gute positive nachrichten

postheadericon″Klimagriff″: Gerät gegen Schimmelbildung in Häusern

Publiziert am 19 Dezember, 2013 unter Technik
Gute Nachrichten

“Energie sparen” heißt das Schlagwort von Regierung und Umweltschützern. Die stark geförderte Wärmedämmung mit – aus Erdöl hergestellten – Styropor-Platten ist angeblich das beste, was es am Markt gibt, allerdings verbunden mit einem starken Nachteil: der Schimmelbildung.

offenes Fenster, lueften, positive nachrichten

Regelmäßiges, richtiges Lüften kann Schimmelbefall vermeiden.
© maaximal / flickr.com

Wer als Bewohner nicht regelmäßig lüften kann, damit die warme Zimmerluft durch kalte, frische Außenluft ersetzt wird, hat das Problem, dass sich Kondenswasser an den Wänden und als Folge davon Schimmelbefall einstellt. Mit dem häufigen Lüften macht man einen Teil der Energieersparnis gleich wieder zunichte, allerdings verbunden mit dem Vorteil, dass man eine etwaige Unbewohnbarkeit wegen giftiger Pilzsporen vermeiden kann.

Da der Mensch mit seinen Sinnesorganen nicht spürt, wann die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist, andererseits der Verlust von Wärme und damit eine Erhöhung der Heizkosten vermieden werden soll, ist man auf technische Hilfe angewiesen: Georg Meyer, ein Informationselektroniker aus Solingen, hat ein Gerät namens “Klimagriff” entwickelt, das über optische und akustische Signale anzeigt, wann gelüftet werden und wann das Fenster wieder geschlossen werden muss.

Der “Klimagriff” verwertet Informationen über Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Raumvolumen, Heizungstyp, Fenstergröße, Himmelsrichtung und Zahl der Bewohner. Man kann die Anlage zum Beispiel dann, wenn die Bewohner im Urlaub sind, mit einem Griff auf Abwesenheitsbetrieb schalten. Damit man nicht jedes Mal beim Öffnen die Heizkörper abdrehen muss, lässt sich der “Klimagriff” mit einem Sender verbinden, der dies automatisch erledigt.

Das Gerät könnte sich besonders in solchen Wohnungen lohnen, wo es Auseinandersetzungen wegen Schimmelbildung gibt. Der “Klimagriff” kann nämlich so programmiert werden, dass er alle Daten über einen Zeitraum von zwei Jahren speichern kann. Damit kann man in Streitfall belegen, ob der Schimmel durch Fehlverhalten der Bewohner oder durch Baumängel hervorgerufen wurde.

Schön, wenn man die zweifelsfrei belegbaren Nachteile des Vollwärmeschutzes mittels der modernen Technik verhindern oder in Grenzen halten kann. Noch besser wäre natürlich eine andere Lösung, damit man sich den Ärger mit Schimmel und das Gerät gleich mit sparen kann. ;-)

Weitere Infos zu dem Gerät findet ihr unter: klimagriff.de.

 

Quelle: heise.de

Herzlichen Dank an Mika für den Tipp! :-)