gute positive nachrichten

postheadericonDie vielen Wege des Skateboard-Recyclings

Publiziert am 26 August, 2013 unter Kultur
Gute Nachrichten

Skateboard-Bretter (genannt Decks) bestehen aus aufeinander geleimten Furnierschichten aus kanadischem oder baltischem Ahorn. Decks sind zwar sehr widerstandsfähig und äußerst langlebig, doch irgendwann haben auch sie mal ausgedient.

Skateboard-Recycling, positive nachrichten, Deck

© Manny Valdes / flickr.com

Eigene Ideen kreativ umsetzen

 

Bevor man die Decks aus qualitativ hochwertigem Sperrholz in den Müll wirft, sollte man sich vielleicht mal überlegen, was sich noch so alles mit den Brettern anstellen lässt. Einfach mal kreativ werden und eigene Ideen verwirklichen. Anregungen könnt ihr euch zum Beispiel auf der Webseite “ZweitLeben” holen, auf der der Hobby-Tüftler Alex zeigt, wie man zum Beispiel Lampen, Schachbretter oder ganz einfach Kunstwerke aus ausgedienten Skateboard-Decks kreieren kann. Ein paar hübsche Ideen, was man so alles mit den Decks und den restlichen Skateboard-Teilen machen kann, seht ihr auf dem Blog “zjoux“. Im Web lassen sich noch so einige Bilder und Videos finden, die tolle Inspirationen bieten. Wie zum Beispiel die beiden folgenden Videos:

Aus Skateboard werde Skateboard:

 

Firmen und Designer

 

Diverse Unternehmen und Designer sind auf den Geschmack des Skatboard-Recyclings gekommen und hauchen den Brettern ein neues Leben ein. Die australische Firma “Proof” stellt aus dem bunten Sperrholz schicke Sonnenbrillen her (wir berichteten bereits darüber). In Kanada werden Decks nach dem Motto “Jedes Brett verdient eine zweite Chance” recycelt. Hier stellt “2ndShot” ebenfalls Sonnenbrillen aber auch Ziffernblätter in Uhren, Schmuck, iPhone-Hüllen und vieles mehr her.

 

In Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires gibt es ebenfalls Skateboard-Verwerter. Ezequiel Galasso verarbeitet alte Decks zu schicken Elektro-Gitarren. Infos und Bilder dazu findet ihr auf der Facebook-Seite “Skate Guitar“. Klingen tut das Ganze etwa so:

 

Der finnische Design-Student Björn Holm produziert aus alten Skateboards elegante Surfboards und macht somit aus den Straßenbrettern Wellenbretter. In folgendem Video sieht man wie der Finne auf klassische Art und Weise ein hohles Surfbrett, ganz ohne Hartschaum, herstellt:

. . . Holm konnte natürlich bereits mehrere Spritztouren auf den Wellen mit seinem RETO machen – es funktionierte nach eigenen Angaben perfekt. Weitere Infos und Projekte findet ihr auf Holms Homepage.

 

Auch bei uns in Deutschland wird recycelt

 

Auch skateboard-recycling.com findet alte Skateboards als Rohstoff viel zu schade, um weggeschmissen zu werden und sammelt diese darum von Shops oder Privatkunden ein. Für jedes fünfte Board pflanzt das Unternehmen sogar einen Baum.

Im Norden Deutschlands südlich von Hamburg gibt es ein kleines Unternehmen mit dem Namen “207“. Hier fertigen zwei Studenten aus alten Skateboard-Decks formschöne Topfuntersetzer oder schicken Schmuck, wie beispielsweise Armreifen. Die beiden Freunde Tim und Christoph machen das nun bereits seit 2011 mit großer Begeisterung und können sich damit ihr Studium in den Niederlanden finanzieren. Doch egal was die Zukunft für die beiden bereithält, aufgeben möchten sie das Skateboard-Recycling nicht, denn es hat gutes Potenzial.

Auch auf “ndr.de” findet sich eine interessante kurze Reportage über 207: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/das/videos/recycling117.html.

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Also, wie ihr seht, gibt es Ideen zum Selbermachen wie Sand am Meer. Oder man schickt die kaputten oder unbrauchbaren Decks an eine der oben genannten Künstler, Tüftler oder Unternehmen. Wegschmeißen wäre doch echt zu schade.
Weitere Anregungen, bunte Bilder und unglaublich tolle Skulpturen aus Skateboard-Decks findet ihr unter xgames.espn.go.com; toxel.com. Lasst euch inspirieren! :-)