythologischen Bewusstsein (Glaube an Geister), hat sich die Menschheit über das theologische Bewusstsein (Glaube an Götter) und das ideologische Bewusstsein (Grundeinstellungen und Werte, Weltanschauung) bis zur Stufe des psychologischen Bewusstseins (Erforschung des Seelenlebens) entwickelt. Auf der Stufe des psychologischen Bewusstseins steht heute der Großteil der Menschheit, und es ist erkennbar, dass einzelne und immer mehr Vertreter unserer Spezies bereits die Stufe des globalen oder biosphärischen Bewusstseins (Sinn für das Ganze). Und auf dieser Stufe ruht Hoffnung, denn aus dem globalen oder biosphärischen Bewusstsein heraus ist der Mensch in der Lage und bereit, das zu tun, was nicht nur ihm nutzt, sondern was für das Ganze von Vorteil ist.

 

Quelle: Jeremy Rifkin, “Die empathisches Zivilisation – Wege zu einem globalen Bewusstsein”. Campus Verlag 2010.

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Start-up macht aus Kaffeesatz Biokraftstoff https://www.gute-nachrichten.com.de/2018/03/umwelt/start-up-macht-aus-kaffeesatz-biokraftstoff/ https://www.gute-nachrichten.com.de/2018/03/umwelt/start-up-macht-aus-kaffeesatz-biokraftstoff/#respond Mon, 05 Mar 2018 20:06:02 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11226 Jeder, der schon mal in London war oder auch nur Bilder aus London gesehen hat, kennt sie, die roten Doppeldeckerbusse, die zu London gehören wie die Tower Bridge.

Ein Bild von London auf dem man den Big Ben sieht und einen roten Doppeldecker-Bus

Photo by Aron Van de Pol on Unsplash

Einige dieser Busse fahren seit Ende letzten Jahres nicht mehr nur mit klassischem Diesel, sondern mit einem neuartigen Bio-Diesel. Der neue Treibstoff besteht aus 80 Prozent reinem Diesel und 20 Prozent Kaffeeöl. Dieses Kaffeeöl wird aus dem Kaffeesatz gewonnen, der grundsätzlich bei der Zubereitung von Kaffee anfällt. Das Kaffeeöl wird gewonnen, indem man den Kaffeesatz trocknet und anschließend presst.

Auf diese Idee kam das 2013 gegründete Start-up-Unternehmen bio-bean, das eng mit dem Mineralölkonzern Shell zusammenarbeitet. Die Mitarbeiter von bio-bean sammeln den Kaffeesatz bei den großen Caféketten in London und trocknen diesen in ihrer Wiederaufbereitungsanlage in der Ortschaft Alconbury. Danach wird das Kaffeeöl aus dem Kaffeesatz herausgezogen und anschließend dem Dieseltreibstoff beigemischt. Man nennt das Gemisch B20 und man weiß, dass eine Umrüstung der Motoren in den Bussen nicht notwendig ist. Die 20-Prozent-Beimischung schadet den Motoren in keinster Weise.

Kaffeesatz

Aus Kaffeesatz wird Bio-Diesel
Quelle: pixabay.com

Die Ausbeute an Kaffeeöl lag im letzten November bei 6.000 Liter. Man hat ausgerechnet, dass mit dieser Menge ein Doppeldecker ein ganzes Jahr durch London fahren kann.

Die Kapazität bei bio-bean liegt aktuell bei 50.000 Tonnen Kaffeesatz, aus denen man das Kaffeeöl gewinnen kann. Das entspricht einem Viertel der Menge an Kaffeesatz, der pro Jahr in London anfällt.

Projizieren wir das einmal auf Deutschland:
Bei uns werden im Jahr etwa 61 Milliarden Tassen Kaffee getrunken. Man sollte mal ausrechnen, wie viel Tonnen Kaffeesatz dabei anfallen und wie viel Tonnen Kaffeeöl man hierzulande erzeugen könnte. Genau diesen Gedanken äußert Arthur Kay, der Gründer von bio-bean in einer Pressemitteilung.

Kaffeesatz kann nicht nur zur Erzeugung von Bio-Diesel verwendet werden sondern auch zu Briketts verarbeitet werden, die laut bio-bean einen höheren Energiegehalt haben als Holz und damit länger brennen können als klassische Holzkohlebriketts.

Eine interessante und vielversprechende Innovation, von der man mit Sicherheit auch in anderen Bereichen noch vielen hören wird.

Alle weiteren Infos findet ihr unter: www.bio-bean.com

 

Quellen: bio-bean.com, ingenieur.de

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USA: Die Rückkehr der Papageientaucher nach Maine https://www.gute-nachrichten.com.de/2018/01/erfolgsgeschichten/usa-die-rueckkehr-der-papageientaucher-nach-maine/ https://www.gute-nachrichten.com.de/2018/01/erfolgsgeschichten/usa-die-rueckkehr-der-papageientaucher-nach-maine/#respond Thu, 25 Jan 2018 17:19:47 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11206 Papageientaucher sehen für unseren Geschmack drollig aus. Ihr lustiges Gesicht lässt sie aussehen wie einen Clown. Ihr Watschelgang und ihr Körper, der an einen Knödel erinnert, tun ein Übriges. Kein Wunder, dass Jahr für Jahr im Sommer Touristen an die Atlantikküste von Main kommen, um die lustigen Gesellen mit Fährbooten auf Ihren  felsigen Inseln zu besuchen und zu beobachten.

Ein hübscher Papageientaucher auf einem Felsvorsprung

Photo by David Klaasen on Unsplash

Ihr putziges Aussehen und ihr etwas unbeholfener Gang täuschen etwas darüber hinweg, dass  sie hervorragende Schwimmer und Taucher sind, die bis zu 60 Meter tief unter Wasser jagen können. Papageientaucher kommen jedes Jahr zum Brüten auf Ihre Heimatinsel zurück und sind sehr oft ihrem Partner über Jahr hinweg treu.

Papageientaucher wurden in den USA nahezu ausgerottet, denn ihre Eier waren als Nahrungsmittel sehr begeht. Das letzte überlebende Pärchen hat im Jahr 1901 Zuflucht auf der Insel Matinicus Rock vor der Küste Maine’s gesucht.

Die entscheidende Wende für die Papageientaucher kam 1969 in der Person von Stephen Kress, einem Biologen und Vogelliebhaber. Er hatte einen Lehrauftrag im Hog Island Audubon Camp an der Küste von Maine. Dort erfuhr er, wie häufig früher Papageientaucher in Main zu sehen waren und dass in den letzten Jahrzehnten lediglich ein paar Pärchen zu sehen waren. Instinktiv begriff Kress, dass man diesen Zustand ändern müsse. Er lebte zuvor in Ost-Kanada, wo es die weltweit größten Vorkommen  von Papageientauchern gibt. Er und ein paar Helfer setzten sich zum Ziel, die lustigen Gesellen wieder in Maine anzusiedeln. Er wollte die Vögel zum Teil aus Kanada nach Maine bringen, um sie dort wieder heimisch werden zu lassen. Fachleute rieten davon ab und argumentierten, dass die Vögel wieder in ihre alte Heimat nach Kanada zurückkehren würden.

Eine größere Gruppe von Papageientauchern, die sich um einen grünen Felsen ansammeln.

Photo by M. Zonderling on Unsplash

Ab 1973 begann Kress einen Jahre langen, mühsamen Kampf, um die Vögel in Maine wieder anzusiedeln. Er und seine Mitstreiter holten ein halbes Dutzend, zwei Wochen alte Papageientaucher von Neufundland/Kanada auf die Insel Eastern Egg Rock, fünf Kilometer vor der Küste, wo früher viele hundert Vögel heimisch waren. Sie ernährten sie von Hand und wurden so ihre Ersatzeltern. Am Sommerende waren sie groß und kräftig genug und einer nach dem anderen sprang ins Meer und konnte sich selbständig ernähren. Kress hatte die stille Hoffnung, dass das eine oder andere Paar in einigen Jahren zurückkehren würde. Und tatsächlich sah Kress im Juli 1981 einen Papageientaucher, der einen Fisch  im Schnabel trug, landete und kurz danach mit leerem Schnabel wieder wegflog. Das war für ihn das Zeichen, dass die Neuansiedlung beginnen könnte. Er sollte sich nicht täuschen: Mittlerweile sind die Papageientaucher einer der großen Sommerattraktionen für tausende Touristen in Maine.

Kress und sein Kollegen sollten Recht behalten, trotz Zweifel von Experten, trotz der feindlichen Seeschwalben, die gerne die Eier der Papageientaucher fressen. Die Papageientaucher haben sich mit behutsamer menschlicher Hilfe ihre alten, angestammten Brutplätze zurück erobert.

 

Quelle: bangordailynews.com
Herzlichen Dank für den Tipp, lieber Chris! ;)

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Aus Abfall wird Bio-Kunststoff https://www.gute-nachrichten.com.de/2017/12/umwelt/aus-abfall-wird-bio-kunststoff/ https://www.gute-nachrichten.com.de/2017/12/umwelt/aus-abfall-wird-bio-kunststoff/#respond Sun, 24 Dec 2017 09:53:19 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11190 Was macht man, wenn man in Kalifornien in Küstennähe lebt? Richtig, man geht zum Surfen. Genau dieses Klischee bedienen die Zwillingsbrüder Dan und Jeff Anderson, 32 Jahre alt. Beide sind begeisterte Surfer. Jeff sagt: „Nach unserem Schulabschluss waren wir den ganzen Tag am Strand beim Bodysurfen. Wir waren genervt davon, dass uns ständig der Plastikmüll im Gesicht traf.“ Die Brüder aus San Diego waren überzeugt, dass es so nicht weitergehen kann.

 

Wie sollte die Lösung des Problems aussehen?

Die Zwillingsbrüder sind beide Abwasser-Ingenieure, studierten zusammen und haben in der Zwischenzeit in der kalifornischen Stadt Albany die Firma Full Cycle Bioplastics gegründet. Sie verwenden Dinge, die wir wegwerfen, nämlich Abfall. Das Prinzip klingt verblüffend einfach, denn sie verwandeln Kompost in Biokunststoff. Jeff erklärt die Herstellungsweise so verständlich und einfach wie möglich: „Organische Abfallprodukte, also Essensreste, Landwirtschaftsabfälle und sogar schmutzige Kartons“ werden kompostiert in einer von den Brüdern entworfenen Kompostiereinheit und produzieren darin durch Biosynthese ein, wie Jeff sagt, „sehr gehaltvolles Abwasser mit Fettsäure“. Jetzt kommt der Clou: Diese Fettsäuren verwandeln sie mit der Hilfe von Bakterien in Mikrofett oder PHA genannt, eine zähe, milchig glänzende Masse, die man zu Verpackungen und Einwegbestecke pressen kann. Für diese Erfindung haben sie bereits mehrfach Preise eingeheimst.

 

Was unterscheidet die Erfindung der Anderson-Brüder von den anderen am Markt befindlichen Methoden zur Herstellung von Bioplastik?

Sie brauchen im Gegensatz zu anderen Herstellern keine extra gezüchteten Pflanzen, wie etwa Zuckerrohr, keine Chemikalien und keine genetisch umgewandelten Bakterien. Die Brüder können mit Stolz sagen: „andere verwenden sehr teures Rohmaterial wie Zucker oder Saatöle und chlorierte Lösungsmittel, um das PHA zu extrahieren. Abfälle dagegen gibt es überall, und viele Firmen bezahlen sogar dafür, sie zu entsorgen. Unser Prozess ist natürlich, ohne Chemikalien, Petroleum oder GMO (gentechnisch modifizierter Organismus).“

 

Was passiert, wenn dieser Biokunststoff weggeworfen wird?

Nichts Schädliches, er verrottet oder wird zu Fischfutter.

 

Wie sieht die Energiebilanz aus?

Sie argumentieren, im Interview mit der Süddeutschen Zeitung: „Der Kompostiervorgang selbst braucht wenig Energie und kaum Wasser, sondern erzeugt Wasser.“ Darüber hinaus setzt der Kompostiervorgang kein zusätzliches CO2 frei.

 

Die Brüder freuen sich über Konkurrenz, denn sie sagen: „Weil es gar nicht genug Unternehmer geben kann, die umweltfreundliche Verpackungen herstellen. Wir wollen, dass die alle erfolgreich sind.“

 

 

Ein Beispiel mehr, bei dem man mal wieder sieht, dass aktiv und intelligent etwas für Mutter Natur getan wird, um – in diesem Fall – dem großen Problem des Plastikmülls entgegenzuwirken.

Alle weiteren Infos zum Thema findet ihr unter fullcyclebioplastics.com.

 

Quellen: fullcyclebioplastics.com, sz-magazin.sueddeutsche.de
Herzlichen Dank für den Tipp, Michael! ;-)

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Die Heilpflanze des Jahres 2017: Das Gänseblümchen https://www.gute-nachrichten.com.de/2017/12/gesundheit/die-heilpflanze-des-jahres-2017-das-gaensebluemchen/ https://www.gute-nachrichten.com.de/2017/12/gesundheit/die-heilpflanze-des-jahres-2017-das-gaensebluemchen/#respond Sat, 09 Dec 2017 08:16:58 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11163 Es geht zwar rasend schnell auf Weihnachten und folglich auch auf den Jahreswechsel zu, trotzdem kann man sich mit der Heilpflanze des Jahres 2017, dem Gänseblümchen noch beschäftigen. Zumal es zum Beispiel auf den Rasen vor manchen Häusern immer noch blüht.

In unserer Kinderzeit haben wir mit den Blütenblättern des Gänseblümchens gerne das Spiel „er liebt mich, er liebt mich nicht“ gespielt oder wir haben Kränze aus den Blumen geflochten und als Kopfschmuck getragen. Deswegen taugt aber das Gänseblümchen nicht zur Heilpflanze des Jahres – jedoch wenige Menschen wissen, dass der kleine Korbblütler eine alte Heilpflanze ist.

Das Gänseblümchen hat natürlich in der Fachwelt einen lateinischen Namen. Dieser lautet Bellis perennis was übersetzt „ganzjährig hübsch“ heißt. Das kommt daher, dass die Pflanze fast das ganze Jahr hindurch blüht. Der Name „Gänseblume“ kommt wahrscheinlich daher, dass sie früher sehr häufig auf Gänseweiden zu finden war.

 

Wann hilft nun das Gänseblümchen?

Das hübsche Blümchen hilft bei Husten und Heiserkeit, bei Verdauungsbeschwerden, bei Stoffwechselproblemen und bei Hautleiden. Die Pflanze enthält Saponin, das schleimlösend und auswurffördernd bei Husten wirkt. Als Tee getrunken, kann es bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt werden. Dafür könnten die enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe und die Flavonoide verantwortlich sein. Als Umschlag verwendet, hilft es bei Hautleiden, sowie bei Prellungen und Verstauchungen.

Nicht zuletzt ist das Gänseblümchen als Küchenzutat geeignet und das gleich in dreifacher Hinsicht: Die Blüten sind essbar, die Blätter eignen sich für einen knackigen Salat und die Knospen dienen, wann man sie in Essig einlegt, als Ersatz für Kapern.

 

 

Man sieht, das Gänseblümchen ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch ein wahrer Tausendsassa und somit zu Recht die Heilpflanze im Jahr 2017.

 

Quellen: ptaheute.de, krautundrueben.de, deutsche-apotheker-zeitung.de

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Perspektive Alzheimer: Vermutlich doch heilbar https://www.gute-nachrichten.com.de/2017/11/gesundheit/perspektive-alzheimer-vermutlich-doch-heilbar/ https://www.gute-nachrichten.com.de/2017/11/gesundheit/perspektive-alzheimer-vermutlich-doch-heilbar/#respond Sat, 18 Nov 2017 16:19:09 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11166 Immer mehr Menschen erkranken an Alzheimer und büßen im Krankheitsverlauf ihre geistige Leistungsfähigkeit und ihre Persönlichkeit ein. Bisher versuchen Mediziner mit Medikamenten den geistigen Verfall aufzuhalten, ohne ihn jedoch ursächlich behandeln zu können. Seit einiger Zeit wächst jedoch die berechtigte Hoffnung, dass sich das bald ändern könnte: Experten diskutieren neue Erklärungsansätze zur Krankheitsentstehung sowie Präventions- und Behandlungskonzepte, mit denen sich der Erkrankungszustand von Alzheimer-Betroffenen deutlich verbessern, vermutlich sogar präventiv verhindern lässt.

Der „Welt Alzheimer Report 2015“ beziffert die Anzahl der Alzheimer-Patienten rund um den Globus auf etwa 47 Millionen – mit absehbarer Steigerung auf 75 Millionen in 2030 und 131 Millionen in 2050. In Deutschland gehen die Experten von derzeit 1,5 Millionen Betroffenen aus, die Anzahl der Neuerkrankungen wird auf 4000 bis 5000 Fälle pro Woche geschätzt.

Nach bisherigen Aussagen vieler Spezialisten nimmt das Risiko, an Alzheimer zu erkranken mit den Lebensjahren zu. Tatsächlich zeigen zahlreiche Statistiken, dass die Erkrankungshäufigkeit mit zunehmendem Alter steigt. Mittlerweile mehren sich allerdings die Zweifel an der Annahme, dass sich hinter den beobachteten Erkrankungs-Steigerungsraten bei zunehmendem Alter ein ursächlicher Zusammenhang verbirgt. “An verschiedenen Statistiken lässt sich ablesen, dass die starke Zunahme von Alzheimer in den letzten Jahrzehnten nicht parallel zur Altersentwicklung verlief“, schreibt Dr. med. Hans-Peter Friedrichsen, Vorsitzender der Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde, in der Fachzeitschrift für Orthomolekulare Medizin “OM” (“Alzheimer – eine vermeidbare Umwelterkrankung?”, 2016; 1: 3–9. http://dx.doi.org/10.1055/s-0035-1547596). Der Mediziner ist vielmehr überzeugt, dass die Veränderung externer Faktoren wie etwa der Konsum industriell verarbeiteter Lebensmittel sowie die Aufnahme neurotoxischer (nervenschädigender) Substanzen als Krankheitsursache in den Mittelpunkt gerückt werden müssten. Die Auffassung, Alzheimer nicht als Folge des Älterwerdens, sondern als Umwelt- und Zivilisationserkrankung zu verstehen, teilt Friedrichsen mit einer wachsenden Zahl an Medizinern und Wissenschaftlern weltweit.

Am Beispiel Rumänien erläutert Friedrichsen, dass der Faktor Ernährung bei der Entstehung von Alzheimer offenkundig eine herausragende Rolle spielt. Eine Studie zur Alzheimerentwicklung in dem ehemals kommunistischen Land zeigt nämlich, dass die Alzheimerrate bis zur Grenzöffnung 1989 über viele Jahre gleichbleibend niedrig war. Mit der Grenzöffnung Rumäniens veränderte sich aber nicht nur die politische Lage, sondern auch die Ernährungsgewohnheiten der Menschen dort rasant: Von vorwiegend selbst erzeugten Grundnahrungsmitteln mit niedrigem industriellen Verarbeitungsgrad hin zu immer mehr stark industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln, die seit der Öffnung des Landes importiert und von der in kommunistischen Zeiten wenig verwöhnten Bevölkerung begeistert konsumiert werden. “Die Alzheimerinzidenz stieg zwischen 1989 und 2006 von 1,65 auf 7,05 an”, schreibt Friedrichsen. Da sich bis auf die Ernährung im Beobachtungszeitraum keine weiteren Rahmenbedingungen (demographische, medizinische oder soziale Parameter) geändert hätten, deute dies auf einen Zusammenhang mit der Ernährung bzw. den verzehrten Nahrungsmitteln hin. Und auch am Beispiel Japan könne man den Zusammenhang zwischen einer Veränderung der Ernährung und einer Zunahme an Alzheimer Erkrankungen gut erkennen: Während in Japan die Todesfallzahlen durch Alzheimer über viele Jahre stabil war, stieg sie steil an, nachdem westliche Ernährung die traditionelle japanische Ernährung weitgehend verdrängt hatte. Ein Umstieg von frischen und unbelasteten Nahrungsmitteln auf industrielle Nahrungsmittel führt aber zu einer vermehrten Aufnahme neurotoxischer (nervenschädigender) Substanzen wie Agrochemikalien, Verarbeitungschemikalien und Industrieschadstoffen sowie AGEs (Advanced Glycation Endproducts, vereinfacht gesagt: Zucker).

Ein Gemüsestand mti frischen und natürlichen Nahrungsmitteln

Eine gesunde Ernährung mit natürlichen Nahrungsmitteln trägt dazu bei, nicht an Alzheimer zu erkranken.
Photo by Alexandr Podvalny on Unsplash

Mediziner wie Professor Dale Bredesen von der University of California (http://www.eastonad.ucla.edu/about-us/faculty-and-staff/item/bredesen-dale-e-md), die in Sachen Alzheimer in dieser neuen, systemischen Denkrichtung forschen und behandeln (https://www.sciencedaily.com/releases/2016/06/160616071933.htm), machen in den letzten Jahren ebenso erstaunliche wie hoffnungsmachende Beobachtungen: Aktuellen Studien zufolge profitieren Alzheimer-Patienten beispielsweise von einer vollwertigen gesunden Ernährung, regelmäßiger Bewegung und Entspannungsübungen. Verschiedene neue Untersuchungen legen zudem nahe, dass Alzheimer durch konsequente Umstellung der Lebensweise sogar präventiv zu verhindern ist. Dazu gehört auch die Nahrungsergänzung wie etwa durch Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. (http://www.huffingtonpost.de/2016/06/30/alzheimer-bheandlung-studie_n_10714134.html)

Auch in Deutschland behandeln einige Ärzte bereits erfolgreich mit diesen neuen Therapieansätzen. Einer von ihnen ist Dr. med. Wolfgang Karner. Sein ganzheitliches Therapiekonzept für Alzheimer mit der Bezeichnung “Biologische Alzheimertherapie und Prävention” setzt er in seiner Praxis in Freiburg schon seit längerem ein – ebenfalls mit Erfolg. “Alzheimer ist kein unvermeidbares Schicksal, sondern es gibt Hinweise, dass in vielen Fällen die Erkrankung gestoppt oder gar geheilt werden kann”, schreibt Karner auf seiner Praxishomepage (http://www.biologische-alzheimertherapie.de/).

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Roher Cannabis als gesundes Superfood https://www.gute-nachrichten.com.de/2017/11/gesundheit/roher-cannabis-als-gesundes-superfood/ https://www.gute-nachrichten.com.de/2017/11/gesundheit/roher-cannabis-als-gesundes-superfood/#respond Mon, 06 Nov 2017 17:25:45 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11148 Cannabis ist das neue Kale, oder vielmehr: Cannabis Samen werden derzeit als der neueste Schrei der Superfood-Bewegung bezeichnet. Obwohl die Hanfpflanze lange keinen guten Ruf genießen durfte, ändert sich gerade einiges in der Haltung vieler Bürger. Gerade in den USA, wo Cannabis in vielen Staaten für die Freizeitberauschung legalisiert wurde, konnte sich auch ein Markt für die Pflanze in ihrer gesamten Nutzung etablieren.

Eine heranwachsende Hanfpflanze in einem Topf von der Draufsicht fotografiert.

Topfpflanze: Heranwachsender Hanf.
Photo by Esteban Lopez on Unsplash

Die meisten Menschen wissen nicht viel über Cannabis, außer, dass man es rauchen kann und davon high wird. Aber auch als Lebensmittel birgt die Pflanze einige Vorteile, die man nicht unterschätzen darf. Das grüne Blatt der Pflanze ist voller Proteine, Ballaststoffe, Antioxidantien, Vitamine und Mineralien. Man kann sie – wie Spinat – etwa für Smoothies oder im Salat verwenden. Bonuspunkte: Sie schmeckt ausgezeichnet!

Doch die Pflanze kann noch mehr. Roher Cannabis hat nämlich auch therapeutische Vorteile und Nutzen. Doch erstmal ist es wichtig zu erklären, dass der berauschende und psychoaktive Anteil von Cannabis – das THC – seine ursprüngliche Form behält, wenn man ihn nicht erhitzt. Wer also nicht in den Genuss eines kleinen Highs kommen möchte, der braucht das auch nicht.

Da der Verzehr der Blüten in diesem Fall ungeeignet ist. Stellt sich folgende Frage, wie soll man die Cannabispflanze am besten benutzen? Hier ein paar Vorschläge:

Salat mit Avocado, Hanfblättern und geschälten Hanfsamen. Angerichtet aeinem Teller.

Salat mit Avocado, Hanfblättern und geschälten Hanfsamen.

© T.Tseng / flickr.com (CC BY 2.0)

Smoothie: Am besten mischt man die Blätter mit Obst und Gemüse, um so den leicht bitteren Geschmack zu überdecken.

Saft: Je frischer die Pflanze ist, desto besser wird der Saft! Also darauf achten, dass man keine alten Blätter hat. Im Smoothie, in Säften oder Müslis kann man alternativ natürlich auch Hanf-Proteinpulver aus Hanfsamen verwenden, welcher bekanntlich einen hohen Eiweißgehalt aufweist.

Salat: Die Cannabis-Blätter kann man ganz einfach klein schneiden und am besten mit einem Dressing oder einer würzigen Vinaigrette, sowie Gurken, Tomaten und anderen Salatzutaten mischen.

ungeschälte Hanfsamen

Ungeschälte Hanfsamen

© xJason.Rogersx / flickr.com (CC BY 2.0)

Hanfsamen: Hanfsamen enthalten unglaublich viele nützliche Nährstoffe und können wie Salatkerne benutzt werden – im Salat, in der Suppe und auch im Porridge kommen sie geschält oder ungeschält immer gut an! Besonders gut schmecken sie, wenn man sie röstet. So tritt die feine Süße im Geschmack noch deutlicher hervor.

Kalt gepresstes Cannabisöl: Auch das Öl der Pflanze eignet sich gut, um den Körper mit Nährstoffen zu versorgen. Es besitzt einen hohen Gehalt an lebenswichtigen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Man kann es optimal als Alternative zu anderen Ölen verwenden, am besten im Salat oder dort, wo es nicht stark erhitzt wird. Der Geschmack ist leicht nussig. Nebenbei kann auch Hanföl zur äußerlichen Pflege der Haut verwendet werden.

 

Jedenfalls ist es interessant, was die Pflanze alles kann, wenn man bedenkt, dass der kurze Inhalt dieses Beitrags nur einen kleinen Teil an Nutzen aufzählt. Es dürfte sicher sein, dass die Hanfpflanze und dessen Verzehreigenschaften eine gesunde, energiereiche Ergänzung in der Nahrungsaufnahme darstellt und auch in Zukunft nicht mehr wegzudenken ist.

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Silphie – der Ersatz für Mais als Energiepflanze https://www.gute-nachrichten.com.de/2017/10/umwelt/silphie-der-ersatz-fuer-mais-als-energiepflanze/ https://www.gute-nachrichten.com.de/2017/10/umwelt/silphie-der-ersatz-fuer-mais-als-energiepflanze/#respond Thu, 26 Oct 2017 16:25:13 +0000 http://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11137 Zur Herstellung von Biogas dient in Deutschland in allererster Linie der Mais. Skeptiker sagen, dass es eine Verschwendung wäre, ein Nahrungsmittel zur Energieerzeugung zu verwenden. Laut Umweltbundesamt ist die Biomasse mit einem Anteil von etwa 59 Prozent der Energiebereitstellung der wichtigste erneuerbare Energieträger. Insbesondere auf dem Wärme- und Verkehrssektor hat die Biomasse einen Anteil von fast neunzig Prozent.

Nun hat man festgestellt, dass an vielen Standorten der Anbau von Mais durch die Durchwachsene Silphie ersetzt werden könnte. Diese braucht wesentlich weniger Dünger und Pflanzenschutzmittel und bietet für viele Insekten eine gute Nahrungsquelle, ganz im Gegensatz zum Mais. Sie stammt ursprünglich aus den gemäßigten Zonen Nordamerikas und gedeiht bei uns sehr gut. Man nennt sie auch Kompass- oder Becherpflanze.

Der Biogasertrag ist durchaus vergleichbar mit dem bei Mais. Bauer Erwin Theobald baut seit 2014 Silphie in der Eifel an. Er betreibt zusammen mit drei Kollegen eine Biogasanlage. Seine Erfahrungen mit der Pflanze aus Nordamerika sind absolut positiv. „Die wird einsiliert und nachher an die Biogasanlage verfüttert. Was da an Gasertrag rauskommt, an Biogas, ist ungefähr auf die Tonne gerechnet 60 Prozent von dem, was der Mais hatte.“ Das klingt zunächst etwas enttäuschend.
Forschungsarbeiten des Instituts für Pflanzenbau und Bodenkunde am Julius-Kühn-Institut in Braunschweig, einem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen haben ergeben, dass die Silphie zum optimalen Wachstum viel Wasser benötigt. Daraus schließt man, dass sich der Anbau der Silphie in Mittelgebirgsgegenden mit häufigen Niederschlägen lohnt, weil dann der Gasertrag der Silphie dem von Mais ebenbürtig ist.

Dr. Siegfried Schittenhelm, der Leiter des Forschungsinstituts, sagt: „In diesen Regionen bringt die Silphie auch sehr gute Erträge. Aufgrund der guten Wasserversorgung dort, kommt sie an die Erträge vom Mais und durchaus an die Methanerträge heran. Die Methanausbeuten der Silphie sind etwas niedriger, aber wenn sie das mit etwas höherem Ertrag gegenüber Mais kompensieren kann, haben sie vergleichbare Methanerträge.“

Agrarbiologe Schittenhelm zählt weiter Vorteile der Silphie im Vergleich zu Mais auf: Sie braucht weniger Dünger, sie erodiert den Boden nicht, lockt keine Wildschweine an, die Schäden anrichten können und sie braucht weniger Dünger und Pflanzenschutzmittel. Bauer Theobald kann bestätigen: „Ab den zweiten Jahr kommt sie vollkommen ohne Unkrautvernichtungsmittel, ohne jegliche Pestizide oder andere Arbeiten aus. Es ist eine Pflanze, die kann bis zu 20 Jahre auf dem Feld stehenbleiben. Wenn ich jetzt mal an Flächen denke, kleinere Parzellen oder Flächen, die weit vom Hof entfernt sind. Das sind Flächen, wo die Pflanze hingehört.“

Nicht zuletzt finden Bienen, Hummeln und andere Insekten mit der Silphie, die bis in den Spätherbst hinein blüht, reichlich Nahrung. Schittenhelm ist zwar der Meinung, dass die Silphie keine wunderpflanze ist, aber dass sie in bestimmten Gebieten den Mais ersetzen kann und damit die Vielfältigkeit der angebauten Nutzpflanzen erhöht.

 

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Die Silphie als Maisersatz würde also eine erhöhte Entlastung der Natur bedeuten, da auf schädliche Pflanzenschutzmittel verzichtet werden kann, sie nur wenig Dünger benötigt, der Boden nicht erodiert und vieles mehr. Sie soll den Mais nicht komplett verdrängen, aber in bestimmten Teilen, wie beispielsweise zur Herstellung von Biogas, als Ersatz dienen, was sinnvoll wäre und vielversprechend kling!

 

Quelle: deutschlandfunk.de

Vielen Dank für den Tipp, liebe Mika! :)

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