Gute Nachrichten https://www.gute-nachrichten.com.de ... braucht der Mensch! Fri, 27 Sep 2019 18:41:17 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.9 Das ″Blaue Herz″ Europas – Rettung der letzten Naturflüsse des Balkans https://www.gute-nachrichten.com.de/2019/09/umwelt/das-blaue-herz-europas-rettung-der-letzten-naturfluesse-des-balkans/ https://www.gute-nachrichten.com.de/2019/09/umwelt/das-blaue-herz-europas-rettung-der-letzten-naturfluesse-des-balkans/#respond Fri, 27 Sep 2019 18:41:17 +0000 https://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11603 Der Fluss Vjosa fließt als Wildwasser ungezähmt 270 Kilometer von den Bergen des Pindus-Gebirges in Griechenland durch Albanien, um dann in die Adria zu münden. Er ist einer von vielen Flüssen auf dem Balkan, dessen Wildheit bedroht wird durch die Absicht, mehr als 2.800 neue Wasserkraftwerke mit den dazu gehörigen Staudämmen zu bauen. Im März 2018 verbündete sich die Firma Patagonia mit lokalen Aktivisten zu einer Kampagne mit dem Namen „Save the Blue Heart of Europe“, die den Bau von neuen Staudämmen verhindern will. Ein knappes Jahr später feiert Patagonia mit den örtlichen Aktivisten den Fortschritt beim Schutz der Wildwasserflüsse.

Wilde, unberührte Flüsse im Balkan. Hier sieht man den Fluss Vjosa.

Photo by Jay Basha on Unsplash

Ulrich Eichelmann, der Geschäftsführer von Riverwatch, einer Vereinigung, die sich um Abrisse von alten Wehren und Dämmen kümmert, sagte bei der Gelegenheit: „Als ich das erste Mal das Team von Patagonia Europe im Jahr 2016 traf, diskutierten wir, wie uns Patagonia beim Schutz der Flüsse auf dem Balkan helfen könnte. Ich erinnere mich, dass ich sagte, wir müssten die Flüsse weltbekannt machen. Heute könnte ich nicht glücklicher über das Ergebnis sein. Im letzten Dezember hat das Europäische Parlament eine Resolution verabschiedet, das die Risiken von kleinen Wasserkraftwerken für die Umwelt hervorhob. Dabei wies man ausdrücklich darauf hin, dass dies nicht mit den EU-Standards vereinbar wäre.“

Als Patagonia anfing, die Balkan-Flüsse weltweit bekannt zu machen, versammelte man sich vor den Regierungsgebäuden in Albanien und projizierte den „Film Blue Heart: der Kampf für Europas letzte Wildflüsse“(siehe unten!) auf die Hauswand. Der Film zeigt einen aufgelassenen Damm in Bosnien und man erhielt 120.000 Unterschriften auf einer Petition, die von Banken verlangte, das Einsammeln von Kapital für solche Projekte zu stoppen, die die Wildheit der Flüsse zerstören. Gleichzeitig setzte man sich dafür ein, Energieeffizienz zu fördern und wirklich erneuerbare Energiequellen zu nutzen.

Jetzt, ein Jahr später, hat die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), einer der großen Anteilseigner beim Bau der Dämme, gefordert, die strikteren Transparenzvorgaben für erneuerbare Energieprojekte, insbesondere für kleine Wasserkraftwerke auf dem Balkan zu akzeptieren. Abgesehen von den Banken freuen sich auch lokale Gemeinden über die guten Nachrichten zum Schutz der Wildwasserflüsse in Bosnien und Herzegowina. Das hat man zu einem großen Teil der von Frauen organisierten Blockade der Bewohner von Kruscica zu verdanken, denen es gelungen ist, den Bau eines Wasserkraftwerks zu verhindern. Die protestierenden Dorfbewohner versammelten sich zur Feier in dem Zelt, das ihnen während der 16-monatigen Blockade als Wetterschutz diente. Maida Bilal, eine der Frauen aus Kruscica, sagte: „Wir weinten vor Freude. Eine andere Protestiererin, Tahira Tibold meinte: „Wir warten noch auf die Rücknahme der Konzession zum Bau. Wir haben die Schlacht gewonnen aber nicht den Krieg.“

In Fojnica, einem Dorf nahe Kruscica, sind die Baugenehmigungen für fünf Wasserkraftwerke ausgelaufen und werde nicht mehr erneuert. Dafür hat die Gemeinde zehn Jahre gekämpft und letzten Endes gewonnen. (https://bankwatch.org/story/a-tale-of-two-communities-successfully-resisting-the-balkan-hydropower-tsunami)

Dies sind nur einige der Erfolgsmeldungen vom Balkan. Zusammen mit Basisgruppen und NGO`s, wendet sich Patagonia an nationale Regierungen und an die EU, um die Gesetze zur Energiegewinnung und zum Umweltschutz zu verschärfen. Eine kürzlich veröffentlichte Studie von Riverwatch und EuroNatur zeigt auf, dass fast 61.000 Kilometer an gesamter Flusslänge auf dem Balkan eine unverdorbene Umwelt haben und als Zonen ausgewiesen werden müssten, wo keine Wasserkraftwerke gebaut werden dürften.

Patagonia und die Partner werden weiter Druck auf Banken wie die EBRD ausüben, um strengere Regeln für Projekte wie Wasserkraftwerke an Wildflüssen zu installieren.

In folgendem anschaulichen Film zum Thema, kann man sich ein sehr gutes Bild machen, um was es hier eigentlich geht. Unberührte, einzigartige Natur und dessen Bewohner, wie Mensch und Tier sollten geschützt werden und nicht auch noch durch Industrialisierungsmaßnahmen künstlich verändert oder gar zerstört werden.

Film: „Blue Heart: der Kampf für Europas letzte Wildflüsse“ mit deutschem Untertitel.

 

 

Wer mehr wissen möchte, kann gerne den folgenden Links zum Thema folgen oder sich eigenständig schlau machen.

Hier ist ein kurzer Artikel zu einem weiteren aktuellen Erfolg: „Drina: Umweltgenehmigung für Wasserkraftwerk Buk Bijela aufgehoben“ https://www.balkanrivers.net/de/aktuell/drina-umweltgenehmigung-f%C3%BCr-wasserkraftwerk-buk-bijela-aufgehoben

 

Quellen: blueheart.patagonia.com, tcl.patagonia.com, balkanrivers.net, balkanrivers.net/en/news

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https://www.gute-nachrichten.com.de/2019/09/umwelt/das-blaue-herz-europas-rettung-der-letzten-naturfluesse-des-balkans/feed/ 0
Wasserstoff für eine CO2-neutrale Mobilität in der Zukunft https://www.gute-nachrichten.com.de/2019/08/umwelt/wasserstoff-fuer-eine-co2-neutrale-mobilitaet-in-der-zukunft/ https://www.gute-nachrichten.com.de/2019/08/umwelt/wasserstoff-fuer-eine-co2-neutrale-mobilitaet-in-der-zukunft/#respond Sun, 04 Aug 2019 17:59:27 +0000 https://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11588 Am 25.06.2019 fand in Oldenburg ein Aktionstag zu emissionsfreien Technologielösungen für Straße und Schiene statt. Anlässlich dieses Aktionstages kam die erste wasserstoffbetriebene Regionalbahn des französischen Herstellers Alstom zu Besuch. Dazu hat unter anderem das Institut für Vernetzte Energiesysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) eingeladen.

Dr. Alexander Dyck, Abteilungsleiter am Institut für Vernetzte Energiesysteme erklärt: „Die Kombination aus Wasserstoff und Brennstoffzelle bietet uns ein immenses Gestaltungspotenzial auf dem Weg zur CO² – neutralen Mobilität der Zukunft, sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene.“ Jetzt müsse nur noch die Infrastruktur ausgebaut werden. „Dafür soll eine flächendeckende Versorgung in der Region sichergestellt werden, die von lokaler Wertschöpfung der Erzeugung und Speicherung von Wasserstoff profitieren kann.“

Norddeutschland eignet sich besonders gut zum Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur, denn hier wird sehr viel Strom mittels Windkrafträdern erzeugt, der sofort ins Netz eingespeist werden kann. Überschüssige Energie kann in Form von Wasserstoff langfristig gespeichert werden. Hieraus folgert Dr. Dyck: „Damit stünde uns ein chemischer Energieträger zur Verfügung, der wahlweise im Verkehr oder aber über Rückverstromung zur Versorgungssicherheit eingesetzt werden kann.“

Das Institut für Vernetzte Energiesystem hat seit März 2017 ein Fahrzeug mit Wasserstoffantrieb im Einsatz. Das Fahrzeug hat mittlerweile 35.000 Kilometer hinter sich und läuft störungs- und emissionsfrei. Zwischen Cuxhaven und Buxtehude ist ein Zug im Linienverkehr im Einsatz, der, ebenfalls wasserstoffbetrieben, bereits 100.000 Kilometer absolviert hat. Aus den Daten solcher Fahrzeuge kann man auf die Langlebigkeit und die Alltagstauglichkeit dieser Antriebe entsprechende Rückschlüsse ziehen.

Das öffentliche Interesse in Oldenburg war so enorm, dass die Veranstaltung innerhalb kurzer Zeit mit 150 Teilnehmern ausgebucht war. Diese Veranstaltung demonstrierte deutlich, dass der Weg zum reinen Elektroantrieb für Fahrzeuge nicht der einzige sein kann und sein darf. Alleine schon die Herstellung der Batterien für Elektroautos ist umweltschädlich und extrem teuer. In dem Zusammenhang sei noch eine Lesermail aus der ADAC Motorwelt erwähnenswert: Die Batterie für ein eher kleines Fahrzeug wie den Smart 451 sollte dem Leser im Austausch über 17.000 € (ohne Mehrwertsteuer) kosten und das nach einer Laufzeit von etwa vier Jahren. Der betroffene Fahrer meinte, dass er sich nun wieder einen Dieselfirmenwagen kaufe und seinen E-Smart in den Garten stelle um ihn mit Blumen zu bepflanzen.

Bei solchen Tatsachen kann man sich nur an den Kopf fassen. Umso schöner ist es, wenn sich auch in Sachen Wasserstoffantrieb so einiges tut und dem Endverbraucher eine weitere Alternative bietet.

 

Quelle: www.dlr.de

Danke dir für den Tipp, lieber Wolfgang! :-)

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Mystik: Erwachen für jedermann https://www.gute-nachrichten.com.de/2019/07/allgemein/mystik-erwachen-fuer-jedermann/ https://www.gute-nachrichten.com.de/2019/07/allgemein/mystik-erwachen-fuer-jedermann/#respond Sun, 07 Jul 2019 09:23:52 +0000 https://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11575 Ist Erleuchtung nicht nur was für Einsiedler, für Yogis, die abseits der Zivilisation in Wüsten und Höhlen leben und fasten? Von wegen sagt eine deutsche Theologin: Sie erforscht religionsübergreifend die Praxis von Mönchen und Nonnen und lehrt alltagstaugliche Übungen, mit denen jeder sein Bewusstsein erhöhen kann.

Einen Psalmvers aus der Bibel vor sich hinzumurmeln bringt´s. Davon ist Sabine Bobert nicht nur überzeugt, sie weiß es. Durch diese und ähnliche Praktiken verändern sich nämlich neuronale Strukturen in günstiger Weise, und das kann man heute mit MRTs sichtbar machen. Bobert forscht und lehrt am Institut für praktische Theologie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Ihr Arbeitsschwerpunkt lautet eher abschreckend Diakonik, Poimenik und Christliche Publizistik, doch ihr persönlicher Fokus liegt auf Mystik. Christlicher Mystik natürlich, aber längst nicht nur: Von Sufismus bis Zen erforscht die Wissenschaftlerin die mystischen Traditionen verschiedenster Kulturen. Denn letztlich geht es ihr um die Essenz, und die lautet “Erleuchtungsstreben”, oder anders formuliert: “Das Bemühen, die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind”.

Und wie jeder da hinkommen kann, wenn er sich nur auf den Weg macht, das erklärt Sabine Bobert anschaulich und begeisternd. Unter anderem in zahlreichen Youtube Videos (Youtube-Kanal auf ihrer Homepage: mystik-und-coaching.de). Mitschnitten von Seminaren und öffentlichen Vorträgen, in denen sie kurzweilig und unterhaltsam ihre Forschungsergebnisse vorstellt und praktische Übungen erklärt. Zum Beispiel in ihrem zentralen Vortrag “Erleuchtet wie Meister Eckhart” (https://www.youtube.com/watch?v=6UxMX0VCB5I) oder der sehr praxisorientierten Lektion “Der Mönchs-Lifestyle – Widerstand gegen kulturelle Degeneration”:

 

Eine leichte Übung ist die Wiederholungstechnik “Ruminatio” (Wiederkäuen), das eingangs erwähnte Vor-sich-hin-murmeln, das selbst Persönlichkeiten wie Franz von Assisi praktiziert haben sollen. In östlichen Kulturen und Religionen wird das Wiederholen übrigens – in der auch hierzulande immer beliebteren Form – des Mantra-Singens praktiziert. Wiederholungstechniken sind also keineswegs eine Erfindung der christlichen Mystik, sondern in verschiedenster Form Teil der meisten Kulturen unserer Welt. Für Atheisten übersetzt Sabine Bobert ihre Übungen daher auch in weltliche Formulierungen: Statt “Gott, du mein Ein und Alles” könnte es dann auch heißen: “Ich bin reines Licht und Liebe”.

Wie all diese Übungen und deren fleißiges Praktizieren nicht nur zu persönlicher Glückseligkeit führen, sondern sogar helfen kann, die Welt zu retten? “Knappheit und Konkurrenz sind gesellschaftliche Konstrukte”, befindet die Professorin. Und je mehr Menschen zu einer wesentlichen Art zu leben zurückfänden, in der universelle Empathie selbstverständlich sei, desto eher hätte Verschwendung von Ressourcen keinen Platz mehr auf unserer Welt. Es würde wieder für alle reichen.

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Philippinisches Gesetz: Schulabgänger müssen zehn Bäume pflanzen https://www.gute-nachrichten.com.de/2019/06/umwelt/philippinisches-gesetz-schulabgaenger-muessen-zehn-baeume-pflanzen/ https://www.gute-nachrichten.com.de/2019/06/umwelt/philippinisches-gesetz-schulabgaenger-muessen-zehn-baeume-pflanzen/#respond Sun, 23 Jun 2019 20:24:27 +0000 https://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11564 Quer durch Asien bemüht man sich, der zunehmend schlimmen Umweltverschmutzung Herr zu werden. Man erfährt von unterschiedlichen Maßnahmen. In Thailand, Vietnam und auf den Philippinen begannen Supermärkte damit, Bananenblätter anstatt Plastiktüten zum Verpacken zu nehmen. Solche Maßnahmen verstärken den Glauben an die Vernunft der Menschen und es gibt noch mehr gute Nachrichten in diesem Zusammenhang.

Bergige, grüne Landschaft auf den Philippinen

Photo by Jacky Lo on Unsplash

Man kennt das auch bei uns: nach Schulabschluss, bestandenem Abitur oder erfolgreichem Abschluss des Studiums wird ausgiebig gefeiert. Das macht man auf den Philippinen ebenso, jedenfalls machte man dies bis jetzt so. CNN hat gemeldet, dass ab dem 15. Mai 2019 ein Gesetz in Kraft tritt, das jeden Schul- und Universitätsabgänger verpflichtet, vor der Zulassung zur Prüfung zehn Bäume zu pflanzen. Man will damit zwei Fliegen mit eine Klappe schlagen: zum einen hilft man damit der Umwelt und zu anderen wird es den jungen Leuten ein Gefühl für die Natur einflößen.

Gay Alejano ist einer der treibenden Kräfte hinter diesem Gesetz und er sagt: „Mit über 12 Millionen Schülern der Hauptschulen, zirka fünf Millionen Oberschulabgängern sowie fast 500.000 Universitätsabsolventen jedes Jahr, wird diese Initiative dazu führen, dass mindestens 175 Millionen neue Bäume jedes Jahr gepflanzt werden. Im Lauf einer Generation können nicht weniger als 525 Milliarden gepflanzt werden.“ Und er fügt hinzu: „Wenn nur zehn Prozent der Setzlinge ankommen, würde dies bedeuten, dass 525 Millionen Bäume für die Menschen zur Freude vorhanden sein werden.“

Dass diese Baumpflanzaktionen auch tatsächlich durchgeführt werden, wird das Ministerium für Erziehung an den Schulen extra Kommissionen einrichten, die dafür sorgen, dass die Maßnahmen auch greifen. Die Bäume dürfen unter anderem in Wäldern, Mangrovenwäldern, in geeigneten städtischen Gebieten und in verlassenen Minen gepflanzt werden.

Somit können mit Hilfe dieses Gesetzes Milliarden von Bäume auf den Philippinen gepflanzt werden und jeder einzelne Schüler kann hier aktiv die Natur unterstützen und mit ihr in Kontakt kommen. Wenn man sich vorstellt, dass dies weltweit geschehen würde, könnte sich der Traum von einer heilen Natur erfüllen, trotz aller Abholzungen, die bereits erfolgt sind.

 

Quelle: vice.com

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Gesundheit bis ins hohe Alter: Die Geheimnisse der Hunza https://www.gute-nachrichten.com.de/2019/05/kultur/gesundheit-bis-ins-hohe-alter-die-geheimnisse-der-hunza/ https://www.gute-nachrichten.com.de/2019/05/kultur/gesundheit-bis-ins-hohe-alter-die-geheimnisse-der-hunza/#respond Sun, 19 May 2019 16:37:56 +0000 https://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11547 Im gebirgigen Norden Pakistans liegt das Tal der Hunza (Hunzukuc). Die Bewohner dieses abgelegenen Tales, auf 2.590m Höhe im Himalaya, haben eine Lebenserwartung von etwa 120 Jahren. Einige werden sogar bis zu 150 Jahre alt, während im restlichen Pakistan die durchschnittliche Lebenserwartung bei 67 Jahren liegt.

Ob die Höhe der Lebenserwartung stimmt oder nicht, darüber kann man streiten. Zweifelsfrei richtig ist die Tatsache, dass die Hunza sehr abgeschieden leben und dass ihre Lebensumstände sie gesünder bleiben lassen. Ohne Zweifel liegt deren Lebenserwartung mindestens bei 100 Jahren.

Tatsache ist auch, dass die Hunzafrauen länger Kinder gebären können als gewöhnlich, dass sie niemals krank werden und dass sie resistent gegen Krebskrankheiten sind. Einige dieser Behauptungen sollten jedoch mit Vorsicht gelesen werden, denn es kursieren einige Informationen zu den Hunza, die eigentlich unglaublich klingen. Zum einen heißt es, dass Hunzafrauen noch zwischen 60 und 90 Jahren schwanger werden können, andere wieder sagen, dass die Hunza Abkömmlinge von Alexander dem Großen seien.

Wegen der Abgeschiedenheit des Hunza-Tales von der Außenwelt, sind die Bewohner reine Selbstversorger, was ihre Nahrung anbelangt. Zum Trinken und Baden nehmen sie frisches Gletscherwasser aus den Bergen. Die Hunza essen keine verarbeiteten Nahrungsmittel wie wir sie alle kennen. Ihr Gemüse, ihre Milch und ihr Korn kommen unverarbeitet auf den Tisch. Bei den Früchten gehören Aprikosen zu ihren Grundnahrungsmitteln. Sie machen für mehrere Monate im Jahr eine Kur, die hauptsächlich aus Aprikosensaft besteht. Das ist wohl der Grund dafür, dass die Hunza nie an Krebs erkranken, weil der Saft sehr viel „Vitamin B17“ bzw. Amygdalin enthält. Während der Kur essen sie wenig Fleisch aber viel Früchte und rohes Gemüse. Ein weiterer Grund für die stabile Gesundheit der Hunza könnte darin liegen, dass ihr Land sehr hoch liegt und sie reine Gebirgsluft atmen.

Ob die Hunza wirklich bis zu 150 Jahre alt werden, ist schwer zu sagen. Ein Anthropologe erklärte, dass die Hunza eine andere Zählweise für das Alter haben, denn sie addieren zum tatsächlichen alter die Weisheit des Einzelnen, umgerechnet in Jahren, hinzu. Geburtsurkunden wie wir sie kennen, existieren nicht. Hier bemerkt man, dass die Hunza Menschen mit einem hohen Alter nicht etwa als schwach ansehen, sondern diese im Gegenteil sehr ehren und Schätzen – je älter ein Mensch wird, desto weiser wird dieser.

Die Sprache der Hunza heißt Burushaski und hat keinerlei Verbindung zur Indogermanischen Sprachfamilie oder zur tibetischen Sprache im Nachbarland. Es gibt jedoch eine Ähnlichkeit zur Sprache der Basken in Spanien. Die baskische Sprache und Burushaski haben 70 Wörter gleichen Ursprungs. Forscher schließen daraus, dass beide Völker ihren Ursprung von einem kaukasischen Stamm haben. Von allen in Pakistan lebenden Bevölkerungsgruppen haben die Hunza den hellsten Teint. Es könnte also durchaus sein, dass sie Abkömmlinge eines Stammes sein, der für die Armee von Alexander dem Großen gedient haben oder dass sie von einem europäischen Nomadenvolk abstammen.

Wenn man auch über die Höhe der Lebenserwartung der Hunza etwas im Unklaren ist, so ist es doch unbestritten, dass sie sowohl physisch als auch mental einen gesünderen Lebensstil pflegen als Europäer. Wenn man die Berichte von Forschern, die die Hunza besucht haben, liest, dann erfährt man, dass den Hunza Stress, wie wir ihn kennen, völlig unbekannt ist. Sie lieben ihr Leben und ihre körperlich anstrengende Arbeit, die ihnen ihr einfaches Dasein sichert. Vielleicht könnte dies ein Hinweis für uns sein, dass ein einfaches Leben eine Wohltat für uns alle sein kann.

Hier seht ihr eine kurze Dokumentation (in englischer Sprache), die das Hunza-Tal etwas näher zeigt und veranschaulicht, was die Hunza essen:
 

 

Ein Video über die Hunza mit ein paar interessanten Bildern von “Gesundes Wohnen“:
 

 

Jedenfalls deutet alles darauf hin, dass die Lebensweise, trotz des rauen Klimas, erheblich dazu beiträgt, dass der Mensch problemlos dazu in der Lage ist, bei bester Gesundheit ein sehr, sehr hohes Alter zu erreichen. Dabei scheint einem nicht immer die „moderne, westliche“ Welt behilflich zu sein, aber jeder hat selbst die Möglichkeit, sein Leben natürlicher zu gestalten.

Für weitere schöne Bilder zum Thema folgt bitte diesem Link: http://thewildchild.co.za/the-secrets-why-hunza-people-never-get-sick-dont-get-cancer-and-live-up-to-120/

 

Quelle: thewildchild.co.za

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Peru: Das Wunder im Urwald https://www.gute-nachrichten.com.de/2019/04/umwelt/peru-das-wunder-im-urwald/ https://www.gute-nachrichten.com.de/2019/04/umwelt/peru-das-wunder-im-urwald/#respond Sun, 07 Apr 2019 20:42:52 +0000 https://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11533 Der deutsche Verein Chance e.V. konnte durch zähen und geduldigen Einsatz einen 18.000 Hektar großen Teil des peruanischen Regenwaldes retten. Der Weg war steinig und schwer, doch am Ende hat er sich wahrlich gelohnt.

Weiter Blick über den peruanischen Urwald

Regenwald in Peru.
Bild-Quelle: Chance e.V.

Im Süden von Peru, in der Amazonasprovinz Madre de Dios, wüten regelrecht seit Jahren Goldgräber auf der Suche nach dem begehrten Edelmetall. Korruption und Geldgier sind hier eine für die Natur buchstäblich tödliche Allianz eingegangen. Unter der stillen Duldung von bestechlichen Regierungsbeamten und Forstleuten zerstören hier Goldschürfer den Regenwald in wenigen Jahren, der über viele Jahrhunderte dort entstanden ist. Geologen wissen, dass Flüsse aus den Anden über Jahrmillionen Mineralien, also Bodenschätze, in den Sandboden der Amazonasebene transportiert haben. Die Goldsucher spülen mit ihren Hochdruckpumpen den Sand unter dem Regenwald weg. Damit haben die Wurzeln der Bäume keinen Halt mehr und werden bei der nächsten Überschwemmung einfach weggerissen. Die Folgen für Flora und Fauna, sowie für das Klima sind katastrophal. Da das Gold mithilfe von giftigen Chemikalien, unter anderem Quecksilber, vom Sand getrennt wird, kommen diese Gifte in das Grundwasser und somit leidet die Gesundheit der Ureinwohner. Sie verlieren nicht nur ihre Haare und ihre Zähne sondern letztendlich ihre Zukunft.

Der in Köln ansässige Verein Chance e.V. brachte nun die entscheidende Wende ins Spiel: Im Juni 2015 begann der Kampf gegen die Zerstörung der Natur im peruanischen Regenwald, nachdem zwei Mitglieder des Vereins die Verwüstung sahen. Nachdem man ein Jahr später, im Juni 2016 einen ehemaligen Mitarbeiter der korrupten Forstbehörde kennenlernte, der den Mitgliedern von Chance e.V. helfen wollte, konnte man einen Plan auf den Weg bringen. Nach quälend langen Verhandlungen mit der zuständigen Forstbehörde, mit Abgeordneten der Provinzregierung, bis hinauf zur Zentralregierung in der Hauptstadt Lima und nicht zuletzt mit der Hilfe von peruanischen Anwälten, war es Ende 2018 endlich soweit: Der Plan ist aufgegangen, der 180 qkm große Regenwald im Perené-Distrikt konnte unter Naturschutz gestellt werden!

In diesem Regenwald wachsen laut Chance e.V. sechsmal mehr Baumarten als in Deutschland. Auf nur einem Quadratmeter Dschungel findet man bis zu einem Dutzend verschiedene Orchideenarten, von einer Höhe von drei Zentimeter bis zu drei Meter. Der höchste Berg in diesem Gebiet erreicht eine Höhe von 3.600 Meter. Es entspringen dort 111 Wasserläufe, die zwei Landkreise mit Trinkwasser versorgen. Man hat sechs bis neun Millionen Bäume im Wald, die täglich hunderte Millionen Liter Wasser verdunsten und somit für häufigen regen sorgen. Man kann Pumas, Brillenbären, Zwerghirsche und Tapire beobachten. Nicht zuletzt kann der Wald jedes Jahr so viel CO2 aus der Atmosphäre filtern, wie eine deutsche Kleinstadt produziert.

Hier sieht man, dass es sich lohnt, für das Gute einzustehen und seiner inneren Führung zu folgen, auch wenn einem viele Steine in den Weg gelegt werden.

Gerne machen wir darauf aufmerksam, dass man Waldpaten sucht, die das Projekt finanziell unterstützen möchten, um das Urwaldgebiet zukünftig zu schützen und zu erhalten.

 

 

Hier hat jeder die „Chance“ Chance e.V. einen kleinen Teil zur Erhaltung und Unterstützung dieser grünen Lungen beizutragen und natürlich findet man unter folgendem Link auch weitere interessante Infos und Bilder zum Thema: www.mein-regenwald.de

 

Quelle: chance-international.org
Vielen Dank lieber Jens für diese beeindruckende Geschichte und dein Engagement!

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https://www.gute-nachrichten.com.de/2019/04/umwelt/peru-das-wunder-im-urwald/feed/ 0
Upcycling: Kopfbedeckung aus alter Arbeitskleidung und Kaffeesäcken https://www.gute-nachrichten.com.de/2019/03/umwelt/upcycling-kopfbedeckung-aus-alter-arbeitskleidung-und-kaffeesaecken/ https://www.gute-nachrichten.com.de/2019/03/umwelt/upcycling-kopfbedeckung-aus-alter-arbeitskleidung-und-kaffeesaecken/#respond Sun, 10 Mar 2019 09:27:26 +0000 https://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11506 Hüte und Mützen gehören bei vielen zum täglichen Kleidungsstück dazu, wie bei anderen die Unterwäsche. Wäre es da nicht genial, wenn die Headwear aus nachhaltigen, fair-produzierten und handgemachten Materialien bestehen würde und dabei noch gut aussieht? Und obendrein noch aus gebrauchten Stoffen oder Stoffresten besteht, die ohnehin auf dem Müll landen würden? Solche, oder so ähnliche Fragen hat sich wohl auch das Berliner Start-Up ReHats gestellt. Denn sie produzieren genau solch eine Kopfbedeckung, die dem ein oder anderen Hut- und Mützen-Liebhaber das Herz höher schlagen lassen dürfte.

Rotharige, junge Frau liegt auf einem Holzsteg und trägt einen Hut aus einem Kaffeesack

© ReHats

 

Wer ist ReHats Berlin?

ReHats wurde 2015 gegründet und macht weltweit die wohl nachhaltigste Headwear, die es auf dem Markt gibt. Dabei steht neben dem schicken Aussehen das verwendete Material im Vordergrund. Bei dem Upcycling-Label erzählt jedes Stück seine eigene Geschichte. “Jedes Stück ein Unikat, jedes Material mit seiner eigener Geschichte. Nachhaltig, stylisch und fair”, so die Gründer.

Junge, blonde Frau lehnt einer Holzwand und trägt eine vegane Wintermütze aus einem Kaffeesack

© ReHats

Dabei kommt zum Beispiel Jute aus gebrauchten Kaffeesäcken, Stoffreste aus der Textilproduktion (wofür die Industrie keine Verwendung mehr findet) und seit neuestem auch alte Arbeitskleidung zum Einsatz, aus der kurzerhand neue, hochwertig verarbeitete und handgemachte Kopfbedeckung wird. So werden die robusten Materialien weiterverwendet und landen demnach nicht auf dem Müll.

Maschinen mit denen die Kopfbedeckung von ReHats hergestellt wird

© ReHats

Seit einigen Jahren arbeitet Rehats mit einer polnischen Hutmanufaktur in dritter Generation zusammen, die die Headwear in Handwerksqualität auf traditionellen Maschinen fertigt. Auch hier achtet man auf kurze Lieferwege und faire Arbeitsbedingungen vor Ort.

Wenn ReHats einen neuen Hut herstellt, sparen sie im Vergleich zum Einsatz neuer Baumwollstoffe 2.500 Liter Wasser ein. Auch beim hochwertigen Innenfutter aus schadstofffreier Baumwolle, setzt man auf Nachhaltigkeit, da es aus Restbeständen der Textilindustrie stammt. Die Hüte sind zudem vegan, da keinerlei Stoffe tierischen Ursprungs zum Einsatz kommen.

 

Crowdfunding der „GEWERKSCHAFT“: Aus alten Arbeitsklamotten werden schicke Kopfbedeckungen

Bisher hat sich das junge Unternehmen selbst finanziert. Jedoch startete ReHats am 05. März diesen Jahres eine Crowdfunding-Aktion auf Kickstarter und wagen sich an neue, oder sollte man eher sagen, alte Materialien aus recycelter Arbeitskleidung heran und brauchen diesmal für die erste größere Produktion Unterstützung von Hut- und Mützen-Liebhabern, die es fair und nachhaltig mögen.

Drei Männer mit der ReHats Berlin Headwear der Kollektion Gewerkschaft

© ReHats

Nach ihrer ersten erfolgreichen Kollektion „Coffee2Go“ mit Hüten und Mützen aus Kaffeesäcken, beweist ReHats erneut, dass es nachhaltige Alternativen bei der Herstellung von stylischer und Headwear gibt – durch Wiederverwertung und Zweckentfremdung, von aufbereiteter Arbeitskleidung. Bei den Stoffen handelt es sich um gebrauchte, aber immer noch äußerst robuste Blaumänner, Warnwesten und andere Berufsbekleidung. So werden wertvolle Ressourcen gespart und der Lebenszyklus der eingesetzten Materialien erheblich verlängert.

In Sachen Sustainable Fashion zeigt das junge Unternehmen das man auch in der Hut- und Mützenbranche durchaus als Innovationstreiber ein Zeichen setzen kann. „Gemeinsam revolutionieren wir die Hutbranche – wir crowdfunden die weltweit erste Kollektion von Hüten und Mützen aus recycelter Arbeitsbekleidung – nachhaltig, vegan und einfach einzigartig. Von der streetweartauglichen Basecap bis zum aufwändigen Traveller Hut“, erklärt ReHats CEO Stanislaus Teichmann.

Verschiedene Hüte und Mützen auf einem Haufen. Es ist die Kollektion Gewerkschaft von ReHats

Die zunächst neun verschiedenen Modelle kombinieren die charakteristischen Blautöne der Arbeitsbekleidungen mit auffälligen Akzentstoffen in Signalfarben.
© ReHats

Eine besondere Herausforderung ist der aufwändige Zuschnitt der upgecycelten Materialien. Hier müssen die Charakteristika der zuvor mikrobakteriell gereinigten Jacken und Hosen berücksichtigt werden. „Als stylische Details bleiben vereinzelte Nähte, Knöpfe und Taschen nachher auf den Mützen erhalten und deuten so die Geschichte hinter den Stoffen an. Auf diese Weise stellen wir ausschließlich Unikate her,” erklärt Teichmann. „Jeder Hut wird aus den super robusten Stoffen neu zusammengestellt, quasi regelrecht komponiert.”
Allein in Deutschland sind über 17 Millionen „Blaumänner“ im Einsatz, somit sollte es dem Start-Up wohl kaum an Materialien fehlen.

„Mit unseren Hüten und Mützen zeigen wir, dass man äußerst stylische Headwear auch auf nachhaltige Weise produzieren kann, und das in Europa. Wir leisten zudem einen kleinen Beitrag dazu, dass ein Teil der Millionen von Berufsbekleidungen, die jedes Jahr in Deutschland produziert werden, nach einem teils viel zu kurzen Lebenszyklus eine tolle Weiterverwendung finden, erklärt der ReHats Gründer.
 
 

 
 
Wer das sympathische Unternehmen mit der neuen Kollektion unterstützen möchte, hat hier die Gelegenheit dazu: kickstarter.com/projects/rehats/gewerkschaft-hats-and-caps-made-from-workwear

Alle weiteren Infos zu ReHats Berlin und wo man die nachhaltigen Kopfbedeckungen finden kann, gibt es hier: re-hats.com

 

Quelle: re-hats.com
Danke für den Tipp, Stani! :-)

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Australische Stadt vermeidet Plastikabfall im Wasser https://www.gute-nachrichten.com.de/2019/03/umwelt/australische-stadt-vermeidet-plastikabfall-im-wasser/ https://www.gute-nachrichten.com.de/2019/03/umwelt/australische-stadt-vermeidet-plastikabfall-im-wasser/#respond Sat, 09 Mar 2019 09:23:01 +0000 https://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11497 Im letzten Sommer hat die Stadt Kwinana in Westaustralien ein neuartiges Filtersystem in deren Abwasseranlage eingebaut. Diese Filteranlage ist unglaublich einfach konstruiert und dennoch äußerst wirkungsvoll. Sowohl die Stadtverwaltung als auch die Einwohner von Kwinana sehen die Vorteile der Anlage und sind sehr zufrieden damit.

Frau sammelt Müll in der Natur und hält ihn in ihren Händen

Aufgesammelter Abfall in der Natur: Ein einfaches Filtersystem an einer Abwasseranlage könnte dies größtenteils verhindern.
Photo by Daria Shevtsova on Pexels

Einfach ausgedrückt besteht die Anlage aus Netzen, die über die Ausgänge der Abwasserrohre gestülpt werden. Diese Netze verhindern, quasi wie ein mechanischer Filter, das Abfälle drinnen hängen bleiben und damit die Umwelt vor Verschmutzungen schützen.

Abwasserrohre befördern schmutziges Wasser aus bewohnten Gebieten in die Natur und können dort zu großen Verschmutzungen durch Vergiftungen führen. Verstärkt wird dieser Effekt noch durch Starkregenfälle, die zusätzlich Schmutz in das Abwassersystem schwemmen.

Die Stadtverwaltung begann zunächst mit zwei Netzen und war erstaunt über die Ergebnisse. Ihr neues Filtersystem sammelte mehr als 400 Kilogramm Abfall innerhalb von einigen Wochen. Daraufhin war der Entschluss gefasst, alle Abwasserrohre mit solchen Netzen auszustatten. Die Installation eines solchen Netzes kostet zwar 10.000 Dollar, aber es rechnet sich, da man sich die Kosten spart, die beim manuellen Aufsammeln des Abfalls entstehen.

Sind die Netze voll, so werden sie kurz entfernt und der Abfall wird von Lastwagen zu einer Recyclinganlage gefahren. Dort wird der Müll sortiert und getrennt. Die Netze werden wieder angebracht und können weiter ihre Aufgabe verrichten.

Dieses Filtersystem beweist wieder einmal, dass einfache Lösungen oft zu den besten Ergebnissen führen können. Ein Beispiel, das auch für andere Städte, Länder etc. , mit solch einem Abwassersystem als Vorreiter dienen kann, um dem Müllproblemen weltweit in Teilen entgegenzuwirken.

Hier gibt es weitere Infos zum Thema unter anderem findet ihr dort etliche Bilder von den Netz-Anlagen:

stormwatersystems.com

Did you know the City has installed two drainage nets in Henley Reserve? Started as a trial to reduce the discharge of…

Gepostet von City of Kwinana am Freitag, 3. August 2018

 

Quelle: thewildchild.co.za

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Haferflocken selber machen – So geht es https://www.gute-nachrichten.com.de/2019/02/allgemein/haferflocken-selber-machen-so-geht-es/ https://www.gute-nachrichten.com.de/2019/02/allgemein/haferflocken-selber-machen-so-geht-es/#respond Wed, 06 Feb 2019 20:13:23 +0000 https://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11484 Haferflocken sind ein besonders gesundes Frühstück. Sie sind reich an guten Inhaltsstoffen und sind zudem vielseitig verwendbar. Egal ob im Müsli oder Porridge, im Smoothie, im Joghurt oder einfach nur mit Früchten – Haferflocken gehen immer. Noch besser ist es natürlich, wenn man sie selbst herstellt. Doch wie geht das eigentlich?

 

Vorteil von selbstgemachten Haferflocken

Getreidekörner sind wichtige Lieferanten von Eiweiß, Fett, Mineralstoffen und Vitaminen. Haferflocken sind gequetschter Hafer. Frisch verzehrt bleiben die Inhaltsstoffe gut erhalten. Hersteller von Haferflocken haben allerdings das Problem, dass die Flocken lange Lagerzeiten überdauern müssen, bevor sie letzten Endes auf dem Teller des Verbrauchers landen. Weil die Flocken gequetscht sind, können sie allerdings schnell ranzig werden oder Feuchtigkeit ziehen. Das Produkt schmeckt also nicht mehr. Die Lösung des Problems ist eine Wärmebehandlung der Haferflocken. So bleiben sie zwar frisch, aber auch ein Großteil der wertvollen Inhaltsstoffe geht verloren.

 

Das benötigt man um Haferflocken selbst herzustellen

Im Prinzip ist es nicht schwer, Haferflocken selbst herzustellen. Man benötigt, wenn die Flocken frisch verzehrt werden, lediglich eine herkömmliche Flockenquetsche. Dieses Gerät ermöglicht es, dass die Haferflocken die gewünschte Konsistenz erreichen. Sollen die Haferflocken haltbar gemacht werden, benötigt man darüber hinaus ein Dörrgerät, welches Flüssigkeit aus den Flocken entfernt und so weniger anfällig für äußere Einflüsse macht. Ebenfalls benötigt man frischen Hafer oder auch anderes Getreide.
Die Flockenquetsche eignet sich auch gut dafür, andere Dinge wie z.B. Gewürze zu zerflocken. Achtung: es gibt Flockenquetschen mit Stein und Metallquetschen. Ölsaaten oder ähnliche Produkte sollten eher mit Metallquetschen verarbeitet werden, da diese gern an den Steinen kleben bleiben und eher eine Sauerei als frische Flocken entstehen lassen. Härteres Getreide wie z.B. Weizen sollten einige Zeit in Wasser eingelegt werden, damit die Flocken nicht brechen und tatsächlich Flocken bleiben.

 

Mit der Flockenquetsche Haferflocken selber machen

Mit der Flockenquetsche lassen sich nun die Haferflocken selber machen. Dazu füllt man die Getreidekörner lediglich oben in das Gerät ein. Abhängig davon, ob das Gerät elektrisch oder mit Kurbel betrieben wird, muss man nun mit Muskelkraft oder der kraft des Motors die Körner quetschen.

Probiert doch einfach mal aus, welche Dicke der Körner euch am besten schmeckt. Es spricht nichts dagegen, einfach mal ein wenig zu experimentieren. Unten kommen nun die fertigen Haferflocken heraus. Es empfiehlt sich, die Haferflocken direkt und immer frisch selbst herzustellen. Wenn man sie mit Hilfe eines Dörrautomaten haltbar macht, gehen viele der wertvollen Inhaltsstoffe jedoch verloren. Dennoch lohnt es sich, die Haferflocken zu dörren, um die Haltbarkeit auf bis zu einem Jahr zu verlängern.

 

Glutenfreie Haferflocken selber machen

Wer unter einer Glutenallergie oder Unverträglichkeit leidet, der greift gerne auf glutenfreie Haferflocken zurück. Doch eins vorneweg: Hafer enthält Gluten. Hafer enthält zwar auch das sogenannte “Klebereiweiß”, jedoch ist dessen chemische Zusammensetzung eine ganz andere als z.B. beim Weizen. Somit ist das Gluten im Hafer wesentlich verträglicher als bei Weizenprodukten.

Die Besonderheit bei der Herstellung von glutenfreien Haferflocken liegt vor allen Dingen darin, dass genau darauf geachtet wird, dass der Hafer keinen Kontakt zu anderen Getreidesorten bekommt. Das gilt sowohl für den Anbau, die Ernte, die Lagerung und auch die Verarbeitung. Bei normalen Haferflocken kann da schnell eine Verunreinigung entstehen. Glutenfreie Haferflocken sind schlicht akribisch von anderen Getreidesorten getrennt worden.

Somit kann man Glutenfreie Haferflocken auch ganz einfach selbst machen. Dafür sollte man lediglich darauf achten, dass der Hafer unter genau diesen Bedingungen angebaut, geerntet und gelagert wurde. Diesen Hafer muss man dann nur noch in seiner Flockenquetsche verarbeiten. Trotzdem sollten Allergiker ausprobieren, inwieweit sie das im Hafer enthaltene Klebereiweiß vertragen.

 

Fazit

Haferflocken selber machen ist ganz einfach. Man benötigt nur eine Flockenquetsche und frischen Hafer, um das wertvolle Getreide in Flockenform zum Frühstück zu genießen. Der große Vorteil ist, dass die wertvollen Inhaltsstoffe beim frischen Quetschen nicht verloren gehen und die Flocken besser schmecken und zudem wesentlich wertvoller sind. Dem frischen Müsli am morgen steht so nichts mehr im Wege und ein guter Start in den Tag ist somit garantiert.

 

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100 Prozent Biostaat: Keine chemischen Dünger und Pestizide in Sikkim https://www.gute-nachrichten.com.de/2019/01/umwelt/100-prozent-biostaat-keine-chemischen-duenger-und-pestizide-in-sikkim/ https://www.gute-nachrichten.com.de/2019/01/umwelt/100-prozent-biostaat-keine-chemischen-duenger-und-pestizide-in-sikkim/#respond Sun, 13 Jan 2019 22:04:41 +0000 https://www.gute-nachrichten.com.de/?p=11468 Sikkim liegt im Himalaya und war bis anfangs der Siebzigerjahre ein eigenständiges Königreich, eingekeilt zwischen Nepal und Bhutan. Auf Grund der geopolitischen Lage hat man sich Indien angeschlossen und Sikkim ist heute der zweitkleinste Bundesstaat in Indien.

Bauernhaus auf grünen Hügeln in den indischen Bergen im Himalaya-Gebirge

Photo by Karen W Lim on Pexels

Anfangs Januar 2016 erklärte der indische Premierminister Modi und der Premier von Sikkim, Pawar Kumar Chanling, dass die gesamte Landwirtschaft in Sikkim auf biologischen Anbau umgestellt wird. Kunstdünger und chemische Pflanzenschutzmittel wurden auf den Feldern verbannt. Somit ist Sikkim der erste Staat weltweit (neben Bhutan!), der von sich aus zu einhundert Prozent auf Biolandwirtschaft umgestellt hat.

 

Wie kann „Bio“ nicht auf freiwilliger Basis, sondern per Gesetz funktionieren?

Das hat in Sikkim seine besonderen Gründe. Sikkim ist ein Schmelztiegel aus verschiedenen Volksgruppen. Neben den Ureinwohnern, Bhutia und Lepcha, gibt es eingewanderte Nepali, Sherpa und auch Inder, die Hindi sprechen. Sikkim ist nur dünn besiedelt. Der seit 1994 amtierende Premierminister Chamling hat bereits 2003 angefangen, sein Volk auf organische Anbaumethoden einzuschwören. Es ging ihm um nicht weniger als sauberes Wasser, saubere Luft und sauberes Essen.

Hilfreich ist sicher auch die traditionelle Naturverbundenheit der Einwohner. Das Land schuf Schulungen für die Bauern und man investierte in Kompostierungsanlagen. Im Jahr 2010 gründete Chamling eine Behörde, die Sikkim Organic Mission (SOM). Die Behörde hat die Aufgabe, sich darum zu kümmern, dass aus Kompost und Mist-Biodünger erzeugt wird und dass Krankheiten und Schädlinge auf den Äckern und Plantagen mit natürlichen Mitteln bekämpft werden.

Die Topografie in Sikkim trägt einen Großteil dazu bei, dass der biologische Anbau sich relativ schnell durchsetzen konnte. Sabine Zikeli von der Uni Hohenheim sagt dazu. „Sikkim ist sehr bergig, die Anbauflächen sind sehr kleinteilig. Eine mechanisierte Landwirtschaft ist da schwierig. Auch in der Schweiz und in Österreich gibt es überdurchschnittlich viele Ökobauern.“

Vielleicht war es der Weitblick des Premierministers, der ihn soweit brachte, dass er sich sagte „warum nicht aus der Not eine Tugend machen?“ Der Umfang der Bio-Produktion wird durch die Gebirgslandschaft begrenzt. Laxuman Sharma, Experte für Gartenbau an der Sikkim University in der Hauptstadt Gangtok argumentiert: „Wir werden nie in der Lage sein, die Bevölkerung autark zu ernähren. Das Problem ist, Sikkim produziert kaum Weizen.“ Und gerade gefüllte Teigtaschen aus Weizen sind eine Leibspeise der Sikkimesen.

Gemüse baut man in Sikkim nahezu ausschließlich zum Eigenverzehr an. In den Export gehen in der Hauptsache Gewürze, wie Ingwer, Ingweröl, Kurkumapulver und die extra-scharfen Fireball-Chilis. Damit und darüber hinaus mit Buchweizen und schwarzem Kardamom lässt sich für die Sikkimesen gutes Geld verdienen.

Sikkim ist in unserer Welt sicherlich ein positiver Sonderfall, vor allen Dingen, wenn man bedenkt, dass der „Rest“ von Indien sich für Umweltschutz und Umweltbewusstsein wohl sehr wenig engagiert. Der Biostaat Sikkim ist ein Vorreiter, der zeigt, wie wir der Natur wieder ein Stück näher kommen – auf dass etliche diesem Beispiel Folgen mögen.

 

Schöne Bilder zum Thema findet ihr hier: brandeins.de

 

Quelle: brandeins.de
Besten Dank für den tollen Tipp, lieber Torsten! :)

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