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postheadericon″30 Sekunden Lektüre: Der innere Feind″ – Paulo Coelho

Publiziert am 11 März, 2012 unter Philosophie
Gute Nachrichten

So es ist mal wieder so weit für eine weitere kurze Geschichte von Paulo Coelho. Ich habe “The enemy within” in seinem Blog gefunden und für euch übersetzt.

Ich wünsche euch viel Spaß!


Bild-Quelle: P2News

 

Der innere Feind

Ein Mann war mit seinen Leuten in einer Bar, als ein alter Freund eintrat. Er lebte sein Leben immer in dem Versuch den richtigen Weg zu gehen, doch ohne Erfolg. “Ich sollte ihm etwas Geld geben”, dachte der Mann bei sich.

Aber der Freund war nun reich und kam an die Bar um all die Schulden, die sich über die Jahre ansammelten, an diesem Abend zu bezahlen. Zusätzlich tilgte er alle seine Darlehen, die er bekommen hatte. Drum orderte er eine Runde für alle.

Als er gefragt wurde, wie es dazu kam, dass er so erfolgreich wurde, antwortete er, dass er bis vor einigen Tagen noch als “der Andere” gelebt hatte.

“Wer ist der Andere?”, fragte Pilar.

“Der Andere glaubt, dass es seine Pflicht sei, in seinem Leben als Mensch danach zu streben, Sicherheit zu haben um nicht zu verhungern wenn man langsam alt wird. Doch wenn du als Anderer lebst, entdeckst du nicht, dass das Leben auch Pläne mit dir vor hat und diese können ganz unterschiedlich sein.”

“Aber dahinter verbirgt sich Gefahr und dort ist auch Leid.” Sagten die Leute in der Bar, die mittlerweile zuhörten.

“Niemand entgeht dem Leiden. Also ist es besser, ein paar Schlachten zu verlieren, um für deine Träume zu kämpfen, um dann besiegt zu werden, auch wenn du nicht einmal wusstest, für was du eigentlich gekämpft hast. Als ich dies entdeckte, wachte ich auf und wusste mit Bestimmtheit, was ich immer schon sein wollte. Der Andere stand dort in meinem Zimmer und beobachtete mich.
Obwohl er mir manchmal Angst machen wollte, habe ich ihm nicht erlaubt zurückzukehren. Von dem Moment an, als ich dem Anderen keinen Platz mehr in meinem Leben ließ, konnte die göttliche Energie ihre Wunder vollbringen.”

 

Ausschnitt aus dem Buch “By the river Piedra I sat down and wept” (“Am Ufer des Rio Piedra saß ich und weinte”)

 

Habt keine Angst und denkt nicht so viel darüber nach, wie sich die Dinge entwickeln könnten. Fangt an zu leben, fangt an eure Träume zu leben. Worauf wartet ihr!?