gute positive nachrichten

postheadericon″Think.Eat.Save″: UNO startet Offensive gegen weltweite Hungersnot

Publiziert am 25 Januar, 2013 unter Kultur
Gute Nachrichten

Die Vereinten Nationen wollen Nahrungsmittel vor dem Müll retten: In Genf wurde am Dienstag eine Studie vorgelegt, die aufzeigt, dass jährlich weltweit etwa 1,3 Milliarden Tonnen an Lebensmitteln im Abfall landen. Rein rechnerisch ist es etwa viermal so viel wie nötig wäre, um das weltweite Hungerproblem zu lösen.

Obst und Gemuese, positive nachrichten, think.eat.save

Lebensmittel – die größten Schätze diese Erde sollten nicht verschwendet werden.
© Gabi Eder / pixelio.de

Zu Essen gibt es mehr als genug, nur ungleich verteilt: Mit einer weltweiten Kampagne wollen die Vereinten Nationen (UN) nun die enorme Verschwendung eindämmen und so dem Hunger entgegenwirken. Laut dem UN-Welthungerbericht vom vergangenen Oktober hat jeder Achte nicht genug zu essen – in Zahlen spricht man hier von 870 Millionen Menschen. José Graziano da Silva, Generaldirektor der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) erklärt, dass in den Industrienationen jährliche eine Menge von 300 Millionen Tonnen weggeworfen wird, die bereits – rein theoretisch – ausreichen würde, um diese Menschen zu ernähren.
Nahrungsmittel werden weggeworfen, obwohl sie noch essbar wären. Vieles davon verdirbt aufgrund unzulänglicher Bedingungen. Würde man den Verlust der Nahrungsmittel insgesamt eindämmen, so könnten auch die Lebensmittelpreise sinken.

Die Kampagne “Think.Eat.Save” will nun bei den Produzenten sowie bei den Verbrauchern mehr Bewusstsein schaffen. Bereits durch Beachten einfacher Maßnahmen könnte nach Ansicht von UN-Experten die Verschwendung der Nahrungsmittel eingedämmt werden. Sie fordern beispielweise von den  Verbrauchern, dass diese auch die weniger perfekt geformten Obst- und Gemüsesorten kaufen sollten. Hier sollte allerdings auch erwähnt werden, dass der Produzent die weniger “perfekt” aussehende Ware auch an den Mann bringen darf und diese nicht schon vorher beseitigt – ein komplettes Umdenken ist gefragt! Auch das Haltbarkeitsdatum ist ein wichtiger Hinweis, aber kein Hinderungsgrund, um nicht erst einmal nachzuprüfen, ob das Lebensmittel nicht durchaus noch genießbar ist. Immer wieder eine gute Übung, um seine Intuition und seine körperlichen Sinne zu testen – wozu sind sie denn sonst da!? ;-) Die Kampagne haben das UN-Umweltprogramm Unep und die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO in Auftrag gegeben.

Achim Steiner, Exekutivdirektor das UN-Umweltprogramm (Unep) sagt: “In einer Welt mit sieben Milliarden Menschen, deren Zahl bis 2050 auf neun Milliarden steigen soll, macht es absolut keinen Sinn, Lebensmittel wegzuwerfen – weder wirtschaftlich, noch ökologisch, noch ethisch”. “Gemeinsam können wir diesen untragbaren Trend umkehren und Lebensbedingungen verbessern”, so da Silva. In den Industrieländern sei etwa die Hälfte der weggeworfenen Nahrungsmittel noch zum Verzehr geeignet.

Das Thema Lebensmittel ist zurzeit allgemein unglaublich präsent und es tut sich tatsächlich sehr viel Positives in diesem Bereich. Ich erinnere hier zum Beispiel auch an die foodsharing-Idee. Das Bewusstsein jedenfalls steigt stetig und somit ist ein Wandel unaufhaltsam. :-)

Weitere Videos von Think.Eat.Save findet ihr hier.

 

Quelle: handelsblatt.com