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postheadericonTeenager erfindet Anordnung zum Säubern der Ozeane von Plastikmüll

Publiziert am 29 März, 2013 unter Umwelt
Gute Nachrichten

Plastik ist sowohl ein Segen als auch ein Fluch für die moderne Welt. Kunststoffe sind in unserer Zivilisation auf den verschiedensten Gebieten nicht mehr wegzudenken. Gleichzeitig führen Abfälle aus Plastik zu massiven Umweltproblemen weltweit. Gerade in unseren Ozeanen schwimmen gigantische Müllteppiche, die aus Plastikabfällen bestehen. Diese Abfälle töten auf zweierlei Art, einmal gefährden sie direkt das Leben von Meerestieren und Seevögeln und zum anderen kommen über sie Tonnen von giftigen Chemikalien ins Meerwasser.

Hier kommt nun ein 19-Jähriger Niederländer namens Boyan Slat ins Spiel. Er hat Pläne von einer Anordnung veröffentlicht, die geeignet ist, 7,25 Millionen Tonnen Kunststoff-Abfall innerhalb von fünf Jahren aus den Ozeanen zu fischen. Das Gerät besteht aus schwimmenden Sieben und einer Verarbeitungs-Plattform, auf der der eingesammelte Müll bearbeitet wird.

Slat will 24 schwimmende Siebe an geeigneten Stellen in den Ozeanen verankern.  Das sind jene Stellen, wo aufgrund der Meeresströmungen der meiste Plastikmüll schwimmt. Dort wird dieser mithilfe der Strömung in die Auffangvorrichtungen gespült. Hier wird der Müll von Plankton getrennt, gefiltert und zum Recyceln gelagert.
Slat hat in der Zwischenzeit eine Stiftung mit dem Namen Ocean Cleanup Foundation ins Leben gerufen und von der Technischen Universität Delft (TU Delft) hat er bereits einen Preis im bereich technisches Design erhalten.
Er ist der festen Überzeugung, dass die Einnahmen durch das recycelte Plastik die Ausgaben für die Auffangeinrichtungen übersteigen werden.

Das ganze System ist zwar noch nicht serienreif, aber Slat ist auf einem guten Weg dorthin. Er sucht noch fähige Mitarbeiter und braucht natürlich auch noch Gelder für seine Forschungen.

Nach der 17-Jährigen Schülerin aus den USA – siehe unseren Artikel vom 27. März – ist es hier ein 19-Jähriger junger Mann, der die Fachwelt aufhorchen lässt.

Es scheint so, als ob junge, wissenschaftlich interessierte Menschen, denen unsere Umwelt am Herzen liegt, zu wichtigen Wegbereitern für Forschung und Technik werden könnten. Weiter so! :-)

 

Quellen: treehugger.com; inhabitat.com